Südtirols Bevölkerung wächst trotz Geburtenrückgang

Dabei wurden 57.884 Ausländer gezählt, das sind 1.971 mehr als 2023. Sie machen mittlerweile 10,7 Prozent der Südtiroler Bevölkerung aus. Die ausländischen Mitbürger stammen aus 149 Staaten, vorwiegend aus Albanien (12,3 Prozent), Deutschland (8,3 Prozent) und Pakistan (7,3 Prozent).
Der Anstieg gegenüber 2023 ergab sich aus den Werten des Binnenwanderungssaldos, des Wanderungssaldos mit dem Ausland sowie der statistischen Berichtigung. Der Binnenwanderungssaldo lag bei plus 643 Personen, der Wanderungssaldo mit dem Ausland bei plus 1.266 Personen.
Geburtenrate und Sterblichkeit
In Südtirol erreichte die Geburtenrate einen neuen Tiefstwert. Es wurden 4.537 Geborene verzeichnet, das sind 158 weniger als 2023. Die Geborenen ausländischer Herkunft nahmen leicht zu.
Die Sterblichkeit veränderte sich 2024 kaum, mit einer leichten Abnahme in absoluten Werten (minus elf Verstorbene gegenüber dem Vorjahr). Die Sterberate blieb stabil bei 8,5 je 1.000 Einwohner. Den größten Rückgang verzeichnete die Gemeinde Tramin an der Weinstraße (minus 6,6 Prozent).
Mehr Frauen als Männer
Der Anteil der Frauen an der Wohnbevölkerung belief sich auf 50,3 Prozent. Ihre Zahl überstieg jene der Männer um mehr als 3.500 Einheiten, was vor allem auf die höhere weibliche Langlebigkeit zurückzuführen ist.
Durchschnittsalter steigt
Das Durchschnittsalter stieg von 43,7 Jahren im Jahr 2023 auf 44 Jahre an. Feldthurns und Waidbruck waren dabei die jüngsten Gemeinden (39,7 beziehungsweise 40,3 Jahre), Prettau und Bozen die ältesten (48,3 beziehungsweise 46 Jahre).
Verteilung auf die Gemeinden
Mehr als ein Drittel der Bevölkerung (37,6 Prozent) lebte in den 80 Gemeinden mit einer Bevölkerung von 1.001 bis 5.000 Einwohnern. Fast ein Fünftel der Bevölkerung (19,7 Prozent) lebte in der einzigen Gemeinde mit mehr als 100.000 Ansässigen, nämlich in Bozen.
Lebenserwartung gestiegen
Die Lebenserwartung in Südtirol erreichte 84,7 Jahre, einer der höchsten Werte italienweit. Sowohl der gesamtstaatliche als auch der Südtiroler Wert übersteigen die Werte für 2019 vor der Corona Pandemie.






