Darum können Blütenpollen auch eine sinnvolle Nahrung sein
Da die Pollenkörner reich an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Enzymen sind und zudem gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, sind sie als Nahrungsergänzungsmittel äußerst beliebt. Sie sollen das Immunsystem und die Knochen stärken, das Herz-Kreislauf-System schützen, freie Radikale abwehren, die Verdauung fördern und bei Stress, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen helfen.
Wissenschaftlich bewiesen sind diese Wirkungen bislang jedoch nicht. Auch sind zwei Teelöffel Pollen täglich – dies entspricht der empfohlenen Verzehrsmenge – zu wenig, um damit eine wirklich bedeutende Menge an Nährstoffen aufzunehmen. Um den Tagesbedarf an bestimmten Vitaminen, beispielsweise an Vitamin B6 zu decken, müsste man theoretisch rund ein halbes Kilo Bienenpollen essen.
Menschen, die an einer Pollenallergie leiden oder auf Bienenstiche allergisch reagieren, sollten auf die Einnahme von Blütenpollen verzichten oder diesen nur nach Absprache mit ihrem Arzt einnehmen. Pollen kann nachweislich allergische Reaktionen auslösen, von einer Schwellung der Mundschleimhaut bis hin zum anaphylaktischen Schock. Personen, die nach einem Schlaganfall Gerinnungshemmer einnehmen, wird vom Verzehr von Pollen ebenfalls abgeraten. Ein Kilo Bienenpollen kostet im Handel übrigens zwischen 20 und 30 Euro, teilweise auch über 60 Euro.






