„Ehrenamt wird gelobt, aber nicht entlastet“

Laut einer Aussendung vom Team K geht aus der Antwort der Landesrätin hervor, dass in den vergangenen zwei Jahren vor allem Informationsveranstaltungen und Beratungen angeboten wurden. Allein im Jahr 2025 wurden über 350 Vertreter erreicht. Zudem verweist Pamer auf das neue Landesgesetz, das Steuererleichterungen, ein digitales Vereinsverzeichnis und einen vereinfachten Zugang zu Förderungen vorsieht. „Information über Bürokratie ist kein Bürokratieabbau. Infoveranstaltungen und Beratungen sind sinnvoll, ändern aber nichts an der tatsächlichen Belastung für die Vereine. Das Grundproblem bleibt bestehen. Ehrenamtliche haben weiterhin mit komplexen Vorschriften, Dokumentationspflichten und Unsicherheiten zu kämpfen. Gleichzeitig werden neue Kontrollen vorbereitet, statt spürbare Entlastung zu schaffen. Ich frage mich, wann kommt die Landesregierung in Sachen Bürokratieabbau fürs Ehrenamt endlich in die Gänge?”, so Alex Ploner.
Auch zentrale Reformen seien noch nicht umgesetzt. Das digitale Landesverzeichnis befinde sich weiterhin in Ausarbeitung durch die SIAG, wichtige rechtliche Fragen seien offen.
Für Alex Ploner ist das ein klares politisches Versäumnis: „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wer Engagement ernst nimmt, muss endlich echte Vereinfachungen liefern, weniger Bürokratie, weniger Doppelgleisigkeiten und klare Verfahren. Wir haben in Südtirol kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Die Schwierigkeiten sind seit Jahren bekannt, zu viel Papierkram, zu viele Zuständigkeiten, zu wenig einfache Regeln. Was fehlt, ist der politische Wille, hier wirklich aufzuräumen.“ Ehrenamt heiße Zeit schenken, nicht Formulare ausfüllen. Wenn sich engagierte Menschen mehr mit Verwaltung als mit ihrer eigentlichen Tätigkeit beschäftigen müssen, läuft etwas grundlegend falsch, so Ploner. Das Team K erkennt an, dass einzelne Maßnahmen in die richtige Richtung gehen können. Entscheidend sei aber, ob sie im Alltag der Vereine spürbar sind.
„Solange Ehrenamtliche vor allem informiert statt entlastet werden, bleibt die Unterstützung ein Lippenbekenntnis. Südtirols Vereine brauchen nicht mehr Erklärungen, sondern endlich weniger Bürokratie“, so Alex Ploner.






