Baustellen-Razzia im Wipptal: Mehrere Personen angezeigt

Im Rahmen der außerordentlichen Kontrollen zur Prävention von Verstößen gegen die Arbeitssicherheit überprüften die Beamten insgesamt 120 Arbeiter. Geprüft wurden Arbeitspositionen, Arbeitsbedingungen und die Einhaltung der Vorgaben des Gesetzesdekrets 81/2008, das den Schutz von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz regelt.
Die schwerwiegendsten Mängel betrafen die Gerüste für Arbeiten in der Höhe. In mehreren Fällen fehlten geeignete Seitenwände und Schutzvorrichtungen, die einen Absturz von Personen oder das Herabfallen von Material verhindern sollen. Damit waren sowohl die Arbeiter selbst als auch Personen, die sich in den Bereichen darunter aufhielten, in Gefahr, berichten die Behörden. Außerdem stellten die Ermittler strukturelle Mängel an den Gerüsten fest. Einigen fehlten wichtige Bauteile, die für Stabilität und Sicherheit sorgen, andere waren in zu großem Abstand zu den Mauern aufgebaut. Beides erhöht das Absturzrisiko während der Arbeiten erheblich.
Fehlende Schutzausrüstung und mangelnde Ausbildung
Bei den Kontrollen kamen weitere Verstöße ans Licht. So fehlten bei offenen Stellen und Schächten ausreichende Sicherungen und auch die Bauzäune entsprachen vielfach nicht den vorgeschriebenen Mindeststandards. Mehrere Arbeiter wurden zudem dabei angetroffen, wie sie in der Höhe arbeiteten, ohne Sicherheitsgurte oder andere vorgeschriebene Absturzsicherungen zu tragen.
Erhebliche Lücken zeigten sich auch bei der Ausbildung des Personals. Einige Arbeiter waren mit Werkzeugen und Geräten beschäftigt, die besondere Risiken bergen, ohne die dafür notwendige Schulung und Befähigung erhalten zu haben.






