„Schwefelbad“ nicht als Obdachlosenunterkunft vorgesehen

Kein Bedarf an neuen Strukturen
Zur Begründung verweist Ulli Mair unter anderem auf die derzeitige Situation bei den Notunterkünften. Nach der kürzlich erfolgten Schließung der Einrichtung „Ex-Alimarket“ bestehe kein Bedarf an vergleichbaren neuen Strukturen. Zudem sei das Gebäude für eine solche Nutzung ungeeignet.
Bereits bis Ende 2021 war das „Schwefelbad“ als Unterkunft für Flüchtlinge in Betrieb, musste jedoch wegen statischer und hygienischer Mängel geschlossen werden. Eine rasche Wiederinbetriebnahme sei daher unrealistisch.
Kritisch äußerte sich die freiheitliche Landesrätin auch zur öffentlichen Diskussion rund um obdachlose Menschen. Die häufig verwendete Bezeichnung „obdachlose Arbeiter“ sei irreführend, da im „Ex-Alimarket“ nur ein kleiner Teil der untergebrachten Personen tatsächlich berufstätig gewesen sei.
So soll das Areal genutzt werden
Stattdessen verfolgt das Land Südtirol andere Pläne für das Areal. In Abstimmung mit der Gemeinde Bozen soll das Gelände künftig für den gemeinnützigen Mietwohnungsbau genutzt werden. Dabei liege der Fokus auf leistbarem Wohnraum für Angestellte, ähnlich einem derzeit laufenden Projekt in Brixen.
Eine endgültige Entscheidung über die konkrete Umsetzung steht zwar noch aus, doch das Ziel ist klar: Gemeinsam mit einem geeigneten Partner soll eine nachhaltige und langfristig tragfähige Nutzung des Areals sichergestellt werden.






