von su 15.05.2019 15:12 Uhr

Der Hilferuf des Renten-Komitees-Südtirol

Der Gründer des Renten-Komitees Südtirol, Meinhard Knollseisen, ersucht die Medien in einer Aussendung wörtlich: „uns zu helfen“. Zusammen mit den Mitbegründern Hannes und Ulrich Mair kämpft Knollseisen gegen die „fatale Altersarmut vieler Rentner in Südtirol“.

Meinhard Knollseisen, Vorsitzender des Renten-Komitees Südtirol

Das Renten-Komitee Südtirol hatte im vorigen Sommer mit einem offenen Brief an den Landeshauptmann Arno Kompatscher für einigen Wirbel gesorgt.

„Wir hatten mit diesem Brief den Finger in eine offene Wunde gelegt und einiges wachgerüttelt. Es war ein lauter Aufschrei der Rentner, wie es die Tageszeitung Dolomiten vom 4. August 2018 auf ihrer Titelseite hervorhob“, schreibt Knollseisen.

Mehr Respekt für die Lebensleistung

Wir fordern von der Politik mehr Respekt, für die Lebensarbeitsleistung tausender Rentner (Frauen und Männer) in Südtirol, so Knollseisen.

Mit einer Protestkundgebung im vorigen Oktober hatten wir medial einen großen Erfolg und es gab uns den Mut weiterzumachen für eine menschenwürdige Unterstützung vieler Rentner zu kämpfen. „Weiters erhielt der Landeshauptmann von uns im vergangenen Februar einen eingeschriebenen Brief mit Vorschlägen. Leider fand er bis heute nicht die Mühe zu antworten“.

Landeshauptmann hat nicht geantwortet

Das Renten-Komitee Südtirol rechnet vor: Laut Landesinstitut für Statistik, beziehen 31.790 Rentner zum Teil weit unter 1000 Euro Rente im Monat. Noch gravierender sind die Ergebnisse laut Jahresbericht 2018 der INSP über die Anzahl und Betrag der in Südtirol ausbezahlten Renten.

Es heißt immer so schön „die Rente ist der Spiegel der Einzahlung“.
Die Realität schaut aber ganz anders aus, weiß das Renten-Komitee-Südtirol. Viele Rentner hatten in den vergangenen fünfzig Jahren genügend eingezahlt um eine Rente zu erhalten, die zum Teil rund 2 Millionen Lire ausmachte, wovon sie gut leben konnten. Und die Wohnungsmieten nachweislich nicht mehr als 500.000 Lire ausmachten.

So darf es nicht weitergehen

Aber dann mit dem Euro, der Inflation und stagnierenden Renten und hohen Mieten, gerieten sie unverschuldet in eine Altersarmut, so Knollseisen. „Sie hatten ihr Leben lang hart als Normalverdiener gearbeitet, wie z.B. als Verkäufer, Reinigungskraft, Lagerarbeiter, Friseure, Bauarbeiter u.s.w., haben Steuern und in die Rentenkasse eingezahlt und schämen sich heute natürlich, Bittsteller beim Sozialamt zu werden, klagt Knollseisen an.
„Es wäre erbärmlich und entwürdigend, dass sich diese alten Menschen beim Sozialamt sich nackig machen sollen“, so Knollseisen weiter. Viele Rentner haben weniger als 100 Euro im Monat zur freien Verfügung. „Es ist einfach beschämend für ein reiches Land wie Südtirol“, urteilt das Renten-Komitee Südtirol.

Auch Mütter, müssen heute mit einer Hungerrente leben.
Geht es nach dem Renten-Komitee Südtirol, dann sollte all den Generationen gedankt werden, die nach dem 2. Weltkrieg, Südtirol wiederaufgebaut haben, die hart gearbeitet haben, die Leistung erbracht haben und mit ihrem Einsatz Südtirol zu dem gemacht haben, wie es heute ist. Sie haben sich jetzt im Alter Respekt und Würde verdient.

Aber die Landesregierung hat sie sträflich in Stich gelassen.

Eine menschenwürdige Unterstützung wäre man Ihnen längst schon schuldig.
Viele sind gezwungen im hohen Alter noch zu arbeiten, weil sie mit 9.000 oder 12.000 Euro im Jahr nicht überleben können. Besonders diejenigen, die noch eine Wohnungsmiete samt Spesen zu bezahlen haben. Beim Ansuchen einer WOBI Sozialwohnung fallen viele Rentner wegen ihrem notgedrungenen Nebenerwerb durch den Rost. Diesen Rentnern wäre mit einen günstigen Wohnraum sehr geholfen.
„Für viele der Rentner (Frauen und Männer) ist das Leben beschwerlich geworden, durch den ständigen finanziellen Druck“, schätzt Knollseisen die aktuelle Lage ein. Sie nehmen zum Teil nicht mehr am öffentlichen Leben teil, weil sie kein Geld dafür haben. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, gab es durch diese Umstände viele Fälle an Suizid.
Es besteht dringend Handlungsbedarf

