„Vinschgerstraße stößt an ihre Grenzen“

Wie Alfreider gegenüber UT24 betont, war der Hauptgrund für den Bau die Verkehrssicherheit. Der Kreisverkehr habe hier bereits deutliche Verbesserungen gebracht, insbesondere für die Ein- und Ausfahrt in das Dorf Partschins. Auch der Verkehr fließe im Vergleich zur früheren Ampelanlage wesentlich flüssiger, sagt er. Positiv wirke sich zudem die neue Radunterführung aus, da Radfahrer nicht mehr die stark befahrene Staatsstraße queren müssen.
Anpassungen noch geplant
Ganz abgeschlossen seien die Arbeiten jedoch nicht. Wie der Mobilitätslandesrat erklärt, wird die alte Ampelanlage zurückgebaut und die Mittelinsel im Bereich des ehemaligen Radübergangs auf der Töll umgestaltet. Darüber hinaus plant die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt ein weiteres Baulos: Eine neue Etschbrücke und ein Radwegabschnitt entlang der LS52 sollen entstehen.
Trotzdem werde es auch künftig an besonders verkehrsstarken Tagen zu Rückstaus kommen, räumt der Landesrat ein. Der Grund: Die Vinschgerstraße sei als zweispurige Verbindung bei den aktuellen Verkehrszahlen schlicht an ihrer Kapazitätsgrenze. Auch von Meran kommend stauen sich die Fahrzeuge bereits bei Forst, da die vierspurige MEBO deutlich mehr Verkehr aufnehmen kann als die schmalere Vinschgerstraße.
Blick in die Zukunft
Als längerfristige Lösung nennt Alfreider vor allem die geplante Umfahrung von Rabland, die das Dorf vom Durchzugsverkehr entlasten soll. Derzeit werde dafür der Bauleitplan angepasst, anschließend startet die konkrete Planung. Ein entscheidender Schritt sei zudem die Stärkung des öffentlichen Verkehrs. Mit der Elektrifizierung der Vinschgerbahn und neuen Fahrplänen werde die Bahn für Pendler deutlich attraktiver. In weiterer Zukunft sei auch der zweigleisige Ausbau der Strecke Meran–Bozen vorgesehen. Dieser würde für kürzere Fahrzeiten sorgen und den Vinschgau besser an Bozen und den Rest Südtirols anbinden, so Daniel Alfreider.






