Ab 2027 ist Schluss: Österreich stellt auf digitale Vignette um

2026 ist demnach das letzte Jahr, in dem die Klebevignette noch erhältlich ist. Sie wird in diesem Jahr in roter Farbe ausgegeben. Ab Januar 2027 soll ausschließlich die digitale Vignette gültig sein.
Vorsicht vor gefälschten Webseiten
Bereits jetzt rät das EVZ, digitale Vignetten ausschließlich über die offizielle Plattform der ASFINAG zu erwerben. Hintergrund sind bereits gemeldete gefälschte Internetseiten, die ungültige Vignetten verkaufen. Betroffene riskieren dabei nicht nur ein ungültiges Produkt, sondern auch zusätzliche Strafen.
Seit Januar 2023 sind beim EVZ Italien über 2.400 Anfragen zum Thema Maut in Österreich eingegangen. Laut den Beratern besteht weiterhin große Verunsicherung bei Autofahrern.
Höhere Kosten und strengere Kontrolle
Neben der Umstellung auf die digitale Vignette wurden auch Preise angepasst. Zudem wurde die Ersatzmaut bei fehlender oder falsch angebrachter Vignette von 120 Euro auf 200 Euro erhöht. Bereits das bloße Ablegen der Vignette am Armaturenbrett statt der korrekten Anbringung an der Windschutzscheibe kann teuer werden.
Die Vignette muss vor der Einreise nach Österreich erworben werden, da ein nachträglicher Kauf nicht rückwirkend gültig ist. Das österreichische Recht sieht keine Kulanzregelung vor.
Wichtige Strecken und Sondermauten
Das EVZ weist zudem auf häufige Fehler bei der Routenplanung hin. So gilt etwa bei der Durchfahrt durch die Schweiz nach Deutschland eine besondere Regelung: Für einen Abschnitt der Strecke ist eine Vignette erforderlich, die bereits auf Schweizer Staatsgebiet online gekauft werden muss.
Auch auf der Brennerautobahn A13 gilt eine Sondermaut, die zusätzlich zur Vignette zu bezahlen ist. Diese kann online oder an der Mautstelle beglichen werden. Ab der Ausfahrt Innsbruck Süd ist wiederum eine gültige Vignette erforderlich.
Am Grenzübergang Tarvis muss die Vignette bereits auf italienischem Staatsgebiet vorhanden sein.
Weitere kostenpflichtige Strecken gibt es etwa bei den Bosruck- und Gleinalmtunneln. Hier kann die App „Flexi“ genutzt werden, bei der die Zusatzmaut automatisch abgerechnet wird. Die Vignettenpflicht bleibt jedoch bestehen.
Telepass und mögliche Kosten bis 900 Euro
Auch beim europäischen Telepass kommt es laut EVZ zu Missverständnissen. Zwar kann dieser für mehrere Länder aktiviert werden, jedoch sind viele Sondermautstrecken in Österreich nicht abgedeckt.
Fehler im Zusammenhang mit Vignette oder Maut können teuer werden: Innerhalb eines Monats können bis zu drei Zahlungsaufforderungen von insgesamt bis zu 600 Euro entstehen. Werden diese nicht beglichen, können zusätzlich Verwaltungsstrafen folgen, die insgesamt bis zu 900 Euro betragen können.
Das EVZ stellt zudem eine aktualisierte Informationsseite mit weiteren Details zur Verfügung.






