von mmh 08.05.2026 08:45 Uhr

„Mütter sind das Rückgrat der Gesellschaft“– Reformen zum Muttertag gefordert

Zum anstehenden Muttertag am 10. Mai 2026 fordert die Landtagsabgeordnete Myriam Atz einen umfassenden politischen Ausgleich für Mütter – über symbolische Anerkennung hinaus. Blumen und Pralinen allein würden der Leistung von Müttern in der Gesellschaft nicht gerecht, so Atz.

Myriam Atz, Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit (Bild: STF)

„Mütter sind das Rückgrat der Gesellschaft“

Für Myriam Atz ist der Muttertag kein reiner Gedenktag, sondern ein politischer Auftrag. „Mütter sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, doch sie zahlen dafür oft einen zu hohen Preis“, erklärt die Abgeordnete. Es brauche einen echten Ausgleich – finanziell, rententechnisch und strukturell.

Rentenanrechnung von Erziehungszeiten gefordert

Ein zentraler Punkt ist für Atz die Altersvorsorge. Erziehungsjahre müssten vollwertig in die Rente eingerechnet werden. Während dies in anderen Ländern bereits stärker berücksichtigt werde, gebe es in Italien noch immer eine deutliche Lücke. „Altersarmut darf nicht die Ernte für die Erziehung der nächsten Generation sein“, so Atz.

Mehr Entlastung im Alltag gefordert

Auch beim zeitlichen Ausgleich sieht Atz Handlungsbedarf. Viele Mütter seien durch Familienorganisation, Haushalt, Bürokratie und Beruf stark belastet. Häufig würden eigene Bedürfnisse zurückgestellt, was zu Überlastung führen könne. Besonders kritisch sieht sie den Einsatz von Urlaubstagen bei der Betreuung erkrankter Kinder. Ähnlich wie bei der Pflege von Angehörigen sollten zusätzliche freie Tage vorgesehen werden, damit Erholung tatsächlich möglich sei.

Mehr Flexibilität in der Arbeitswelt

Darüber hinaus fordert Atz flexiblere Arbeitszeitmodelle und den Ausbau von Homeoffice-Möglichkeiten, wo es beruflich möglich ist. „Echter Ausgleich bedeutet auch, dass sich die Arbeitswelt den Lebensrealitäten von Müttern anpassen muss“, so die Abgeordnete. Mehr Flexibilität könne Stress reduzieren und die Lebensqualität erhöhen.

Bessere Chancen nach der Familienphase

Ein weiterer Schwerpunkt ist der berufliche Wiedereinstieg nach einer Familienphase. Atz fordert niederschwellige, leistbare und ortsunabhängige Weiterbildungsangebote, um Karriereunterbrechungen besser auszugleichen und den Wiedereinstieg in qualifizierte Berufe zu erleichtern.

Abschließend betont Myriam Atz: „Es ist Aufgabe der Politik, die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Lebensrealitäten der Mütter und Familien anzupassen, nicht umgekehrt. Es ist höchste Zeit, dass finanzielle und gesundheitliche Balance wiederhergestellt wird.“

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