So darf es nicht mehr weitergehen, bringt Knollseisen die Situation auf den Punkt. „Es ist verantwortungslos und fahrlässig“. Es ist wortwörtlich ein Skandal unserer Gesellschaft, so Knollseisen. „Wir vom Renten-Komitee Südtirol haben in Aussicht gestellt einen Verein zu gründen und werden mit Öffentlichkeitsarbeit, Pressekonferenzen, Rundschreiben und Protestkundgebungen weiter kämpfen, für einen sorglosen Lebensabend jener Menschen die ihr Leben lang gearbeitet haben. Eine menschenwürdige Rente wär für alle möglich, man müsse den Reichtum in unserem Land nur besser verteilen. Anstatt dessen wird der kleine Mann mit IRPEF Steuern seiner kleinen Rente, noch ausgequetscht wie eine Zitrone. Teils hungernd, muß er schauen wie er über die Runden kommt. Der kleine Mann der die SVP einst groß gemacht hat, wendet sich doch heute mit Grausen ab. Die Folgen haben es gezeigt bei den letzten Wahlen. Die Stimmen halbierten sich beim Landeshauptmann Arno Kompatscher als die seines Vorgängers. Durch die nachweislich soziale Ungerechtigkeit in unserem Land werden Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Neid geschürt“.

Auch die Europäische Union ist mehr als reformbedürftig.

Sie hat Schwächen, sie hat Fehler und hat Probleme die korrigiert werden müssen. Europa braucht eine neue Kraft für Neuausrichtung und Erneuerung. Wer das nicht verstanden hat, der lebt in einer falschen Realität. Diese Umstände haben zu einer Massenarmut in verschiedenen Ländern geführt, schreibt der Vorsitzende Knollseisen.

Bei Rentner, Alleinerziehende, Pflegebedürftige und Behinderte wurde einfach nur weggeschaut, stattdessen sorgte man für eine unkontrollierte Invasion an Migranten und für deren Wohlergehen. Sie werden fünf Jahre lang durchgefüttert, damit sie dann als „Einheimische“ sofort eine Sozialwohnung erhalten.

Für diese katastrophale Fehlentwicklung können wir gegensteuern, wenn wir am 26. Mai andere Politiker wählen, um diesen Linken und deren Helfeshelfern einen Denkzettel zu verpassen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

In Würde leben heißt, dass man von niemanden unter Druck gesetzt wird.
Die politische Gesellschaft müsste eigentlich beseelt sein, dass jeder in Würde leben kann.

Es braucht mehr Wohlergehen für ältere Menschen.

Deshalb fordern wir als finanzielle Unterstützung, ein Landes-Seniorengeld aus dem Landeshaushalt, das als Mietbeitrag, Wohnnebenkosten oder Heizungspauschale ausbezahlt werden kann. Somit sollen Rentner unangenehme Rückzahlungen seitens der INSP erspart bleiben.

Landes-Seniorengeld auch für Frauen, welchen Beitragsjahre fehlen

Das Landes-Seniorengeld sollte vor allem an jene ausbezahlt werden, die in die Rentenkasse einzahlten und heute Renten unter oder um die 1.000 Euro erhalten, verlangt Knollseisen. Auch Mütter, weil sie Kinder hatten und deshalb Beitragsjahre fehlen, sollen das Landes-Seniorengeld erhalten. Arbeitsverweigerer und Schwarzarbeiter die kaum in die Rentenkasse einzahlten, können sich an den Sozialdienst wenden.

Das Landes-Seniorengeld kann in zwei oder 3 Staffeln ausbezahlt werden, dass, gemessen an Einkommen- und Vermögensverhältnissen, letztlich der Rentner monatlich ein Landes-Seniorengeld erhält, mit dem er inklusive Rente auf monatlich verfügbare 1.400 Euro kommt. Abzüglich der Wohnungsmiete samt Spesen, bleiben zumindest dem Rentner 400 bis 500 Euro zum Leben.

Das Landes-Seniorengeld soll nicht den Charakter einer Rente haben, verlangt das Renten-Komitee Südtirol, sondern als Landesunterstützung im Bereich der Familien- und Sozialmaßnahmen den Rentnern ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, so der Vorsitzende.

„Weiters fordern wir, dass unsere Parlamentarier sich in Rom für ein eigenes Renteninstitut in Südtirol einsetzen, damit das Land die besseren Möglichkeiten hat, die Renten zu erhöhen“, so Knollseisen

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