von ih 17.05.2026 09:30 Uhr

Pamers Ausländer-Projekt soll Eigenverantwortung stärken

Die Südtiroler Landesregierung hat neue Richtlinien für das Projekt „Begleitetes Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund“ beschlossen. Ziel des Vorhabens sei es, Ausländer-Familien mit positiv abgeschlossenem Asylverfahren und dauerhaftem Bleiberecht beim Aufbau eines eigenständigen Lebens in Südtirol zu unterstützen.

Ausländer-Familien brauchen eine stabile Wohnsituation und eine Perspektive. Darum geht es in diesem Wohnintegrationsprojekt darum, die Betroffenen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Spracherwerb zu begleiten und zu unterstützen“, hob Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP) hervor - Foto: LPA/Fabio Brucculeri.

Ausländer werden untergebracht und betreut

Insgesamt sollen im Rahmen des landesweiten Integrationsprojektes 94 Ausländer-Familien vorübergehend Wohnraum in verschiedenen Südtiroler Gemeinden erhalten.

Begleitend dazu werden die ausländischen Familien von den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaften betreut. Im Mittelpunkt stehen dabei Unterstützung bei der Wohnungssuche, beim Einstieg in den Arbeitsmarkt sowie beim Erwerb der deutschen oder italienischen Sprache.

Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP) betonte bei der Vorstellung des Beschlusses die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens zwischen Land, Gemeinden und Sozialdiensten. Dem Beschluss seien mehrere Treffen mit Bürgermeistern sowie die Zusammenarbeit mit dem Gemeindenverband und den zuständigen Landesämtern vorausgegangen. Auch der Rat der Gemeinden habe ein positives Gutachten abgegeben. Nun seien die Gemeinden gefordert, bis zum 1. Juni verfügbare Wohnräume zu melden.

Maximal 168 Euro Miete pro Monat

Die vorgesehene Aufenthaltsdauer im Rahmen des Projektes beträgt bis zu 24 Monate. Für die Unterbringung müssen die Ausländer-Familien – abhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation – monatliche Beiträge leisten. Diese liegen bei maximal 168 Euro pro Person. Für eine dreiköpfige Familie ergeben sich laut Landesrätin Pamer Kosten zwischen 120 und 504 Euro pro Monat.

Ein zentraler Bestandteil des Projektes ist die Eigenverantwortung der teilnehmenden Familien. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Unterzeichnung eines Vertrages, in dem Rechte und Pflichten klar geregelt werden. Darin verpflichten sich die ausländischen Familien unter anderem zur aktiven Teilnahme am Integrationsprozess, zur Zahlung der vereinbarten Beiträge und zur Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten.

Auch Astrid Wiest unterstrich die Bedeutung der sozialpädagogischen Begleitung. Die Unterstützung durch Fachkräfte sei ein wesentlicher Baustein des Projektes. Als gelungenes Beispiel nannte sie bestehende SAI-Projekte im Vinschgau, bei denen Ausländer-Familien bereits erfolgreich auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleitet würden.

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