von ih 23.04.2026 14:35 Uhr

Wirtschaft fordert rasche Senkung der Lohnnebenkosten

Mit einem gemeinsamen Vorstoß erhöhen die Wirtschaftskammern den Druck auf die Politik: In einem offenen Brief an Finanzminister Markus Marterbauer fordern die Präsidenten aller Landeskammern sowie die Wirtschaftskammer Österreich eine spürbare Senkung der Lohnnebenkosten. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Bild: APA

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage sehen viele Betriebe ihre Kosten zunehmend außer Kontrolle. Besonders die im internationalen Vergleich hohen Lohnnebenkosten gelten als zentrales Problem. „Sie sind ein klarer Wettbewerbsnachteil und gefährden Investitionen, Wachstum und Beschäftigung“, betont Barbara Thaler.

Ein wesentlicher Kritikpunkt: Von den gesamten Arbeitskosten komme nur etwas mehr als die Hälfte tatsächlich bei den Beschäftigten an. Dies verdeutliche die hohe Belastung von Arbeit in Österreich. Laut Thaler brauche es daher „entschlossenes Handeln“, um Arbeitsplätze zu sichern.

Gleichzeitig kündigen die Wirtschaftskammern eigene Entlastungsmaßnahmen an. Bis 2030 sollen Unternehmen um insgesamt 100 Millionen Euro entlastet werden, vor allem durch eine schrittweise Senkung der Kammerumlage 2. Das entspricht einer Reduktion von über 20 Prozent. Die Botschaft an die Politik ist klar: Die Wirtschaft geht voran – nun sei die Regierung gefordert, nachzuziehen und den Standort Österreich nachhaltig zu stärken.

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