Islamische Feiertage in Deutschland erstmals im Gesetz verankert

Zwei Tage frei für Muslime
Der Vertrag sieht vor, dass Schüler, Beamte und Beschäftigte an diesen Tagen schulfrei oder arbeitsfrei haben können. „Die religiöse Praxis wird damit anerkannt und respektiert“, heißt es aus dem zuständigen Bildungs- und Kulturministerium. Damit werden islamische Feiertage erstmals offiziell in das Sonn- und Feiertagsgesetz sowie ins Schulgesetz aufgenommen.
Neben den Feiertagen regelt der Vertrag auch weitere Punkte: Der Verband erhält das Recht, eigene Bildungs- und Kultureinrichtungen zu betreiben und Imame auszubilden. Langfristig ist zudem die Einführung eines ordentlichen Schulfachs Islamische Religion vorgesehen.
„Wichtiges Zeichen der Anerkennung“
Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) sprach von einem „wichtigen Zeichen der Anerkennung und Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften“. Muslime seien längst ein fester Teil der Gesellschaft, so Stenke.
Hintergrund
In Deutschland leben nach Angaben des Innenministeriums rund 5,6 Millionen Muslime, organisiert in etwa 2.600 Vereinen. Schleswig-Holstein ist eines der ersten Bundesländer, das islamische Feiertage offiziell anerkennt.






