von lif 24.04.2026 12:57 Uhr

Hipp-Skandal: War die Rattengift-Dosis tödlich?

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat am Freitag erste Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung des sichergestellten Hipp-Babykostglases bekanntgegeben. In dem manipulierten Glas, das vergangenen Samstag in Schützen am Gebirge im Burgenland sichergestellt wurde, sind 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen worden.

APA/TOBIAS STEINMAURER

Ob die Dosis für einen Kinderkörper tödlich hätte sein können, wird noch im Detail untersucht. Mit Ergebnissen rechnet die Staatsanwaltschaft frühestens Ende nächster Woche. Die Ermittlungen wurden inzwischen ausgeweitet. So wird neben vorsätzlicher Gemeingefährdung nun auch wegen versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt.

Die burgenländische Polizei sucht weiter nach einem zweiten mutmaßlich manipulierten Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll. Bisher blieb die Suche erfolglos und auch gezielte Ansprachen von Familien mit Kleinkindern aus der Umgebung führten nicht zum Erfolg.

Internationale Dimension

In Deutschland ermitteln die Behörden wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers Hipp. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden bisher insgesamt fünf manipulierte Gläser vor dem Verzehr sichergestellt. Konkret betroffen ist der Artikel „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel“ von Hipp in der 190-Gramm-Variante. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.

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