Nachtigall-Schlägerei nur erfunden? Security-Chef im UT24-Gespräch

Dass es besagte Attacke auf einen jungen Südtiroler tatsächlich gegeben habe, von der UT24 nach dem Gespräch mit einem vermeintlichen Gewaltopfer berichtete, will STS-Chef Marco Buraschi zwar nicht vollkommen ausschließen. Seine Mitarbeiter hätten davon allerdings nichts mitbekommen. So hätten sie um 04.10 Uhr Feierabend gemacht und bis dahin sei definitiv nichts Größeres passiert.
„Ein Mitarbeiter von uns hat nach Ende des Dienstes lediglich kurz ein Mädchen zum Auto begleitet, weil es sich in der Nacht unsicher gefühlt hat und alleine unterwegs war. Von einer Schlägerei wissen wir aber nichts“, so Buraschi im Gespräch mit UT24.
Laut Security kein Gewaltproblem in Diskothek
Auch in der vergangenen Zeit sei es in der Diskothek Nachtigall zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen, die dem Security-Chef bekannt wären: „Dass Rangeleien mal stattfinden und betrunkene Leute in einem Nachtlokal unterwegs sind, wissen wir. Ansonsten würde es uns ja nicht brauchen. Insgesamt muss ich aber sagen, dass es ein ruhiges Lokal ist, das auch gut besucht wird“, erzählt Buraschi.
Der Security-Chef gibt aber durchaus zu, dass sich Schlägereien und kriminelle Handlungen in den allerseltesten Fällen innerhalb von Nachtlokalen abspielen. So seien dem Sicherheitspersonal teilweise die Hände gebunden, wenn sich vor der Tür eines Lokals etwas Derartiges abspielt.
„Wenn jemand schon draußen ist, kannst du ihn natürlich nicht mehr rausschmeißen. Was wir natürlich schon machen können, ist, einen solchen Störer dann gar nicht ins Lokal zu lassen. Aber solange die Carabinieri nicht vor Ort sind, können wir hier nur wenig tun. Und die lassen oft auf sich warten“, erklärt Buraschi die Problematik.
Gewaltopfer nimmt Behauptung zurück, aber..
Auf erneute Nachfrage von UT24 bei dem angeblich betroffenen Gewaltopfer nimmt dieser seine ursprüngliche Behauptung, wonach das Security-Personal nicht in die Schlägerei eingeschritten sei, zurück.
„Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ob überhaupt noch Security da war. Gesehen habe ich niemand. Ich bin aber schon davon ausgegangen, dass bei Sperrstunde, während sie die letzten Leute hinauslotsen, noch jemand anwesend ist“, so der junge Einheimische, der sich nach wie vor im Krankenstand befinden soll.
An seiner Version der Geschichte, die er UT24 erzählt hat, hält der Einheimische aber weiter fest. So habe sich die Gewalt-Attacke „keine drei Meter vor der Diskothek“ zwischen 03:30 und 04:00 abgespielt, wie der junge Südtiroler felsenfest behauptet. Also zu einer Zeit, in der laut STS-Chef Buraschi das Sicherheitspersonal theoretisch noch vor Ort gewesen sein müsste.
Ob dem aber tatsächlich so ist und wer nun möglicherweise die Unwahrheit sagt, werden die laufenden Ermittlungen zeigen. Die von den Carabinieri von Klausen beschlagnahmten Aufnahmen der Überwachungskamera dürften dieses Rätsel hoffentlich sehr bald lösen.






