Südtiroler Grüne stellen Parteispitze neu auf

Die Neuwahlen markieren den Abschluss eines mehrmonatigen Erneuerungsprozesses innerhalb der Partei. Bereits am Donnerstag war das neue Statut verabschiedet worden. Nun wurden auch die wichtigsten Parteigremien neu besetzt.
Nach dem Ende ihrer Amtszeit verabschiedeten sich die bisherigen Vorsitzenden Elide Mussner und Luca Bertolini. Beide hatten den Statutenprozess maßgeblich begleitet. Mussner betonte, dass sich Parteien ständig weiterentwickeln müssten und zeigte sich überzeugt, dass die neue Führung die Grünen engagiert in die Zukunft führen werde. Bertolini erklärte, die Partei müsse auch künftig neue politische Herausforderungen mit neuen Ansätzen angehen, um glaubwürdig und lebendig zu bleiben.
Die neue Parteisprecherin Kathrin Werth sitzt seit 2020 für die Grünen im Gemeinderat von Eppan und engagiert sich dort als EU-Beauftragte. Zudem sammelte sie Erfahrungen bei verschiedenen europäischen Institutionen, zuletzt bei der Europäischen Kommission. Ihr Kollege Zeno Oberkofler ist Landtagsabgeordneter der Grünen im Südtiroler Landtag.
Werth und Oberkofler dankten ihren Vorgängern für deren Arbeit und kündigten an, die Partei mit der neuen Struktur auf kommende Herausforderungen vorzubereiten. Gleichzeitig wollen sie den zahlreichen ökologisch und sozial engagierten Listen im Land mehr Sichtbarkeit verschaffen.
Eine wichtige Neuerung des Statuts ist die Einführung des Amtes einer Parteipräsidentin. Diese übernimmt künftig die gesetzliche Vertretung der Partei und soll die Einhaltung der Grundsätze und Regeln der Organisation gewährleisten. Zur ersten Präsidentin wurde die Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa gewählt. Die langjährige Grünen-Politikerin soll der Partei als Stabilitäts- und Vertrauensfigur dienen und die neuen Parteisprecher entlasten.
Neu gewählt wurde außerdem der Grüne Rat, das strategische Führungsgremium der Partei. Dem Gremium gehören künftig Elide Mussner, Maximilian Gartner, Erica Fassa, Camila Cristofoletti, Thomas Anton Ebenkofler, Rosina Ruatti, Inge Mahlknecht, Nadja Spöttl und Cornelia Brugger an.
Mit neuer Führung, modernisierten Parteistrukturen und einem überarbeiteten Statut wollen sich die Grünen für die kommenden politischen Herausforderungen in Südtirol und auf staatlicher Ebene positionieren.






