Nach allen Strömungsmodellen sei es praktisch ausgeschlossen, dass ein Teil von der angenommenen Absturzstelle westlich von Australien bis nach Thailand gedriftet sein könnte, zitierte die Zeitung „The Australian“ den Asien-Direktor des Fluginformationsportals Flight Global, Greg Waldron. Jon Ostrower, der Flugzeugexperte des „Wall Street Journal“, urteilt nach den Fotos, dass es sich eher um einen Teil der Verkleidung einer japanischen Rakete handelt

Ein Distriktvorsteher in der Provinz Nakhon Si Thammarat hattte nach Medienberichten mitgeteilt, das gefundene Trümmerteil werde von Militär- und Luftfahrtexperten untersucht. Es soll mehr als 100 Kilogramm wiegen.

MH370 verschwand im März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord spurlos. Das Wrack ist noch nicht gefunden. Es wird im Indischen Ozean vermutet. Satellitenaufnahmen legten nahe, dass das Flugzeug stundenlang Richtung Süden flog. Deshalb suchen Experten im Indischen Ozean.

An der Küste der Insel La Reunion vor Madagaskar östlich von Afrika war im August eine Flügelklappe angeschwemmt worden. Ermittler sind überzeugt, dass sie zu MH370 gehört. La Reunion ist tausende Kilometer vom angenommen Absturzort der Maschine entfernt. Aber Strömungskarten lassen es plausibel erscheinen, dass Wrackteile in der Zeit seit dem Absturz in Richtung La Reunion gespült worden sein könnten.

Am Sonntag gegen 01.20 Uhr kam es zum Verkehrsunfall in Algund.

Im Dorfzentrum überschlug sich ein Pick-up. Dabei zog sich ein 21-jähriger Algunder schwere, und vier weitere Männer aus Algund leichte Verletzungen zu.

Im Einsatz standen das Notarzteinsatzfahrzeug, das Weiße Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr Algund.

Der Wintersturm brachte nahezu das gesamte öffentliche Leben an der US-Ostküste zum Erliegen. Dem Nationalen Wetterdienst zufolge schneite es selten zuvor so stark in den großen Metropolen Washington und New York. Allein in New York türmte sich der Neuschnee auf bis zu 64 Zentimeter. Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, untersagte Autofahrten in New York City, Long Island sowie auf Brücken und in Tunneln von und nach New Jersey. Zudem rief er den Notstand aus.

In der Nacht zu Sonntag wurde mit weiterem Schnee und anhaltend starken Winden in New York und dem Bundesstaat New Jersey gerechnet. In New York wie auch der Hauptstadt Washington wurde der Betrieb der öffentlichen Verkehrsmittel teilweise beziehungsweise komplett eingestellt.

Airlines strichen laut dem Datenanbieter FlightAware.com im ganzen Land mehr als 5.100 Flüge am Samstag und mehr als 3.300 am Sonntag, die meisten davon an den Flughäfen New York, Philadelphia und Washington.

Insgesamt waren von dem Wintersturm etwa 85 Millionen Menschen betroffen – rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Der Wetterdienst NWS warnte vor „einer Bedrohung für Leben und Besitztümer“ und rief eine Blizzardwarnung für das Gebiet von Washington bis New York aus.

Die Bewohner der betroffenen Gebiete bereiteten sich mit Hamsterkäufen auf den Schneesturm vor. Schulen und Behörden blieben in Washington schon am Freitag geschlossen. „Es gibt keinen Grund, draußen zu sein“, sagte Bürgermeisterin Muriel Bowser. Auch Polizeichefin Cindy Lanier rief angesichts schlechter Sichtverhältnisse auf, daheim zu bleiben.

Die südlichen Bundesstaaten Arkansas, Tennessee, Kentucky, North Carolina, West Virginia und Virginia ächzten ebenfalls unter dem Schnee. „Wir haben sehr viele Unfälle“, sagte der Gouverneur von North Carolina, Pat McCrory. In Kentucky bildete sich auf einer eisglatten Autobahn ein 56 Kilometer langer Stau, tausende Menschen saßen in ihren Autos fest. Allein North Carolina waren nach Behördenangaben 150.000 Menschen ohne Strom.

