von ih 07.05.2026 12:14 Uhr

Landtag will Schülerlotsensystem in Südtirol modernisieren

Der Südtiroler Landtag hat sich in seiner gestrigen Plenarsitzung mit der Zukunft des Schülerlotsensystems beschäftigt und dabei breite Zustimmung für eine behutsame Weiterentwicklung signalisiert. Grundlage der Debatte war ein Beschlussantrag des Landtagsabgeordneten Thomas Widmann von der Landtagsfraktion „Für Südtirol mit Widmann“.

Thomas Widmann - Foto: Liste „Für Südtirol mit Widmann“

Seit vielen Jahren sorgen Schülerlotsinnen und Schülerlotsen in Südtirol dafür, dass Kinder sicher zur Schule gelangen. Ihr täglicher Einsatz an Straßen und Kreuzungen gilt als wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit und genießt große Anerkennung. Gleichzeitig wurde im Landtag darauf hingewiesen, dass sich viele Kinder stark auf die Anweisungen der Lotsen verlassen und dadurch weniger lernen, Verkehrssituationen selbstständig einzuschätzen.

Genau hier setzt der Antrag Widmanns an. Ziel sei es, die Sicherheit auf dem Schulweg weiterhin zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch die Eigenverantwortung und Verkehrskompetenz der Kinder stärker zu fördern. Dabei wurde auch auf internationale Beispiele verwiesen, in denen ältere Schülerinnen und Schüler jüngere begleiten oder Kinder schrittweise an eigenständiges Verhalten im Straßenverkehr herangeführt werden.

Der Antrag sieht nun vor, gemeinsam mit Schulen, Gemeinden und Fachleuten eine umfassende Analyse des bestehenden Systems vorzunehmen. Auf dieser Grundlage sollen anschließend Pilotprojekte entwickelt und getestet werden.

Im Laufe der Diskussion zeigte sich laut Thomas Widmann, dass das Thema parteiübergreifend auf großes Interesse stößt. Der Abgeordnete erklärte sich bereit, gemeinsam mit der Landesregierung einzelne Punkte weiter auszuarbeiten. „Man kann mit geringen Maßnahmen viel erreichen – sowohl im pädagogischen als auch im sicherheitstechnischen Bereich“, betonte Widmann. Die Weiterentwicklung des Systems werde grundsätzlich positiv bewertet, nun gehe es darum, die beste Lösung gemeinsam zu erarbeiten.

Abschließend unterstrich Widmann, dass der Schulweg auch künftig sicher bleiben müsse. Gleichzeitig wolle man Kindern mehr Selbstständigkeit vermitteln und sie besser auf den eigenverantwortlichen Umgang mit Verkehrssituationen vorbereiten.

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