von mmh 14.04.2026 13:04 Uhr

SVP wirft STF „Spaltung der Gesellschaft“ vor

Die geplante Verteilung von 94 Flüchtlingsfamilien auf Südtiroler Gemeinden sorgt für politische Diskussionen. Die soziale Mitte der Südtiroler Volkspartei (SVP) übt in einer aktuellen Stellungnahme deutliche Kritik an Aussagen der Oppositionspartei Süd-Tiroler Freiheit.

Gabi Morandell(Bild: SVP)

In der Mitteilung wirft die SVP der Süd-Tiroler Freiheit vor, das Thema bewusst zugespitzt darzustellen und damit zur Verunsicherung in der Bevölkerung beizutragen. Statt sachlicher Lösungsansätze werde auf Polarisierung gesetzt.

Kritik an Darstellung der Situation

Die Vorsitzende der sozialen Mitte, Gabi Morandell, betont, dass es sich bei den betroffenen Personen um 94 Familien mit dauerhaftem Bleiberecht handle. Diese seien bereits in Südtirol ansässig, teilweise berufstätig und hätten Anspruch auf eine menschenwürdige Unterbringung.

Laut der Stellungnahme lebten viele dieser Familien derzeit getrennt und unter schwierigen Bedingungen. Ziel des Projekts sei es daher, die Situation zu verbessern und gleichzeitig eine geordnete Verteilung auf mehrere Gemeinden zu ermöglichen.

Projekt zur Entlastung einzelner Gemeinden

Die soziale Mitte hebt hervor, dass durch die Maßnahme keine Einheimischen in sozialen Notlagen benachteiligt würden. Weder gehe Wohnraum verloren, noch würden Einheimische in Ranglisten zurückgestuft. Zudem beteiligten sich die Familien finanziell am Integrationsprojekt und seien an klare Integrationspflichten gebunden.

Das Vorhaben sei bereits im Oktober 2025 gemeinsam mit Gemeinden und dem Gemeindenverband beschlossen worden. Es solle unter anderem dazu beitragen, die Belastung einzelner Gemeinden – insbesondere von Bozen – zu verringern.

Abschließend betont die soziale Mitte der SVP, dass Integration nur durch geordnete und faire Lösungen gelingen könne. Aussagen, die funktionierende Ansätze infrage stellten, würden hingegen nicht im Interesse des Landes liegen.

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