Schützen-Landeskommandant ruft zu mehr Respekt und weniger Einmischung auf

Hintergrund des Schreibens dürften die zuletzt teils emotional geführten Diskussionen innerhalb der Tiroler Vereinslandschaft sein. Zwar nennt Saurer keine konkreten Vorfälle, mehrfach verweist er jedoch auf die Eigenständigkeit von Verbänden und Vereinen sowie auf die Verantwortung der jeweiligen Veranstalter vor Ort.
Besonders hebt der Landeskommandant die langjährige Zusammenarbeit zwischen den Tiroler Schützen und dem Blasmusikverband Tirol hervor. Diese Partnerschaft sei über viele Jahre gewachsen und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Tirol. Gleichzeitig betont Saurer jedoch, dass weder Eingriffe in die Angelegenheiten des Blasmusikverbandes noch Einmischungen in die Entscheidungen der Schützenkompanien seinem Verständnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit entsprechen.
Nach Ansicht des Landeskommandanten müssen die internen Regeln und Beschlüsse der einzelnen Verbände respektiert werden – auch dann, wenn nicht jeder mit diesen Entscheidungen einverstanden ist. Die Verantwortung für einzelne Veranstaltungen liege grundsätzlich bei den jeweiligen Organisatoren vor Ort.
Saurer wirbt zudem für Dialog statt Konfrontation. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien bekenne sich zu basisdemokratischen Entscheidungsprozessen, bei denen wichtige Fragen von den Mitgliedern selbst entschieden würden. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten oft sehr emotional geführt würden, sei es wichtig, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und miteinander im Gespräch zu bleiben.
Zum Abschluss appelliert der Landeskommandant an alle Beteiligten, Brücken zu bauen und das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Ziel müsse es sein, jene Werte zu stärken, die Vereine, Verbände und Traditionen seit Generationen prägen.
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