US-Präsident Barack Obama plant für die kommenden Tage keine Reisen. „Meine Vermutung ist, dass er angenehm warm im Weißen Haus bleiben wird“, sagte sein Sprecher Josh Earnest. Bisher war der Winter an der US-Ostküste ungewöhnlich warm: Noch zu Weihnachten genossen die Menschen in Washington oder New York in Straßencafes die Wintersonne bei Temperaturen von bis zu 22 Grad Celsius.

Richter erhielt am Samstag in Saarbrücken die Auszeichnung für seinen auf einer wahren Begebenheit in Krems basierenden Spielfilm. Der Regisseur zeige „eindrucksvoll die Perspektivlosigkeit von Menschen, die sich tagtäglich in einem Niemandsland, zwischen prall gefüllten Supermarkt-Regalen und der trostlosen Leere drumherum wieder finden“, urteilte die Jury.

In dem 86 Minuten langen Streifen erzählt der 1980 in Dresden geborene Richter die Geschichte des 14-jährigen Julian (Jack Hofer), der auf einem trostlosen Supermarktparkplatz mit Kumpels rumhängt. Als er zusammen mit dem gerade aus dem Jugendgefängnis entlassenen Marko (Simon Morze) in die bunte Warenwelt einbricht, endet das Abenteuer für ihn tödlich. Ein ähnliches Schicksal eines Jugendlichen in Krems hatte 2009 hohe Wellen geschlagen.

Insgesamt wurden bei der 37. Auflage des Festivals für das deutschsprachige Nachwuchskino 15 mit insgesamt rund 110.000 Euro dotierte Preise vergeben. Darunter fällt auch die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm der an die deutsch-österreichische Produktion „Girls don’t fly“ geht, in der Regisseurin Monika Grassl den Versuch einer ghanaischen Frau dokumentiert, sich im Zuge eines Entwicklungsprojekts zur Pilotin ausbilden zu lassen. Sie scheitert an den gesellschaftlichen Traditionen des Landes. Ebenso kann sich über den Titel des besten Kurzfilmes mit Christoph Rainer („Pitter Patter goes my Heart“) ein österreichischer Filmemacher freuen.

Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Odine Johne für ihre Rolle in „Agnes“ ausgezeichnet. Der Hauptdarsteller des Spielfilms „Rockabilly Requiem“, Ben Münchow, wurde als bester Nachwuchsschauspieler geehrt. Den Fritz-Raff-Drehbuchpreis erhielten die Autorinnen Paula Cvjetkovic und Bernadette Knoller. Knoller führte in dem Streifen über eine Jus-Absolventin, die den Kopf freibekommen will, auch Regie.

Beim Publikumspreis entschieden sich die Zuschauer für „Schrotten“. In dem turbulenten Spielfilm geht es um den Kampf einer Schrotthändlerfamilie um Unabhängigkeit. Die Jugendjury und die Ökumenische Jury wählten den Streifen „Der Nachtmahr“ (Regie: AKIZ). In dem Fantasy-Streifen wird eine Jugendliche von einem hässlichen Wesen heimgesucht.

Insgesamt laufen in der Festivalwoche mehr als 160 Filme in Saarbrücker Kinos. Die 37. Auflage des MOP endet an diesem Sonntag.

(S E R V I C E – )

Mit einem großen Transparent mit der Aufschrift „Contro ogni fascismo – gegen jeden Faschismus“ zogen die Demonstranten durch die Straßen von Bozen.

Der Heimatbund bezeichnet die Aktion als löblich. Er gibt aber auch zu bedenken, dass zum Antifaschismus weit mehr dazu gehöre:

Solange sich friedliche, zumeist italienischsprachige Demonstranten von den faschistischen Ortsnamen, Relikten und Bauten nicht öffentlich distanzieren oder sich der „Siamo in Italia“-Denkweise entsagen, sind es keine echten Anti-Faschisten.

Die „Offensive gegen Rechts“ hatte zur Demonstration unter dem Motto „Faschismus stoppen – Burschenschaften blocken“ aufgerufen. Der Unmut richtete sich gegen den 64. Akademikerball, der von Burschenschaften und Corpsstudenten veranstaltet wurde. Die Demonstration begann am Nachmittag am Mariahilferplatz und bewegte sich bis zum Hauptplatz. Nach einer Kundgebung verlagerte sich die Veranstaltung zum Andreas-Hofer-Platz, wo die meisten Ballbesucher zufuhren. Es kam kaum zu Kontakt mit den Ballgästen, vereinzelt flogen Farbbeutel auf Gäste. Außerdem versuchten mehrere Aktivisten, durch Anketten an Sperrgitter das Öffnen der Metallbarrieren und damit die Zufahrt der Ballbesucher zu verhindern.

