Rekordzahl an Zivilinvaliden in Südtirol

Besonders deutlich zeigt sich der Zuwachs bei schwer Betroffenen: Die Zahl der Vollinvaliden (100 Prozent Invalidität) stieg um über vier Prozent auf 8.447 Personen. Gleichzeitig nahm auch die Zahl junger Betroffener zu – bei den 0- bis 24-Jährigen wurde ein Plus von 5,5 Prozent verzeichnet.
Ein leichter Rückgang wurde hingegen bei Vollinvaliden mit Begleitgeld festgestellt. Als möglicher Grund gilt, dass Betroffene zunehmend Pflegegeld beantragen, das je nach Bedarf höher ausfallen kann.
Viele sind arbeitslos
Auch am Arbeitsmarkt bleibt die Situation angespannt: Rund 38 Prozent der Zivilinvaliden im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos. Die Zahl jener, die Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung suchen, ist weiter gestiegen.
Deutlich zugenommen hat zudem die Zahl der Menschen mit anerkannter Behinderung nach Gesetz 104/92. Sie stieg um mehr als sieben Prozent auf knapp 19.900 Personen – ein Hinweis auf den wachsenden Pflegebedarf in einer älter werdenden Gesellschaft.
Die Vereinigung der Zivilinvaliden (ANMIC Südtirol) sieht in den Zahlen sowohl eine bessere Information der Bevölkerung als auch einen steigenden Unterstützungsbedarf. Sie fordert daher einen weiteren Ausbau von Hilfsleistungen und gezielte Maßnahmen zur finanziellen Entlastung Betroffener.






