Senioren im Stich gelassen? STF fordert dringend Entlastung

Laut Knoll seien die Tarife für Seniorenheime seit Anfang 2024 um über 13 Prozent gestiegen – und damit mehr als dreimal so stark wie die Inflation, die im selben Zeitraum bei rund 3,3 Prozent gelegen habe. Für Betroffene bedeute das Mehrkosten von durchschnittlich über 2.800 Euro pro Jahr. Pflege werde dadurch für viele Familien zunehmend unleistbar.
Kritik an Prioritäten der Politik
Besonders scharf kritisiert Knoll die aus seiner Sicht falsche Schwerpunktsetzung der Landesregierung. Während die Kosten für Senioren steigen würden, sehe er gleichzeitig ausreichend Mittel für andere Bereiche. Viele ältere Menschen müssten mit geringen Pensionen auskommen – besonders betroffen seien Frauen, die aufgrund von Kindererziehung oder Pflegearbeit oft schlechter abgesichert seien.
„Und genau diese Menschen sollen jetzt auch noch die steigenden Heimkosten tragen? Das ist sozialpolitisch nicht tragbar“, so Knoll.
Forderung nach finanzieller Entlastung
Der Politiker fordert, dass das Land die gestiegenen Pflegekosten übernimmt und Familien sowie Pensionisten stärker unterstützt. Laut Knoll würden Betroffene zunehmend gezwungen sein, Kredite aufzunehmen oder auf günstigere Einrichtungen mit möglicherweise geringeren Betreuungsstandards auszuweichen.
Bei einem Landeshaushalt von rund neun Milliarden Euro sei es nicht nachvollziehbar, dass für die Pflege älterer Menschen nicht ausreichend Mittel bereitgestellt würden, kritisiert Knoll weiter.
Abschließend fordert er ein Umdenken in der Politik: Die Unterstützung der älteren Generation müsse wieder stärker in den Fokus rücken.