Ein Großaufgebot der Polizei sicherte die Sperrzone rund um den Congress ab. Das Platzverbot umfasste Albrechtgasse, Schmiedgasse bis zur Kreuzung Landhausgasse, die Landhausgasse und einen Teil des Joanneumsviertels. Innerhalb dieser Zone durften sich nur die Exekutive, Anrainer sowie Ballbesucher oder Personen, die angaben, die wollten ins Casino, aufhalten. Das führte zu launigen Dialogen, wenn ein Polizist streng fragte: „Wo wollen Sie hin?“. Antwort: „Ins Casino“. „Was machen Sie dort?“. „Spielen“.

Zur selben Zeit fand auf der Karl-Franzens-Universität der 18. Multikultiball statt. Das Fest war im Sommer abgesagt worden, da am geplanten Termin (20.6.) die Amokfahrt eines Mannes drei Menschen in der Innenstadt das Leben gekostet hatte.

Wegen der Kundgebung fuhren von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr keine Straßenbahnen, was besonders bei den Benützern der Ersatzbusse, die den Hauptplatz nur großräumig umfuhren, für einigen Unmut sorgte.

Die „Offensive gegen Rechts“ hatte zur Demonstration unter dem Motto „Faschismus stoppen – Burschenschaften blocken“ aufgerufen. Der Unmut richtete sich gegen den 64. Akademikerball, der von Burschenschaften und Corpsstudenten veranstaltet wurde. Die Demonstration begann am Nachmittag am Mariahilferplatz und bewegte sich bis zum Hauptplatz. Nach einer Kundgebung verlagerte sich die Veranstaltung zum Andreas-Hofer-Platz, wo die meisten Ballbesucher zufuhren. Es kam kaum zu Kontakt mit den Ballgästen, vereinzelt flogen Farbbeutel auf Gäste. Außerdem versuchten mehrere Aktivisten, durch Anketten an Sperrgitter das Öffnen der Metallbarrieren und damit die Zufahrt der Ballbesucher zu verhindern.

Ein Großaufgebot der Polizei sicherte die Sperrzone rund um den Congress ab. Das Platzverbot umfasste Albrechtgasse, Schmiedgasse bis zur Kreuzung Landhausgasse, die Landhausgasse und einen Teil des Joanneumsviertels. Innerhalb dieser Zone durften sich nur die Exekutive, Anrainer sowie Ballbesucher oder Personen, die angaben, die wollten ins Casino, aufhalten. Das führte zu launigen Dialogen, wenn ein Polizist streng fragte: „Wo wollen Sie hin?“. Antwort: „Ins Casino“. „Was machen Sie dort?“. „Spielen“.

Zur selben Zeit fand auf der Karl-Franzens-Universität der 18. Multikultiball statt. Das Fest war im Sommer abgesagt worden, da am geplanten Termin (20.6.) die Amokfahrt eines Mannes drei Menschen in der Innenstadt das Leben gekostet hatte.

Wegen der Kundgebung fuhren von 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr keine Straßenbahnen, was besonders bei den Benützern der Ersatzbusse, die den Hauptplatz nur großräumig umfuhren, für einigen Unmut sorgte.

In den BKA-Bericht einbezogen wurden demnach aus Gruppen heraus begangene Sexualstraftaten im öffentlichen Raum, bei denen die Opfer auch beraubt oder bestohlen wurden. Aus nordrhein-westfälischen Städten, vor allem Köln, Düsseldorf und Bielefeld, wurden demnach 384 sexuelle Übergriffe angezeigt, davon 116 in Kombination mit Eigentumsdelikten. 195 Fälle, überwiegend reine Sexualdelikte, wurden demnach in Hamburg angezeigt.

Mit deutlichem Abstand folgte Hessen mit 31 Fällen, Bayern mit 27, Baden-Württemberg mit 25, Bremen mit elf und Berlin mit sechs Fällen. Einzelfälle solcher Straftaten habe es auch in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegeben. Die Ermittlungen seien allerdings nicht abgeschlossen, so dass sich die Zahlen noch ändern könnten.

