von ih 03.12.2024 15:49 Uhr

Bozen: Festnahme von Wirtschaftsberater wird Politikum

Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit fordert eine lückenlose Aufklärung im Skandal um den Bozner Wirtschaftsberater Heinz-Peter Hager. Hager, ein enger Vertrauter des Immobilienunternehmers René Benko, befindet sich aktuell im Hausarrest, während die Staatsanwaltschaft Trient gegen ihn ermittelt (UT24 berichtete). Als Mitglied des SVP-Spendenkomitees war Hager zudem in politische Entscheidungsprozesse involviert, was die Frage nach einer möglichen Einflussnahme aufwirft.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll fordert nach der Festnahme von Heinz-Peter Hager eine lückenlose Aufklärung.

„Wer nichts zu verbergen hat, handelt nicht so“

Sven Knoll kritisiert scharf, dass die Südtiroler Volkspartei (SVP) wiederholt Versuche blockiert habe, Transparenz herzustellen. Bereits im Untersuchungsausschuss zum SVP-Spenden-Skandal sei es nicht gelungen, wesentliche Zeugen zu hören.

„Wer nichts zu verbergen hat, handelt nicht so“, meint Knoll. Er fordert Landeshauptmann Arno Kompatscher auf, sich öffentlich zu den Vorwürfen zu äußern und Klarheit über die Verbindungen zwischen der SVP, Hager und Benko zu schaffen.

Gründliche Aufklärung im Landtag

Der Skandal wirft laut Knoll ein alarmierendes Licht auf die engen Verflechtungen zwischen wirtschaftlichen Interessen und politischen Entscheidungen in Südtirol. „Es darf nicht sein, dass persönliche oder parteipolitische Interessen die Integrität der öffentlichen Institutionen gefährden“, betonte er.

Die Süd-Tiroler Freiheit wolle sich nun dafür einsetzen, dass der Fall Hager und die SVP-Spendenaffäre gründlich im Landtag untersucht werden. Einschüchterungsversuche oder rechtliche Schritte würden sie davon nicht abhalten, so Knoll.

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