von lif 16.05.2026 10:19 Uhr

15.000 Südtiroler verzichteten auf Alkohol

Der Alkoholkonsum der Südtiroler Bevölkerung und die Beteiligung an Kampagnen zum Alkoholverzicht waren zwei der Themen, die bei der Erhebung des Panels „So denkt Südtirol“ erfasst wurden. Die Umfrage wurde vom Forum Prävention vorgeschlagen, wie das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) mitteilt.

Bild von bridgesward auf Pixabay

Der Alkoholkonsum der Südtiroler Bevölkerung fiel laut den Ergebnissen der Erhebung tendenziell moderat aus. Der Großteil der Befragten (43 Prozent) gab an, generell wenig Alkohol zu trinken. Dazu kamen weitere 28 Prozent, die keinen Alkohol tranken. 20 Prozent hatten überhaupt noch nie Alkohol konsumiert und acht Prozent hatten dies zwar früher, aber schon seit einigen Jahren nicht mehr gemacht.

Die Gesundheit war der wichtigste Grund (25 Prozent der Bevölkerung), weshalb jemand den Alkoholkonsum in irgendeiner Weise reduzierte, aufgab oder einschränkte. An zweiter Stelle folgte das Autofahren (21 Prozent). Dies zeigte, wie Überlegungen in Bezug auf die Sicherheit im Straßenverkehr den Alkoholkonsum beeinflussen konnten. Die Befragten gaben relativ oft die Ernährung als Grund an: 17 Prozent schränkten den Alkoholkonsum ein, um weniger Kalorien aufzunehmen oder um Diätvorgaben einzuhalten. Für zwölf Prozent war die Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit ausschlaggebend.

Wasser und alkoholfreies Bier als Alternativen

Von den Personen, die angaben, ihren Alkoholkonsum einzuschränken oder nur in moderatem Umfang Alkohol zu trinken, wurde Wasser beziehungsweise Mineralwasser mit Abstand als häufigste Alternative gewählt (89 Prozent). Unter den alkoholfreien Getränken im engeren Sinn wurde alkoholfreies Bier am häufigsten genannt (28 Prozent). Es folgten alkoholfreie Heißgetränke wie Tee oder Kräuteraufgüsse (26 Prozent). Zuckerhaltige Getränke stellten für 22 Prozent der Befragten eine Alternative dar.

Soziales Umfeld reagiert meist neutral

Insgesamt fielen die Reaktionen des sozialen Umfelds überwiegend neutral oder positiv aus. 36 Prozent der Befragten gaben an, dass die Familienangehörigen keine besondere Reaktion gezeigt hatten. Dieser Wert stieg auf 46 Prozent im Freundeskreis und auf 48 Prozent bei den anderen wichtigen Bezugspersonen. Neben neutralen Reaktionen wurden auch unterstützende Verhaltensweisen genannt. 29 Prozent der Befragten meldeten sehr positive oder unterstützende Reaktionen ihrer Familienangehörigen, bei weiteren 21 Prozent waren sie positiv oder verständnisvoll.

Dry January von zwei Dritteln gekannt

Rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 80 Jahren (65 Prozent) gaben an, von der Dry January Challenge gehört zu haben. 35 Prozent erklärten hingegen, die Initiative nicht zu kennen. Sechs Prozent der Bevölkerung hatten nach eigenen Angaben daran teilgenommen, während 59 Prozent zwar mit der Aktion vertraut waren, aber nicht daran teilgenommen hatten. In absoluten Zahlen entsprach dies mehr als 24.000 Personen in der betrachteten Altersklasse.

63 Prozent schränkten Konsum im Jänner ein

Von den Teilnehmenden an der Dry January Challenge gab etwa die Hälfte an, im Monat Jänner vollständig auf Alkohol verzichtet zu haben (52 Prozent). Weitere elf Prozent berichteten von einer zumindest teilweisen Reduktion des Alkoholkonsums. Für 37 Prozent brachte die Teilnahme keine Veränderung des Konsumverhaltens mit sich. Insgesamt erklärten 63 Prozent der Teilnehmer, ihren Alkoholkonsum im Jänner reduziert zu haben. Dies entsprach rund 15.000 Personen.

Mehrheit verzichtet in Fastenzeit auf nichts

Die Mehrheit der Bevölkerung änderte ihre Konsumgewohnheiten während der Fastenzeit nicht wesentlich. Rund zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) gaben an, auf nichts Bestimmtes zu verzichten. Der Verzicht betraf dabei vor allem bestimmte Bereiche des Lebensmittelkonsums. Am häufigsten wurden Süßigkeiten (24 Prozent) genannt, gefolgt von Fleisch und Alkohol (jeweils rund zehn Prozent der Befragten).

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite