von ih 13.02.2020 08:59 Uhr

SKJ spricht über Gender und homosexuelle Priester

Die Mitglieder des Hauptausschusses von Südtirols Katholischer Jugend (SKJ) haben sich am Wochenende zu einer Klausur getroffen. Dabei wurde neben dem Programm für das nächste Arbeitsjahr auch über die Firmung 16+, Gender und Homosexuellenpastoral gesprochen.

Zusammen wurde am Programm für das nächste Arbeitsjahr gearbeitet. - Foto: Südtirols Katholische Jugend

Die Mitglieder des Hauptausschusses tauschten sich über den neuen Firmweg aus. Dabei gehe es darum Jugendliche im Glauben zu bestärken, zu begleiten und ihnen den Glauben näherzubringen. „Die Begleitung beginnt vor der Firmung und geht darüber hinaus noch weiter. Davon sind wir als Südtirols Katholische Jugend überzeugt“, erklärt Simon Klotzner, erster Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend und meint weiter: „Aus diesem Grund möchten wir erster Ansprechpartner, für die Arbeit mit Jugendlichen, in den Pfarreien sein und verschiedene Angebote auf den Weg bis zur Firmung anbieten.“

Das Thema Gender wurde gemeinsam mit Barbara Fontes, Mitarbeiterin der Katholischen Jungschar Südtirols genauer angesehen. Dabei ging es zuerst darum den Begriff Gender genau zu definieren. Es wurden auch Themen wie Gender Pay Gap, dem geschlechterspezifischen Lohngefälle oder die geschlechtergerechte Sprache angesprochen. „Uns ist es wichtig, dass wir das Thema Gender in unserem Verein ansprechen und gemeinsam versuchen an der Gleichbehandlung aller Menschen zu arbeiten“, betont Simon Klotzner. Aus diesem Grund wird man innerhalb des Vereines eine Person als Genderbeauftrage ernennen. Diese Person wird die Mitglieder des Hauptausschusses immer auf dem Laufenden halten und verschiedene Inputs zu diesem Thema geben.

Brücken können gebaut werden

Zusammen mit Johanna Brunner, Leiterin des Amtes für Ehe und Familie in der Diözese Bozen-Brixen wurde über das Thema Homosexuellenpastoral geredet. Dabei wurde unter anderem über Homosexualität im Katechismus der Katholischen Kirche, biblische Grundlagen und rechtliche Grundlagen gesprochen. Alle waren sich einig, dass durch persönliche Begegnung Brücken gebaut werden können. „Dieses Austauschen und Kontakte knüpfen kann eine Aufgabe von Südtirols Katholischer Jugend sein“, meint Simon Klotzner und erklärt weiter: „Unser Ansatz soll sein darüber nachzudenken, wie Jesus handelt würde und uns immer daran zu erinnern, dass Jesus den Menschen so liebt, egal welchen Geschlechts.“

Am Nachmittag wurde gemeinsam das Jahresprogramm für das nächste Arbeitsjahr geplant. Traditionelle Veranstaltungen wie die Bezirkstreffen, die Adventskalenderaktion, die Fahrten zu den Taizétreffen nach Turin und Frankreich sind auf dem Programm zu finden. Aber auch neue Veranstaltungen wie eine Nacht der 1000 Lichter, in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Chöreverband, eine Zukunftswerkstatt, eine Fastenaktion und ein Diözesaner Jugendtag sollen organisiert werden.

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  1. Diandl
    13.02.2020

    Die nächsten, die auf den Zug aufspringen!
    Zuvor hatten die Katholischen Weiberleut’ (kfb) ein gegendertes Gebet präsentiert: “Lieber Gott, der du unser Vater und unser Mutter bist,…” Damit wollen die engagierten Frauen wohl die letzten Kirchgänger aus der Kirche vertreiben.
    Wenn Gott zugleich Vater und Mutter wäre, warum hat er sich dann Maria als Frau ausgesucht, die seinen Sohn gebären sollte? Hätte er ja selber machen können. Und hat Jesus seinen Vater je als “Mutter” angerufen? Das nur als Gedankenimpuls für die SKJ.
    „Unser Ansatz soll sein darüber nachzudenken, wie Jesus handelt würde und uns immer daran zu erinnern, dass Jesus den Menschen so liebt, egal welchen Geschlechts.“ (Zitat Simon Klotzner). Ganz einfach: Jesus liebt den Sünder, aber nicht die Sünde. Ob etwas gut oder falsch ist, dazu hat Jesus immer klare Worte.

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