von lif 01.06.2026 15:22 Uhr

Sonnencremes im Test: Guter Schutz in jeder Preisklasse?

Pünktlich zum Sommer stellt sich die Frage nach dem richtigen Sonnenschutz. Ein aktueller Test zeigt nun, dass es Sonnencremes für wenig und für viel Geld gibt. Doch ob sie wirklich schützen, hängt am Ende von uns selbst ab.

APA/ANDREAS LANDER

Der FAZ-Kaufkompass der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat mehr als 90 Sonnenschutzmittel verschiedener Preisklassen untersucht. Geprüft wurden der UV-Schutz, die Anwendung, die Hautverträglichkeit und die Inhaltsstoffe, berichtet die VZS in einer Aussendung. Das Ergebnis ist erfreulich, denn überzeugende Produkte finden sich in allen Preisklassen. Besonders gut schneiden leichte Cremes ab, die schnell einziehen und nicht kleben.

So wurde getestet

Bewertet wurde nach praxisnahen Kriterien: Hält das Produkt den angegebenen Lichtschutzfaktor ein? Lässt es sich gut verteilen und zieht es angenehm ein? Wie steht es um Inhaltsstoffe und Verträglichkeit? Und taugt die Creme für den täglichen Gebrauch? Ziel war es, die Wirksamkeit unter realistischen Bedingungen abzubilden.

Die drei Testempfehlungen

Testsieger: Nivea Sun Schutz & Pflege Sonnenmilch LSF 50+ (8,32 Euro) Der Sieger überzeugt durch eine ausgewogene Mischung aus zuverlässigem Schutz, guter Anwendung und einem starken Preis. Die Textur ist cremig, zieht schnell ein und bietet hohen UVA-Schutz. Einziger Wermutstropfen: Die enthaltenen Duftstoffe machen das Produkt für sehr empfindliche Haut weniger geeignet.

Cetaphil Daylong Sensitive Gel-Creme SPF 50+ (29,89 Euro) Die beste Wahl für empfindliche oder allergische Haut. Das Produkt ist parfümfrei, lässt sich leicht verteilen und hinterlässt keine sichtbaren Rückstände. Gelobt werden die sehr gute Verträglichkeit und das angenehme Hautgefühl. Nachteile sind der hohe Preis und die chemischen Filter.

Avène Intense Protect Sonnenfluid LSF 50+ (28,90 Euro) Ein hochwertiges Produkt mit besonders breitem Schutz, das auch UVA- und HEV-Licht abdeckt. Die dermatologisch entwickelte Formel punktet mit moderner Filtertechnik. Kritisiert werden der hohe Preis und eine leichte Tönung auf sehr heller Haut.

Diese Produkte enttäuschten

Weniger überzeugend war die Speick Sun Sonnencreme LSF 30 (15,99 Euro): Sie bietet nur begrenzten Schutz, ist im Verhältnis zum Preis zu teuer und in der kleinen Packung kaum für den ganzen Körper geeignet.

Auch die Lancaster Sun Protective Water SPF 50 (23,33 Euro) fiel zurück. Zwar hat sie eine innovative Textur, doch die Tester bemängelten problematische Inhaltsstoffe, darunter ätherische Öle, die unter Sonne reizen können – und eine wenig praktische Anwendung.

Worauf es wirklich ankommt

So unterschiedlich die Produkte auch sind, eine Erkenntnis gilt für alle: Selbst die beste Sonnencreme schützt nur, wenn sie in ausreichender Menge und regelmäßig aufgetragen wird. In der Praxis verwenden viele Menschen schlicht zu wenig Creme. Das ist einer der häufigsten Gründe für einen mangelhaften Schutz.

Das Fazit des Tests ist also klar: Gute Sonnencremes gibt es für jeden Geldbeutel. Entscheidend ist aber nicht nur die Qualität des Produkts, sondern vor allem die richtige Anwendung. Genug Creme und regelmäßiges Nachcremen.

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