von ih 11.10.2018 18:20 Uhr

Wildpinkeln: Südtiroler muss Horror-Strafe zahlen

Ein Südtiroler, der bei einem Fest im Raum Bozen in eine Wiese gepinkelt hat, ist von den Beamten der Ordnungskräfte zu einer regelrechten Horror-Strafe verurteilt worden. 3.333 Euro muss der Mann für sein Vergehen nun bezahlen. Den Fall öffentlich gemacht hat die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair.

Symbolbild Wildpinkeln

Im Gespräch mit UT24 erklärt Ulli Mair, dass sich der Betroffene an sie gewandt hatte, da er über das Ausmaß der Strafe schockiert war. Obwohl er weder alkoholisiert gewesen sei, noch die Beamten in irgend einer Weise beleidigt habe, sei ihm sofort die Höchststrafe von 3.333 Euro ausgestellt worden.

„Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Leute eine Wut auf die Beamten bekommen. Ich verteidige ganz bestimmt nicht das Wildpinkeln, aber ich kenne den Ort, wo das passiert ist, wohlgemerkt eine Wiese. Dass man ausgerechnet hier gegen die Einheimischen so rigoros durchgreift und im Bozner Bahnhofspark beide Augen zudrückt, kann ich einfach nicht nachvollziehen“, so Mair zu UT24.

„Schnauze gestrichen voll“

Es habe laut Mair den Anschein, als wollten die Beamten mit derartigen Strafen gezielt die Existenzen von fleißigen Südtiroler Steuerzahlern zerstören. Als viel sinnvoller hätte es die Freiheitliche erachtet, wenn man zumindest das Gespräch mit dem Betroffenen gesucht hätte, anstatt sofort die Höchststrafe zu verhängen.

Und dabei würde es sich nicht um den ersten Fall dieser Art handeln. So sei Mair ein weiterer Fall bekannt, bei dem ein junger Mann in Klausen vor knapp zwei Jahren ebenfalls 3.333 Euro habe bezahlen müssen. „Ich habe die Schnauze gestrichen voll, dass der Staat, der sonst absolut nichts, aber auch gar nichts im Griff hat, sich getrauen darf, in Südtirol so dermaßen hart durchzugreifen“, kritisiert Mair.

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