Team K will Pflegeausbildung im Pustertal stärken

Bei einer Pressekonferenz in Bruneck betonten die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder sowie Vertreter des Team K die Dringlichkeit der Maßnahmen. Zwar gebe es bereits Ausbildungsangebote, diese richteten sich jedoch überwiegend an Erwachsene. Für Jugendliche nach der Pflichtschule fehlten hingegen wohnortnahe Möglichkeiten, wodurch viel Potenzial verloren gehe.
„Wer den Fachkräftemangel wirksam bekämpfen will, muss die Ausbildung dorthin bringen, wo die Menschen leben“, erklärte Maria Elisabeth Rieder. Lange Anfahrtswege oder ein notwendiger Wohnortwechsel hielten viele junge Menschen davon ab, einen Pflegeberuf zu ergreifen.
Auch aus der Praxis kommen warnende Stimmen: Die ehemalige Krankenpflegerin Monika Rieder verwies auf den zunehmenden Druck auf Familien und bestehende Versorgungslücken. Gleichzeitig könnten vorhandene Strukturen oft nicht genutzt werden, weil qualifiziertes Personal fehle.
Bruneck mit Potenzial
Das Team K sieht in Bruneck großes Potenzial als Ausbildungsstandort. Geplant ist ein schrittweiser Ausbau der Angebote, engere Kooperationen mit regionalen Einrichtungen sowie verstärkte Informationsmaßnahmen, um mehr junge Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen.
Mit Blick auf geplante Pflegeeinrichtungen im Pustertal – etwa neue Seniorenheime und erweiterte Betreuungsangebote – sei der Bedarf an Fachkräften weiter steigend. Ohne entsprechende Ausbildungsstrukturen vor Ort drohe sich der Personalmangel weiter zu verschärfen.
Das Team K fordert daher eine rasche Prüfung und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Landesregierung.






