von lif 21.10.2025 18:22 Uhr

Zwischen Wein, Schlachtplatten und Kastanien

In Südtirols pflegen wir im Herbst eine besondere Tradition: das Törggelen. Wir begleiten diesen alte Brauch, erklären Herkunft sowie typische Gerichte lassen Menschen zu Wort kommen, die verraten, was ihnen dabei besonders wichtig ist.

Törggelen Knödel Sauerkraut Hauswurst Blutwurst (Bild: UT24/su)

Das Wort „Törggelen“ stammt von der Weinpresse („Torggl“) im Bauernkeller ab. Dieses wurde wiederum vom lateinischen „torquere“, also „pressen/drehen“ abgeleitet.  

Der Brauch entstand dort, wo Weinbau und Kastanien‐Wälder zusammenliegen, also entlang der Südtiroler Weinstraße und im Eisacktal.  Ursprünglich war es ein Dankeschön an Helfer nach der Ernte, heute ist es ein Genuss- und Geselligkeitsritual im Herbst. Die Törggelezeit beginnt Anfang Oktober und reicht bis Mitte November.  Wir sind also mittendrinn. 

Was gehört zum Törggelen?

Bei einem Törggelen-Abend darf folgendes nicht fehlen:

  • Der neue Wein oder Traubenmost (z. B. „Suser“ oder „Nuier“) 
  • Geröstete Kastanien, also die „Keschtn“, die typischerweise nach dem Essen auf den Tisch kommen.  
  • Herzhaftes Essen: Dazu zählen Gerstensuppe, Knödel, Schlutzkrapfen, Speck, Hauswürste, Sauerkraut und Schlachtplatten.  
  • Die Geselligkeit

Viele kombinieren das Törggelen mit einer Herbstwanderung  und schließen diese mit dem Essen in einer urigen Stube, begleitet mit dem Suser, den Keschtn sowie einer Schlachtplatte, ab. „Das Rezept für Glück in Südtirols Herbst ist Wein, Kastanien, frische Luft und Sonne“, schreibt ein Leser.

Was darf beim Törggelen nicht fehlen? - Einige Stimmen

  • „Für mich gehört ist der Suser ein absolutes Must-Have, ohne den nenn ich es gar nicht Törggelen.“
  • „Wenn der Duft der Keschtn durch die Stube zieht, ist das für mich pure Herbststimmung. Diese dürfen nicht fehlen!“
  • „Ich brauch unbedingt eine kräftige Suppe und ein Glas Wein. Dann ist es für mich das perfekte Törggelen.“
  • „Das Schönste am Törggelen ist die Gemütlichkeit mit Freunden, wenn man lacht, isst und einfach beisammen ist.“
  • „Ich freue mich immer am meisten auf die Krapfen zum Schluss.“
  • „Ohne Sauerkraut und einer Blut- oder Hauswurst, bin ich nicht zufrieden!“

Tipps für Genießer

  • Frühzeitig reservieren: Viele Buschenschänken sind klein und schnell ausgebucht.
  • Mit Wanderung kombinieren: Bewegung macht Appetit und das Essen schmeckt doppelt gut.
  • Weinwahl: Laut Weinexperten passen junge Weißweine gut zu Suppen und Knödeln, während kräftige Rotweine perfekt zu Schlachtplatten harmonieren.
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