von ih 10.10.2019 15:05 Uhr

„Busse und Hotspots von Selfie-Jägern überrannt“

Eine angemessen bepreiste Mobilität für Touristen sowie Eintrittstickets für die touristischen Hotspots: dies hat das Team Köllensperger in seinem von der SVP abgelehntenBeschlussantrag gefordert.

Pragser Wildsee (Symbolbild) - Foto: LPA

„Wir wollen Qualitätstourismus und auch hohe Preissegmente ansprechen, aber verschenken unsere Mobilität und unsere Sehenswürdigkeiten. Als Folge werden Busse und Hotspots schon länger von Selfie-Jägern aus nah und fern überrannt“, so Paul Köllensperger.

Über mutigere Preisgestaltungen könnten laut Köllensperger hingegen Touristenströme effizienter gelenkt werden. An einigen wenigen touristischen Attraktionspunkten hätten mittlerweile vor allem in der Hochsaison die Instagram-Touristen die in der Nähe lebende Bevölkerung nahezu vergrault. Über die Diagnose, dass das Südtirol-Bild à la Pragser Wildsee nicht jenem Qualitätstourismus entspreche, das aus der IDM-Südtirol-Werbung hervorgehe, sei sich der gesamte Südtiroler Landtag quer über alle Parteigrenzen hinweg einig gewesen.

„Wenn das Fass mancherorts zu den Stoßzeiten fast schon übergelaufen ist, muss als erste Maßnahme der Zufluss gedrosselt werden. Als Instrument haben wir daher die Bepreisung von touristischen Hotspots zusammen mit einem Kontingentierungsschlüssel vorgeschlagen. Dass das kein Allheilmittel ist, ist klar.“ – erklärt Paul Köllensperger. „Bevor aber im Südtiroler Tourismus nicht endlich der Mut Einzug hält, in einem der weltweit begehrtesten Lebensräume im Sinne auch der Bevölkerung die Kontrolle der Ströme wieder in die Hand zu nehmen, braucht es Maßnahmen, die die Exzesse Schritt für Schritt in den Griff kriegen.“

Das Ende einer dem Gast oftmals als Gratismobilität angepriesenen öffentlichen Beförderung und die Einführung von Eintrittstickets zu den öokalen Sehenswürdigkeiten wären laut Köllensperger solche Schritte. Südtirol als einer der weltweit begehrtesten Lebensräume könne es sich nämlich leisten, auch seine Gäste für einen werthaltigeren Tourismus zu motivieren.

Das Team Köllensperger nimmt daher die Ablehnung seines Beschlussantrags zum Qualitätstourismus zur Kenntnis. Gleichzeitig nehme man aber den Landesrat für Tourismus bei seinem Wort, hier in einem größeren Gesamtkonzept zu denken, das er präsentieren wolle.

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  1. Puschtra
    11.10.2019

    Am besten wäre es vom Bahnhof Niederdorf eine Zuglinie zum Pragserwildsee zu machen. Direktes umsteigen, weniger CO2 die die gute Luft verpesstet. Das Pragsertal wird durch Autos fast erwürgt in der Hochsaison!

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