von ih 11.01.2019 09:55 Uhr

Grundschulen in Südtirol mit mehr Ausländern als Einheimischen

Eine Landtagsanfrage der Süd-Tiroler Freiheit hat ergeben: In Südtirol ist in drei Grundschulen der Anteil an ausländischen Kindern höher als jener der Einheimischen. Spitzenreiter dabei ist die Grundschule Franzensfeste, welche einen Ausländeranteil von fast 80 Prozent (78,95 Prozent) aufweist. Auch in den Grundschulen Waidbruck und Blumau ist der Ausländeranteil höher als jener der Einheimischen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil an Nicht-EU-Bürgern in insgesamt 92 Grundschulen prozentual gestiegen.

APA

Die Realität dürfte noch viel schlimmer sein. Da die Landesregierung in den zur Verfügung gestellten Zahlen nur zwischen italienischen Staatsbürgern, EU-Bürgern und Nicht-EU-Bürgern unterscheidet, nicht aber zwischen Deutschen und Italienern, ist davon auszugehen, dass der Anteil deutschsprachiger Südtiroler an Grundschulen noch wesentlich niedriger ist, zumal auch immer mehr Italiener ihre Kinder in den deutschen Bildungseinrichtungen einschreiben.

Die Süd-Tiroler Freiheit warnt vor derartig unkontrollierten Entwicklungen. “Wenn der Schüleranteil unterschiedlicher Sprachen in einer Klasse derartig hoch ist, können Lehrpersonen ihren Lernstoff und die Sprachförderung in der Grundschule nicht mehr zielführend durchführen wie geplant. Letzten Endes hat niemand etwas davon, wenn die Qualität der Sprachentwicklung der deutschen Sprache im Grundschulalter schwindet”, erklärt die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle.

Obergrenze für nicht-deutsche Kinder gefordert

Schullandesrat Achammer kündigte bereits im vergangenen Jahr an, diese Problematik verstärkt zu überprüfen und Klassen mit hohem Schüleranteil unterschiedlicher Sprachen besser aufteilen zu wollen. Doch die aktuellen Daten zeigen, dass bis dato nichts passiert ist und sich der Anteil an Nicht-EU-Bürgern sogar erhöht hat.

Demnach fordert die Süd-Tiroler Freiheit sofortige Maßnahmen von der neuen Landesregierung. Nun gelte es endlich zu handeln. Vor allem aber müsse an den deutschen Grundschulen eine Obergrenze an nicht-deutschsprachigen Kindern festgelegt werden, um auch weiterhin der essentiellen Aufgabe der Sprachvermittlung nachkommen zu können.

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