von ih 15.05.2026 06:45 Uhr

Südtirols Jäger leisten wertvollen Einsatz für Natur und Wild

Der Südtiroler Jagdverband hat bei seiner Vollversammlung am Mittwoch in Algund auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt und dabei vor allem das Engagement der Jägerschaft über die eigentliche Jagd hinaus hervorgehoben. Landesjägermeister Günther Rabensteiner betonte den gemeinnützigen Einsatz der 6.228 Jäger sowie der 70 Jagdaufseher im Land – etwa bei der Kitzrettung oder bei Wildunfällen.

Foto: Franziska Raffl Steiner

Günther Rabensteiner zeigte sich erfreut über die geplanten zusätzlichen Zuständigkeiten für Südtirol im Bereich Jagd im Zuge der Autonomiereform. Nun gelte es, diese neuen Kompetenzen auch konsequent zu nutzen und die gewonnene Eigenständigkeit auszuspielen.

Der für die Jagd zuständige Landesrat Luis Walcher würdigte den Einsatz der Jäger für Natur und Wild. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, auch künftig junge Menschen für die Jagd zu begeistern und ihnen einen respektvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln.

Ein weiteres Thema der Vollversammlung waren die seit Jahren kritisierten langen Wartezeiten bei der Ausstellung und Verlängerung von Waffenpässen. Sicherheitslandesrätin Ulli Mair sicherte der Jägerschaft ihre Unterstützung zu, verwies jedoch auf begrenzte Einflussmöglichkeiten. Die Jäger seien gesetzlich verpflichtet, die Abschusspläne zu erfüllen, dürften dabei aber nicht durch monatelange Wartezeiten auf notwendige Dokumente behindert werden.

Im Rahmen der Vollversammlung wurde außerdem zum zweiten Mal der Wild- und Naturschutzpreis „Goldene Auerhenne“ verliehen. Die von den Südtiroler Raiffeisenkassen unterstützte Auszeichnung ging heuer an das Jagdrevier St. Martin in Gsies. Die dortigen Jäger engagieren sich seit Jahren für die Aufwertung von Wildlebensräumen, die Kitzrettung, Müllsammelaktionen sowie für die Vermittlung von Naturwissen an Kinder.

Ebenfalls nominiert und geehrt wurden die Jagdreviere Flaas-Afing und Kurtatsch. Während Flaas-Afing als Vorreiter bei der Kitzrettung mittels Drohne gilt, wird in Kurtatsch seit Jahrzehnten besonderer Wert auf die Verbesserung der Lebensräume für Gamswild und Waldhühner gelegt.

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