Gratis-Wohnungen: Sachliche Debatte und nachhaltige Lösungen gefordert

Zu den Unterzeichnern der Stellungnahme zählen unter anderem die Freie Universität Bozen sowie mehrere Gewerkschaften und Sozialverbände. Sie warnen davor, dass eine undifferenzierte Darstellung die Komplexität der Situation verzerrt und wichtige Aspekte – etwa die Folgen von Familientrennungen für Kinder – unzureichend berücksichtigt.
Die Organisationen sprechen sich für eine dezentrale Unterbringung von Betroffenen in verschiedenen Gemeinden Südtirols aus. Solche Modelle seien sowohl sozial als auch wirtschaftlich sinnvoller als eine dauerhafte Konzentration in Notunterkünften oder Hotels, vor allem im Raum Bozen.
„Breitere Verteilung kann Integration fördern“
Neben einer effizienteren Nutzung öffentlicher Mittel sehen die Unterzeichner auch gesellschaftliche Vorteile: Eine breitere Verteilung könne Integration fördern, soziale Spannungen reduzieren und den Betroffenen bessere Chancen auf ein eigenständiges Leben eröffnen.
Abschließend appellieren die Organisationen an Politik und Öffentlichkeit, Entscheidungen auf Grundlage von Daten, Erfahrung und langfristigen Perspektiven zu treffen – und den Dialog konstruktiv sowie ohne Vereinfachungen zu führen.






