von ih 14.09.2018 17:08 Uhr

Salvini zum Doppelpass: „Wir werden sicher eine Übereinkunft finden“

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Italiens Innenminister Matteo Salvini und Vizekanzler Heinz-Christian Strache in Wien ist in der Diskussion um die von Österreich geplante Umsetzung der Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler ein Durchbruch gelungen. So zeigten sich die Vertreter beider Länder gesprächsbereit und sind überzeugt davon, eine einvernehmliche Lösung in dieser Frage zu finden.

Matteo Salvini (APA)

Auf die Frage eines Reporters nach den möglicherweise bestehenden Differenzen zwischen Italien und Österreich bezüglich der geplanten Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler zeigte sich Innenminister Matteo Salvini nicht abgeneigt, eine Lösung im beiderseitigem Interesse zu finden.

„Jede Entscheidung, die in dieser Frage getroffen werden wird, muss von beiden Seiten unterstützt und genehmigt werden. Aber wir werden sicher eine Übereinkunft finden, um einen Fortschritt zu erzielen“, erklärte Salvini gegenüber den Pressevertretern.

Strache sieht kein Probleme in der Umsetzung

Vizekanzler Strache ergänzte, dass Österreich selbstverständlich an seinen Plänen festhalten möchte, eine Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler umzusetzen.

„Es ist ja so, dass Italien umgekehrt, in Istrien und Kroatien, bei Italienern, die nicht auf dem italienischen Hoheitsgebiet leben, die Verleihung der italienischen Staatsbürgerschaft vorsieht. Wir wollen hier deshalb einen gemeinsamen Weg finden, wie wir das auch für Südtiroler möglich machen – im Einvernehmen mit den italienischen Verantwortungsträgern. Denn wir stehen ja nicht gegeneinander, sondern für ein Miteinander. Daher kann es auch kein Problem sein, wenn in einem begrenzten Bereich Doppelstaatsbürgerschaften möglich werden“, so Strache.

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