Team K kritisiert Südtirol-Shop im Waltherpark

Aus einer Antwort auf eine Landtagsanfrage des Team-K-Abgeordneten Alex Ploner geht hervor, dass der Shop als einjähriges Pilotprojekt konzipiert ist. Für Einrichtung, Umsetzung und Betreibervergütung werden laut den vorliegenden Informationen mehr als 260.000 Euro an öffentlichen Mitteln aufgewendet.
Der im Oktober 2025 eröffnete Shop soll nach Angaben der IDM die Marke Südtirol erlebbar machen und die Vielfalt regionaler Produkte präsentieren. Ziel sei es unter anderem, die Bekanntheit der Marke weiter zu stärken und die Nachfrage nach Südtirol-Produkten zu testen.
Für Alex Ploner sei das Projekt jedoch ein Beispiel für eine fragwürdige Marketingstrategie. Besonders kritisiert er, dass keine Angaben zu Umsätzen oder konkreten wirtschaftlichen Ergebnissen vorliegen. „Es gibt keine Zahlen zum Umsatz, keine Kennzahlen zur Wirkung und keine messbaren Ergebnisse“, erklärt der Abgeordnete des Team K. Angesichts der Herausforderungen durch den Tourismus sei es zudem schwer nachvollziehbar, warum zusätzliche Mittel in die Vermarktung der ohnehin international bekannten Marke Südtirol investiert würden.
Es gebe alternative Modelle
Laut der Antwort der Südtiroler Landesregierung wird der Shop von der Kauri Store SRL betrieben, die im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt wurde. Das Unternehmen erhält monatlich mehr als 11.000 Euro aus öffentlichen Mitteln und darf gleichzeitig die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf behalten. Umsatzdaten liegen dem Land demnach nicht vor.
Das Team K verweist auf alternative Modelle, die in anderen Regionen Anwendung finden. Dort würden häufig Lizenzsysteme genutzt, bei denen private Anbieter Produkte unter einer regionalen Marke vertreiben und die öffentliche Hand über Lizenzgebühren direkt beteiligt wird. Dadurch könne die Marke wirtschaftlich genutzt werden, ohne öffentliche Gelder für den operativen Verkauf einzusetzen.
Weitere Anfragen angekündigt
Ploner kündigte weitere parlamentarische Anfragen an. Dabei wolle er insbesondere klären, wer die Entscheidung für das Projekt getroffen habe, nach welchen Kriterien der Betreiber ausgewählt wurde und welche konkreten Ziele mit dem Pilotprojekt verfolgt werden.
Das Team K fordert mehr Transparenz und eine umfassende Bewertung des Nutzens des Südtirol-Shops. Nach Ansicht der Oppositionspartei handle es sich um ein kostspieliges Marketing-Experiment, dessen Mehrwert bislang nicht ausreichend belegt sei.