Bei den Opfern handelt es sich demnach fast ausschließlich um Frauen und bei den Tätern meistens um junge Männer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren. In Aussagen der Opfer sei häufig von einem „südländischen“ oder „arabischen“ Erscheinungsbild die Rede. Eine konkrete Eingrenzung der Herkunft von Tatverdächtigen ist aber offensichtlich in vielen Fällen schwierig, sofern Täter nicht tatsächlich ermittelt wurden. Eine pauschale Zuordnung zum nordafrikanischen Raum, wie sie nach den Übergriffen von Köln in der Öffentlichkeit teilweise erfolgte, wird in dem Bericht so nicht bestätigt.

Am Samstag kam es gegen 12:38 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall im Brettfalltunnel im Zillertal.

Feuerwehr befreit Frau

Eine 28-Jährige aus dem Bezirk Schwaz konnte nicht mehr bremsen und prallte mit ihrem Auto gegen den stehenden Pkw einer 45-jährigen Holländerin. Durch den Aufprall wurde das Auto der jungen Frau gegen die Tunnelwand geschleudert. Die Feuerwehr barg die 28-jährige Frau aus ihrem Fahrzeug.

Die Frau verletzte sich unbestimmten Grades und wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt am Unfallort ins Krankenhaus nach Schwaz gebracht. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. An den beteiligten Fahrzeugen entstand erheblicher Schaden.

Straße gesperrt

Die B169 war bis 13:55 Uhr gesperrt. Trotz der Einrichtung einer Umleitung über Strass, kam es aufgrund des starken Reiseverkehrs zu starken Rückstauungen.

Der 42-Jährige sei von dem Lift noch rund zehn Meter mitgezogen worden, bis eine Reißleine automatisch gelöst wurde und so der Lift zum Stillstand kam, berichtete der Polizist. Ein Liftmitarbeiter, der die Bergstation über eine Kamera von der Talstation aus beobachtet hatte, sei mit einem Skidoo daraufhin sofort zu dem Verletzten gefahren.

Der Liftmitarbeiter konnte den bewusstlosen Mann noch reanimieren. Der 42-Jährige wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht. „Anfänglich wurde sein Zustand als kritisch beurteilt“, erklärte der Polizist. Sein aktueller Zustand sei nicht bekannt.

Die norwegische Teamführung um Cheftrainer Christian Mitter verkündete die schwarze Nachricht am Abend in ihrem Teamhotel in Kitzbühel. Svindal war am Nachmittag in der Hahnenkammabfahrt wie vor ihm die ÖSV-Athleten Georg Streitberger und Hannes Reichelt vor der Einfahrt zur Traverse gestürzt und wurde daraufhin zur Abklärung nach Innsbruck ins Krankenhaus gebracht. Es bestand sofort der Verdacht auf eine Verletzung im rechten Knie, wiewohl man im norwegischen Lager anfangs nicht von einer großen Sache ausging.

„Aksel hat sich das Kreuzband und den Meniskus gerissen“, bestätigte Mitter dann allerdings, was bereits kurz zuvor am Rande des Team Captain’s Meeting durchgesickert war. „Bei Kreuzbandverletzungen ist das öfter so, dass man das am Anfang nicht so recht sagen kann.“ Er werde damit mindestens neun Monate nicht auf den Skiern stehen können. Svindal sollte noch am späteren Abend im Klinikum Hochrum von Christian Fink operiert werden.

„Es ist immer ein großes Risiko, wenn man Abfahrt fährt. Ich bin dankbar dafür, dass es in dieser Saison so gut gelaufen ist, das ist keine Selbstverständlichkeit in einem solch anspruchsvollen Sport“, verlautete Svindal in einer ersten Reaktion. Vor dem Kitzbühel-Slalom am Sonntag war er im Gesamtweltcup mit 107 Punkten Vorsprung auf den österreichischen Titelverteidiger Marcel Hirscher an erster Stelle gelegen.

