von ih 01.06.2026 13:20 Uhr

NEOS kritisieren Dornauer und Gurgiser nach Brenner-Demonstration

Die jüngste Kritik des ehemaligen Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreters Georg Dornauer an den Teilnehmern der Brenner-Demonstration stößt bei den NEOS auf scharfen Widerspruch. Verkehrssprecher Dominik Oberhofer wirft Dornauer vor, selbst nur wenige Erfolge in der Transitpolitik vorweisen zu können und fordert mehr Zurückhaltung in der öffentlichen Debatte.

APA/EXPA/JOHANN GRODER

„Ausgerechnet Georg Dornauer verteilt jetzt Noten in der Transitpolitik“, erklärte Oberhofer in einer Aussendung. Als einzige verkehrspolitische Initiative Dornauers nennt er dessen Vorschlag, das Tiroler Nachtfahrverbot gegenüber Italien zur Verhandlungsmasse zu machen, ohne dafür eine nennenswerte Gegenleistung zu erhalten.

Wer anderen politische Wirkungslosigkeit vorwerfe, müsse zunächst die eigene Bilanz betrachten, so Oberhofer weiter. Dornauer habe über Jahre Regierungsverantwortung getragen. Die Bevölkerung könne selbst beurteilen, welche Ergebnisse von den damals angekündigten Maßnahmen zur Entlastung vom Transitverkehr tatsächlich umgesetzt worden seien.

Kritik übte der NEOS-Verkehrssprecher auch an Fritz Gurgiser, der sich ebenfalls kritisch zur Brenner-Demonstration geäußert hatte. Zwar habe sich Gurgiser über viele Jahre für die Interessen der vom Transitverkehr betroffenen Bevölkerung eingesetzt, dennoch sei es überraschend, dass er sich nun gegen die rund 5.000 Teilnehmer der Kundgebung stelle.

Nach Ansicht Oberhofers entsteht sowohl bei Dornauer als auch bei Gurgiser der Eindruck, dass persönliche Befindlichkeiten eine Rolle spielen könnten. „Es wirkt, als würden sie ihr eigenes Ego über die Anliegen der Bevölkerung stellen, weil diesmal andere im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen“, so der NEOS-Politiker.

Abschließend betonte Oberhofer, dass es nicht seine Aufgabe sei, die Tiroler Landesregierung zu verteidigen. Gleichzeitig forderte er jedoch mehr Bescheidenheit von jenen, die selbst nur begrenzte Erfolge vorweisen könnten. Die Menschen entlang der Brennerroute bräuchten konkrete Lösungen für die Transitproblematik und keine persönlichen Auseinandersetzungen zwischen politischen Akteuren.

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