Gewalt an Tiroler Schulen: FPÖ übt scharfe Kritik

Auslöser der Kritik ist eine aktuelle Berichterstattung über zunehmende Gewalt, radikale Vorfälle und schwere Körperverletzungen an Tiroler Schulen. Laut Kofler zeige insbesondere eine parlamentarische Anfrage der FPÖ ein alarmierendes Bild: Die Zahl der Suspendierungen an Tiroler Pflichtschulen sei zwischen den Schuljahren 2019/20 und 2024/25 von 46 auf 160 Fälle gestiegen – ein Plus von fast 248 Prozent. Besonders betroffen seien Mittelschulen, wo die Suspendierungen von 33 auf 101 Fälle zunahmen. Auch an Volksschulen sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.
Im laufenden Schuljahr 2025/26 habe es laut FPÖ bereits im ersten Semester 49 Suspendierungen gegeben. Rund 60 Prozent der Vorfälle stünden im Zusammenhang mit körperlicher Gewalt.
Die Freiheitlichen kritisieren insbesondere die Haltung der Bildungsdirektion. Diese führe die Entwicklung unter anderem auf soziale Probleme, die Corona-Pandemie und globale Krisen zurück. Kofler bezeichnet diese Argumentation als „zynisch und unverantwortlich“ und wirft der Behörde vor, einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewaltvorfällen und mangelnder Integration kategorisch auszuschließen.
Als Beispiel nennt die FPÖ den Fall eines elfjährigen Mädchens aus Schwaz. Laut Angaben ihres Vaters sei das Kind über Wochen hinweg von zwei Mitschülerinnen bedroht, geschlagen und gewürgt worden. Trotz Polizei, Anzeige und Gesprächen mit der Schulleitung seien die beiden Mädchen lediglich für zehn Tage suspendiert worden, eine der Schülerinnen sei anschließend wieder an die Schule zurückgekehrt. Die psychische Belastung für das Opfer sei enorm.
Zudem kritisiert die FPÖ, dass die Bildungsdirektion keine Daten zu Herkunft oder Migrationshintergrund der beteiligten Schüler erhebe. Laut Kofler werde dadurch eine sachliche Diskussion verhindert.
Die Freiheitlichen fordern nun ein härteres Vorgehen gegen Gewalt an Schulen. Konkret verlangt die Partei unter anderem eine dauerhafte Trennung gewalttätiger Schüler von ihren Opfern, notfalls durch Schulwechsel oder spezielle Einrichtungen. Außerdem fordert die FPÖ eine verpflichtende Erfassung des Migrationshintergrunds bei Gewaltvorfällen, eine engere Zusammenarbeit mit Polizei und Jugendgericht sowie eine Null-Toleranz-Politik gegenüber extremistischem Verhalten.
Abschließend erklärt Kofler, Kinder hätten ein Recht auf Sicherheit in der Schule. Die derzeitige Bildungspolitik habe dieses Recht verspielt. Die FPÖ werde sich weiterhin für strengere Maßnahmen einsetzen, damit Schüler in Tirol wieder „angstfrei lernen können“.






