von red 23.09.2017 10:55 Uhr

Asylantenheim: Auf gut tirolerisch ein „Saustall“

Der Feuerwehrmann Martin Reiter ist verärgert. Nachdem er und seine Kollegen abermals zu einem Brandeinsatz in das Asylantenheim “Landhaus St. Gertraudi” in Reith im Alpbachtal gerufen wurden, konnte er seinen eigenen Augen nicht trauen. Der Heimleiter habe angeblich die Kontrolle über die Einrichtung komplett verloren und es gebe unzumutbare Zustände im Haus. Nun hat Reiter öffentlich auf die Zustände im Heim aufmerksam gemacht.

Foto: Martin Reiter

Freitagnacht habe es im Asylantenheim abermals einen Brandalarm gegeben. Nachdem Reiter und seine Feuerwehrkollegen sich vor Ort erkundigt hatten, was genau vorgefallen sei, konnte ihm niemand eine richtige Antwort geben.

Ganz im Gegenteil: die Befragten in der Einrichtung hätten angegeben, es sei nichts gewesen. Ein Hausmeister habe sogar gänzlich gefehlt.

Familie beklagt ständige sexuelle Übergriffe

Feuerwehr und Polizei fühlen sich aufgrund der immer häufigeren Vorfälle im Heim langsam gefrotzelt. Denn obwohl im gesamten Haus ein absolutes Rauchverbot herrscht, liegen auf beinahe allen Hausgängen und Treppen unzählige Zigarettenstummel.

Ein Asylwerber mit Frau und Kind habe dem Feuerwehrmann auch davon erzählt, in welchen unzumutbaren Zuständen sie tagtäglich leben müssen. So würden viele Heimbewohnern ständig Alkohol konsumieren und in den Gemeinschaftsräumen komme es immer wieder zu sexuellen Übergriffen auf Heimbewohnerinnen. Auch seine Frau sei bereits betroffen gewesen.

Der Mann habe Reiter darauf gebeten, ihn doch mitzuteilen, an wen er sich diesbezüglich wenden könne. Die Polizei in Strass habe sich angeblich nicht zuständig gefühlt. Dabei konnte Martin Reiter den Asylwerber, der mit seiner Familie im Asylantenheim lebt, nur vertrösten. Denn bei jeder öffentlichen Kritik an der Einrichtung werde man mittlerweile öffentlich als „Fremdenhasser oder Nazi“ abgetan, so seine Befürchtung.

„Wir werden alleine gelassen“

Als Reiter sich dann das Heim etwas genauer ansah, offenbarte sich ihm ein Bild des Schreckens. Er erzählt und klagt an:

Überall Spinnweben, dreckige Sanitärräume, überquellende Abfalleimer und Aschenbecher, von Dreck schwarze Kästen und Ablagen. Auf gut tirolerisch ein „Saustall“ wie er im Buche steht. Die Menschen im Heim sind auf sich alleine gestellt. Alleine gegenüber den im Heim wohnenden Kindern ist dies verantwortungslos!

Und wir Feuerwehrmänner werden wieder einmal alleine gelassen und wenn wirklich etwas passiert – und das kann bei diesem desolaten Zustand bald einmal sein – dann sind sicher wir es, die Schuld an allem haben, und kein Heimleiter, kein Geschäftsführer der sozialen Dienste, keine Landesrätin Baur wird die Verantwortung übernehmen. ein, nur wir, weil wir es gewusst haben, und vermutlich einmal zu wenig darauf hingewiesen haben!!!! Warum?

SPÖ geht auf Feuerwehrmann los

Mittlerweile hat sich auch die Politik zu Wort gemeldet. Der SPÖ-Politiker Klaus Gasteiger bezeichnete die Erzählungen von Martin Reiter als „unfassbar“.  Darauf legte der Feuerwehrmann mit weiteren Bildern aus dem Asylantenheim nach, welche seine Aussagen bestätigen würden (siehe UT24 Bildergalerie).

Lesen Sie >>> HIER <<< wie Martin Reiter auf die Vorwürfe der Ausländerhetze reagiert

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