von ih 07.05.2026 15:50 Uhr

Holzeisen kritisiert Ablehnung ihres Impf-Antrags

Die Landtagsabgeordnete Renate Holzeisen (Vita) hat die Südtiroler Landespolitik nach der Ablehnung ihres Antrags zur Einführung einer aktiven Pharmakovigilanz für Covid-19-Impfstoffe scharf kritisiert. In einer Aussendung wirft sie der Regierung und Teilen der Opposition vor, mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe nicht ausreichend untersuchen zu wollen.

Renate Holzeisen

Renate Holzeisen beruft sich in ihrer Kritik auf Aussagen italienischer Experten, die im Corona-Untersuchungsausschuss des Südtiroler Landtags angehört wurden. Diese hätten auf Defizite bei der Erfassung und Überwachung von Impfnebenwirkungen hingewiesen. Ihr Antrag sah deshalb die Einrichtung einer eigenen aktiven Kontrollstelle in Südtirol sowie eine entsprechende Initiative gegenüber der italienischen Zentralregierung vor.

Die Mehrheit des Südtiroler Landtags lehnte den Vorstoß jedoch ab. Mehrere Parteien argumentierten, die Überwachung von Arzneimitteln erfolge bereits durch nationale und europäische Behörden wie die italienische Arzneimittelagentur AIFA und die Europäische Arzneimittelagentur EMA. Holzeisen bezeichnete diese Begründung als unzureichend und sprach von mangelnder Transparenz.

Unterstützung erhielt der Holzeisen-Antrag nur von einzelnen Oppositionsparteien. Andere Fraktionen enthielten sich oder beteiligten sich nicht an der Abstimmung.

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