von hz 13.05.2022 17:05 Uhr

„Julia Unterberger hat sich vor eigener Partei blamiert“

Während Senatorin Unterberger ihre Zustimmung zum jährlich am 26. Jänner geplanten und äußerst umstrittenen Alpini-Gedenktag in sozialen Netzwerken vehement verteidigt, haben sich Südtirols Landeshauptmann und die SVP bei der jüngsten Debatte im Landtag einhellig von der Wahl dieses Datums distanziert. Die Freiheitlichen üben deshalb Kritik an Unterberger.

Foto: SVP-Senatorin Julia Unterberger

Mit dem Datum des 26. Jänner wollten die Alpini an die „Schlacht von Nikolajewka“ erinnern, in der Alpinieinheiten im Jahr 1943 zusammen mit Hitler-Soldaten auf dem Gebiet des heutigen Don-Bass beim Überfall auf die Sowjetunion kämpften, heißt es in einer Aussendung der Freiheitlichen. Inzwischen haben sich neben Staatspräsident Mattarella auch viele aktive und ehemalige Alpini-Offiziere vom geplanten Gedenktag distanziert.

Wenigstens hat nun die SVP im Südtiroler Landtag klare Worte gegen den bedenklichen Nikolajewka-Gedenktag gefunden und sich von der Wahl des Datums distanziert. Im Gegensatz zu den Südtiroler Senatoren, die in Rom der Einführung dieses Gedenktages zugestimmt haben und sich bis heute nicht dazu erklärt und entschuldigt haben. Anstatt Einsicht zu zeigen, hat Senatorin Unterberger in sozialen Netzwerken die Wahl des nazifaschistisch belasteten Datums völlig herunterspielt, ihre Zustimmung verteidigt und auch noch versucht, jene Jugendlichen zu beleidigen, die in Südtirol das Stimmverhalten der Senatorin kritisiert haben. Mit der klaren Stellungnahme der SVP hat sich Julia Unterberger mit ihrer inakzeptablen Position nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im Südtiroler Landtag und vor der eigenen Partei blamiert“, so F-Obmann Andreas Leiter Reber.

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