von lif 19.05.2026 06:50 Uhr

Fußball-WM 2026: So wenig Public Viewing wie noch nie?

Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür, doch in Österreich werden die Fans heuer kaum Möglichkeiten haben, die Spiele auf großen Leinwänden im Freien zu verfolgen. Schuld daran sind vor allem die ungünstigen Anstoßzeiten, die von den frühen Morgenstunden bis tief in die Nacht reichen.

Bild: APA/EVA MANHART

Bereits ein Blick auf die Österreich-Spiele zeigt das Problem: Das Eröffnungsspiel gegen Jordanien wird um 6 Uhr morgens angepfiffen, das Match gegen Argentinien um 19 Uhr und das entscheidende Spiel gegen Algerien gar um 4 Uhr in der Früh. Bei solchen Zeiten dürfte in vielen Locations wohl eher Kaffee als Bier ausgeschenkt werden.

In der Bundeshauptstadt sieht es düster aus. Am Rathausplatz wird heuer lieber das Filmfestival vorbereitet, der Prater bleibt fußballfrei und auch die Strandbar Herrmann hat bereits abgewunken. Tatsächlich angekündigt ist nur ein Public Viewing beim Donauturm, allerdings zu stolzen Preisen. Das Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika kostet dort mit Early-Bird-Rabatt 15,92 Euro, das Frühstücks-Match Österreich gegen Jordanien als All-Inclusive-Variante sogar 79,92 Euro pro Person.

Auch in St. Pölten und Wiener Neustadt gibt es keine offiziellen Public Viewings. In der Landeshauptstadt sucht man jedoch mit der Gastronomie nach passenden Lösungen für die Innenstadt. Baden verzichtet ebenfalls.

Linz: Nur in der Gastronomie

Die Stadt Linz plant kein offizielles Public Viewing. Übertragungen gibt es aber in einzelnen Gastrobetrieben wie „Tante Käthe“ im Donauparkstadion oder der Strandbar „Sandburg“ an der Donaulände. In Wels hingegen richtet die Stadt am öffentlichen Stadtplatz ein Public Viewing mit freiem Eintritt ein. Dort werden 33 Spiele bis 21 Uhr gezeigt, beim Frühstücksmatch der Österreicher gegen Jordanien gibt es sogar eine Frühstücksaktion. Bei der Begegnung mit Argentinien wird sicherheitshalber eine zweite Leinwand aufgestellt.

Salzburg: Nur drei Spiele am Parkplatz

Die Stadt Salzburg verzichtet aufgrund der Anstoßzeiten auf eine klassische Fanzone. Lediglich am Parkplatz der Red-Bull-Arena in Kleßheim werden drei Spiele gezeigt, darunter Österreich gegen Argentinien. In Saalfelden überträgt die Otto-Gruber-Halle alle Spiele von Donnerstag bis Sonntag sowie sämtliche Österreich-Matches, in St. Johann im Pongau zeigt der TSV auf Großbildleinwand mehr als ein Dutzend Spiele.

Innsbruck als Highlight

Das selbsternannte größte Indoor-Public-Viewing Westösterreichs gibt es in Innsbruck: In der Tiwag-Arena der Olympiaworld werden alle Abendspiele zwischen 11. Juni und 19. Juli bei freiem Eintritt auf vier LED-Walls und dem Medienwürfel übertragen. Bis zu 3.000 Fans haben dort Platz, dazu sind Side-Events geplant. Ein größeres Public Viewing unter freiem Himmel sei in Tirol laut Wirtschaftskammer aufgrund der nächtlichen Anstoßzeiten kaum sinnvoll, hieß es.

Vorarlberg: Großevent in Hard am Bodensee

In Vorarlberg organisiert Ex-Trainer Heinz Fuchsbichler im „Spannrahmen“ in Hard am Bodensee ein Public Viewing mit 27 Spielen. Bei Österreich-Spielen wird sogar um 4 Uhr morgens der Beamer angeworfen und Frühstück serviert. Die Vorarlberger Städte halten sich weitgehend zurück: Bregenz überträgt nur das Finale, Dornbirn die beiden Halbfinalspiele und das Finale.

Burgenland: Krankl, Polster und Maierhofer in Mörbisch

Das größte Public Viewing im Burgenland steigt am 22. Juni auf der Seefestspielbühne in Mörbisch: Auf einer rund 90 Quadratmeter großen LED-Wall wird das Match Österreich gegen Argentinien live übertragen. Als Experten sind dabei drei prominente Ex-Teamspieler vor Ort: Hans Krankl, Toni Polster und Stefan Maierhofer. Der Eintritt ist kostenlos.

APA/UT24

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite