von mmh 22.01.2026 18:04 Uhr

Hochspannungsprojekt im Eisacktal: Gemeinden in Bozen umfassend informiert

Im Eisacktal nimmt das Großprojekt zur Reorganisation der Hochspannungsleitungen weiter Form an. Am 22. Jänner lud Energielandesrat Peter Brunner zu einem Informations- und Austauschtreffen ins Landhaus 1 in Bozen. Ziel war es, die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden über den aktuellen Stand des Projekts und die nächsten Schritte zu informieren.

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Teilgenommen haben Vertreter der Gemeinden Natz-Schabs, Brixen, Barbian, Lajen, Karneid, Freienfeld, Vahrn, Villnöß, Klausen, Waidbruck, Kastelruth, Ritten, Völs am Schlern, Franzensfeste und Villanders. Besonders im Fokus standen dabei auch neu gewählte Bürgermeister, die erstmals umfassend über das Projekt informiert wurden.

Stand des Genehmigungsverfahrens

Vertreter des staatlichen Hochspannungsnetzbetreibers Terna erläuterten bei dem Treffen die bisherigen Schritte des Genehmigungsverfahrens und den jeweiligen Planungsstand in den einzelnen Gemeinden. Energielandesrat Brunner dankte Terna ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit.

Bereits Ende Oktober 2025 hatte die staatliche Kommission zur Umweltverträglichkeitsprüfung das Hochspannungsprojekt im Eisacktal genehmigt. Noch ausständig ist jedoch die Zustimmung zum sogenannten PTO (Piano tecnico delle opere) durch die abschließende Dienststellenkonferenz. Erst danach gilt das Projekt als endgültig vom Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit genehmigt. Die Landesregierung hat laut Brunner bereits beim zuständigen Ministerium interveniert, um das Verfahren voranzubringen.

Zeitplan und Auswirkungen auf die Bevölkerung

Verzögerungen im nationalen Genehmigungsverfahren seien laut Ressortdirektor Alexander Gruber leider nicht beeinflussbar. Zusätzlich wirke sich auch die verschobene Fertigstellung des Brenner Basistunnel auf den Zeitplan aus. Der Zeitdruck für den Bau der neuen Hochspannungstrasse, die künftig den BBT mit Strom versorgen soll, habe sich dadurch etwas reduziert. Positiv daran sei, dass mehr Zeit bleibe, um auf die Anliegen der lokalen Bevölkerung einzugehen.

Die endgültige Genehmigung des Projekts wird derzeit für den Sommer 2026 erwartet. Danach soll Terna mit der detaillierten Ausführungsplanung beginnen. In diesem Zuge werden gemeinsam mit den Eigentümern der betroffenen Flächen die genauen Standorte der Strommasten festgelegt sowie Fragen zu Entschädigungen und Servituten geklärt, wie Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, erklärte.

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