von ih 23.04.2026 15:11 Uhr

Über 17.000 Südtiroler gegen Gratis-Wohnungen für Ausländer

Die Volks-Umfrage der Süd-Tiroler Freiheit zum Thema Gratis-Wohnungen für Ausländer ist laut Angaben von Sven Knoll „ein Erfolg auf ganzer Linie“. Insgesamt beteiligten sich 18.346 Menschen aus ganz Südtirol an der Befragung.

94 Gemeinden werden zur Aufnahme von ausländischen Familien gezwungen und das Land bezahlt die Mieten. Dies geschieht auf Initiative von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP). - Fotomontage: UT24.

Ein klares Ergebnis

Die Umfrage, die ausdrücklich nicht als offizielle Abstimmung, sondern als Willensbekundung gedacht war, zeigt ein klares Ergebnis:

96,87 Prozent der Teilnehmer (17.771 Personen) lehnen Gratis-Wohnungen für Ausländer ab. 2,9 Prozent (532 Personen) sprechen sich dafür aus, während 0,23 Prozent (43 Personen) unentschlossen sind oder keine Angabe machten.

Die Süd-Tiroler Freiheit betont, dass die Volks-Umfrage mit einer Unterschriftensammlung oder Online-Petition vergleichbar sei und dazu diene, eine Stimmungslage in der Bevölkerung aufzuzeigen. „Und die Stimmung ist eindeutig“, heißt es von der STF.

Mehrfachabstimmungen herausgefiltert

Auffällig sei die Entwicklung in den letzten Tagen der Befragung gewesen. Innerhalb kurzer Zeit seien tausende Mehrfachabstimmungen eingegangen, offenbar mit dem Ziel, die Zustimmung zu Gratis-Wohnungen künstlich zu erhöhen.

Laut der Süd-Tiroler Freiheit wurden jedoch sämtliche Mehrfachabstimmungen – sowohl für „Ja“ als auch für „Nein“ – vom System erkannt und entfernt.

Forderung: „Projekt stoppen!“

Die Ergebnisse wertet die politische Bewegung als klares Signal an die Südtiroler Landesregierung sowie an die zuständige Landesrätin Rosmarie Pamer (SVP). Man fordert ein Ende der entsprechenden Pläne.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll erklärt dazu: „Es ist nicht vermittelbar, warum Ausländerfamilien Gratis-Wohnungen bekommen sollen – daran ändert auch eine minimale Kostenbeteiligung nichts –, während Tausende Einheimische sich das Wohnen in Südtirol nicht mehr leisten können.“

Kritik und offene Fragen

Kritisch sieht die Süd-Tiroler Freiheit auch zahlreiche ungeklärte Fragen rund um das Pamer-Projekt. So sei unklar, was mit jenen Ausländern geschehe, die bereits eine Arbeit etwa in Bozen haben, ob sie diese aufgeben müssten oder wie mit Personen umgegangen werde, die nicht umziehen wollen. Ebenso bleibe offen, woher die benötigten Wohnungen kommen sollen, wenn bereits viele Einheimische Schwierigkeiten hätten, Wohnraum zu finden.

Auch die langfristigen Folgen seien ungeklärt: „Was passiert nach zwei Jahren, wenn das Projekt ausläuft? Werden die Ausländer dann aus den Wohnungen und dem sozialen Umfeld geworfen?“, wird gefragt. Zudem stelle sich die Frage, wie arbeits- und mittellose Personen eine Kostenbeteiligung leisten sollen.

Abschließend warnt Sven Knoll unter anderem vor finanziellen Folgen: „Am Ende zahlt der Steuerzahler! Eine Politik, die Wohnraum praktisch kostenlos an Ausländer vergibt und gleichzeitig Unterstützungsmaßnahmen für Einheimische wie das Pendlergeld kürzt, ist nicht tragbar!“

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite