441 Jugendliche im Dauereinsatz

Der 24‑Stunden‑Dienst ist eine etablierte Initiative der Jugendgruppen des Weißen Kreuzes: Die Jugendlichen schlüpfen dabei für einen Tag und eine Nacht in die Rolle von Rettungskräften und erleben realitätsnahe inszenierte Einsätze – von kleineren Notfällen bis hin zu anspruchsvolleren Szenarien. Begleitet von ihren Betreuern erhalten sie so einen authentischen Einblick in den Alltag im Rettungsdienst und wachsen gleichzeitig als Team zusammen.
Heuer beteiligten sich 24 Sektionen aus ganz Südtirol sowie aus der Provinz Belluno an der Aktion. „Es ist jedes Jahr schön zu sehen, wie viele Sektionen sich mit so viel Einsatz beteiligen“, sagte Landesjugendleiterin, Tanya Kollmann. „Hinter dem 24‑Stunden‑Dienst steckt eine enorme organisatorische Leistung. Die Betreuer investieren viel Zeit und Engagement, um abwechslungsreiche Einsätze vorzubereiten – oft auch in Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen.“ Das Weiße Kreuz setzt seit 1998 gezielt auf eine aktive Jugendarbeit. Der 24‑Stunden‑Dienst ist dabei ein wichtiger Baustein, um Jugendliche für den Rettungsdienst zu begeistern und auf ihre mögliche Zukunft im Ehrenamt vorzubereiten – denn sie sind die Retter von morgen, so das Weiße Kreuz in einer Aussendung.
Ein Highlight war heuer ein Großeinsatz, bei dem sich drei Jugendgruppen des Weißen Kreuzes (Bozen, Überetsch und Etschtal) sowie die Freiwilligen Feuerwehr-Jugendgruppen Bozen-Kohlern und Oberau-Haslach beteiligten. Am Samstagabend wurde ein Verkehrsunfall mit einem Bus im Bereich der SEAB simuliert, bei dem die Jugendlichen zehn verletzte Personen versorgen mussten. Auch Vereinspräsident Alexander Schmid betonte die Bedeutung des Events: „Solche Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, jungen Menschen früh Verantwortung zu übertragen und sie praxisnah einzubinden. Was unsere Jugendlichen hier leisten, verdient großen Respekt. Es macht mich stolz zu sehen, mit wie viel Motivation und Teamgeist sie bei der Sache sind.“






