von mmh 10.05.2026 08:04 Uhr

Junghandwerker des Jahres 2026 kommt aus Vintl

Im Rahmen der Jahresversammlung der Junghandwerker im lvh ist am Samstagabend bei der Finstral AG am Ritten der „Junghandwerker des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt des Abends standen junger Unternehmergeist, Innovation und die Zukunftsperspektiven des Südtiroler Handwerks.

Der diesjährige Junghandwerker des Jahres 2026: Martin Haller, Johannes Unterhuber und Priska Reichhalter – (c)lvh.apa

Unter dem Motto „Wir bleiben in Südtirol – aus Stolz, weil wir anpacken“ wurde deutlich, welche Bedeutung junge Handwerker für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes haben. Die Landesobfrau der Junghandwerker im lvh, Priska Reichhalter, bezeichnete die Gruppe in ihrer Eröffnung als weit mehr als ein Netzwerk junger Unternehmer. Man verstehe sich als Impulsgeber für das Handwerk und als Stimme einer Generation, die bereit sei, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.

Reichhalter erinnerte dabei an zahlreiche Initiativen des vergangenen Jahres, darunter die Junghandwerkerreise nach München, den internationalen Austausch mit deutschen Handwerksjunioren, verschiedene Netzwerkveranstaltungen sowie die Skills Days, bei denen Mittelschüler praxisnah für das Handwerk begeistert wurden.

Grußworte kamen von der Gastgeberfamilie Oberrauch, vertreten durch den Präsidenten des Verwaltungsrates Joachim Oberrauch, von lvh-Präsident Martin Haller sowie von der Bürgermeisterin von Ritten, Julia Fulterer.

Junge Unternehmer sprechen über Zukunft in Südtirol

Ein zentraler Programmpunkt war eine Talkrunde unter dem Motto „Wir bleiben in Südtirol – aus Stolz, weil wir anpacken“. Dabei berichteten David Zimmerhofer von Ahro Polstermöbel, Franziska Haller vom Spinnradl sowie Priska Pipperger von Wunderplunder offen über ihre persönlichen Wege im Handwerk, über Herausforderungen und Chancen sowie über ihre bewusste Entscheidung, in Südtirol zu bleiben und hier ihre Zukunft aufzubauen.

Im Anschluss diskutierte Landesrätin Magdalena Amhof gemeinsam mit dem Vize-Landesobmann der Junghandwerker, Patrick Gampenrieder, über Zukunftsthemen wie die Förderung des Jungunternehmertums, Betriebsnachfolgen, die duale Ausbildung und die Digitalisierung im Handwerk.

Innovative stromlose Pumpe überzeugt Jury

Höhepunkt des Abends war die Wahl zum „Junghandwerker beziehungsweise zur Junghandwerkerin des Jahres 2026“. Mit der Auszeichnung werden junge Persönlichkeiten geehrt, die mit Innovationsgeist, Mut und handwerklicher Qualität besondere Akzente setzen.

Aus insgesamt elf Bewerbern schafften es Tobias Plattner, Johannes Unterhuber und Christian Holzmann in die Endauswahl. Der Titel ging schließlich an Johannes Unterhuber aus Vintl. Der 34-Jährige hat sich im Jahr 2025 selbstständig gemacht und überzeugte die Jury mit innovativen Lösungen für den praktischen Alltag.

Besonders hervorgehoben wurde seine stromlose Pumpe, die Wasser in höher gelegene Gebiete transportieren kann. Dadurch eröffnen sich vor allem für abgelegene Höfe und Almen neue Möglichkeiten. Unterhuber gilt damit als Beispiel für nachhaltiges und praxisorientiertes Handwerk.

Josef Lukas Spitaler, Direktor der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen, würdigte stellvertretend für die Jury die hohe Qualität aller Bewerbungen. Diese würden eindrucksvoll zeigen, wie modern und zukunftsorientiert das Südtiroler Handwerk heute aufgestellt sei. Glückwünsche kamen auch von lvh-Vizepräsident Hannes Mussak und lvh-Direktor Walter Pöhl.

Neuer Landesausschuss gewählt

Im Rahmen der Jahresversammlung wurde außerdem der neue Landesausschuss der Junghandwerker gewählt. Priska Reichhalter wurde als Landesobfrau bestätigt, Patrick Gampenrieder bleibt Vize-Landesobmann.

Für besondere Emotionen sorgte zudem die Ehrung der erfolgreichen Südtiroler Teilnehmer der EuroSkills 2025. Ausgezeichnet wurden die Goldmedaillengewinner Raffael Stenico und Jonas Hofer sowie Christoph Auer mit einer Medallion of Excellence. Gemeinsam mit dem Sponsor Volksbank wurden die jungen Fachkräfte für ihre Leistungen geehrt.

Mit persönlichen Gesprächen, Musik und kulinarischen Spezialitäten klang der Abend schließlich aus. Dabei wurden bereits neue Ideen für zukünftige Projekte geschmiedet.

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