Waldbrandgefahr im Vinschgau erreicht kritisches Niveau

Wie aus dem aktuellen Warnlagebericht hervorgeht, sind die Bedingungen für die Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden derzeit besonders ungünstig. Der April war von einer mehr als zwei Wochen andauernden Windphase geprägt, während gleichzeitig in den vergangenen Wochen nur wenig Niederschlag gefallen ist. Dadurch sind Böden, Vegetation und Waldbestände stark ausgetrocknet.
Besonders betroffen ist der Vinschgau. Nach Angaben des Forstinspektorats Schlanders wurden am 29. Mai Lufttemperaturen von über 30 Grad Celsius gemessen. Gleichzeitig lag die Luftfeuchtigkeit bei weniger als 30 Prozent. Hinzu kam der sogenannte Oberwind, ein Westwind mit Geschwindigkeiten zwischen 10 und 20 Stundenkilometern, der die Brandgefahr zusätzlich erhöht.
Die Behörden sehen die Lage auch deshalb mit Sorge, weil am kommenden Wochenende mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen gerechnet wird. Hintergrund sind die angekündigte Brennersperre am Samstag sowie das verlängerte Wochenende rund um den italienischen Nationalfeiertag am 2. Juni. Mehr Verkehr bedeutet auch ein höheres Risiko für fahrlässig verursachte Brände entlang von Straßen und Verkehrswegen.
Die Bevölkerung wird daher zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Offenes Feuer im Freien, weggeworfene Zigaretten oder andere potenzielle Zündquellen können unter den derzeitigen Bedingungen rasch zu einem Waldbrand führen. Die zuständigen Stellen beobachten die Entwicklung weiterhin genau. Sollte die Trockenheit anhalten, könnte eine weitere Verschärfung der Warnlage notwendig werden.






