von fe 15.03.2019 10:06 Uhr

Kronplatz: Urlauber bringen Kind und sich selbst in Lebensgefahr

Lawinenunfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen in Skigebieten. Wie einige Wintersportler dieses Risiko unterschätzen, macht ein Vorfall am Kronplatz deutlich.

Foto: Privat

Fünf Lawinentote sind in Südtirol durchschnittlich pro Saison zu beklagen. Heuer sind es bislang drei. Wie leichtfertig manche Wintersportler mit den Gefahren abseits der Piste umgehen, zeigt eine Episode, die sich so jüngst am Kronplatz zugetragen hat.

Zwei Urlauber, die ein Mädchen im Grundschulalter dabei hatten, ignorierten dort mutwillig ein Lawinenwarnschild. Von einem Einheimischen darauf angesprochen, gaben die Wintersportler außerdem zu, keine Lawinenausrüstung dabei zu haben.

Am Kronplatz machte ein Einheimischer die Urlauber auf die Gefahr aufmerksam.

„Es ist in so einer Situation richtig die Leute darauf aufmerksam zu machen. Viele sind sich der Gefahr nicht bewusst“, sagt Sarah Graf vom Lawinenwarndienst zu UT24. Laut Graf sollte jeder, der außerhalb der Piste unterwegs ist, die Lawinensicherheitsausrüstung, also Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel mitführen und sich auch damit auskennen. Auch beim Schneeschuhwandern oder dem kurzen Verlassen der gesicherten Pisten. „Eine Lawine kann nie ausgeschlossen werden“, warnt Graf.

Doch was bringt die Lawinenausrüstung? „Bei der Lawinenausrüstung geht es primär darum, dass Kameraden bzw. Rettungskräfte einen komplett Verschütteten schnell auffinden können. Bereits nach einer Viertelstunde unter einer Lawine, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit rapide“, sagt Graf. Eine schnelle Auffindung des Verschütteten sei deshalb essentiell.

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