Auf Facebook postete der Topstar der norwegischen Mannschaft ein Bild im Krankenbett und schrieb darunter: „Ich habe mein Knie ein bisschen zerstört und bin kurz vor der Operation. Das ist irgendwie Scheiße mitten im Winter, aber so ist das Leben.“

„So wie ich ihn kenne, glaube ich schon, dass wir ihn nächstes Jahr wieder sehen werden“, machte Mitter den Svindal-Fans Hoffnung auf eine Rückkehr im nächsten Winter. „Er ist guten Mutes, blickt positiv in die Zukunft und setzt sich schon neue Ziele“, sagte Norwegens Konditionstrainer Lars Maeland.

Der mittlerweile 33-Jährige erlitt den nächsten Rückschlag, nachdem er erst Anfang dieser Saison in Sölden sein Comeback im Weltcup nach einjähriger Verletzungspause gegeben hatte. Im Oktober 2014 hatte er sich beim Fußballspielen einen Achillessehnenriss zugezogen und musste deswegen eine Zwangspause einlegen – unterbrochen nur von den Speed-Bewerben bei den Weltmeisterschaften Beaver Creek. Die konnte Svindal bestreiten, ohne beim Weltverband FIS seinen Verletztenstatus zu verlieren.

Gerade in seinen Kerndisziplinen Abfahrt und Super-G übte Svindal seit seiner Rückkehr in den Weltcup-Zirkus eine Dominanz aus, die man davor selten gesehen hatte. Von den neun Speedrennen bis zum grenzwertigen Streif-Spektakel hat der in Mutters bei Innsbruck wohnhafte Norweger sieben gewonnen, sein letzter Streich war der Super-G in Kitzbühel am Freitag. Doch Svindal belegte auch den zweiten Platz in der Wengen-Kombination sowie im Parallel-Riesentorlauf in Alta Badia, jeweils hinter seinem Landsmann und guten Freund Kjetil Jansrud.

Die Abfahrt auf der Streif, die schon oft von schweren Stürzen begleitet worden, stand auch diesmal unter keinem guten Stern. Problematisch war die schlechte Bodensicht in der Kompression vor der Einfahrt in die Traverse, was FIS-Kurssetzer Hannes Trinkl schließlich dazu bewog, das Rennen nach der Startnummer 30 abzubrechen.

„Man muss schon sportlich und fair bleiben. Die Bedingungen waren fahrbar. Es war einfach ein blöder Sturz“, wollte Norwegen-Coach Mitter das aber nicht als ursächlich für Svindals Abwurf gelten lassen. „Wenn es nicht so gewesen wäre, ist es speziell meine Verantwortung, weil ich auf der Position war, um zu sagen, es geht nicht. Meiner Meinung nach ging es.“ Svindal war allerdings mit einer im Kombinationsslalom am Freitagabend erlittenen Zerrung im Oberschenkel leicht angeschlagen ins Rennen gegangen.

Im Gesamtweltcup dürfte damit eine Vorentscheidung zugunsten von Hirscher gefallen sein. Zumindest sind die Chancen des bereits vierfachen Kugel-Gewinners, der auf einen noch nie da gewesenen fünften Erfolg losgeht, signifikant gestiegen, wenn sein bisheriger Punkteschnitt in den kommenden Wochen nicht dramatisch abfällt. Svindals „Erben“ im norwegischen Team als Hirscher-Herausforderer heißen Henrik Kristoffersen und Jansrud, die im Gesamtranking auf den Plätzen drei und vier liegen.

„Das kommt überraschend für uns alle, weil wir doch das Beste gehofft haben und auch gesehen haben, dass er selbstständig die Strecke verlassen hat können. Das ist ein Riesenschock“, ließ Hirscher ausrichten. „Ich glaube, das ist der Punkt, wo man sich Gedanken machen muss, was ist möglich und fahrbar, und was ist einfach zu gefährlich“, meinte er auch in Hinblick auf die Verletzungsmisere im Österreichischen Verband.

Die Gerüchteküche in St. Ulrich brodelt. Ein Zuwanderer aus dem Flüchtlingsheim soll in einem Bus eine Frau angegriffen haben, weil er nicht mit einer kostenlosen Touristenkarte fahren hätte dürfen. Der Bürgermeister Tobia Moroder weist die Vorwürfe unter Berufung auf die Ordnungskräfte zurück.

Nigerianer und Busfahrer

Der Vorfall am Antonius-Platz am Freitag betrifft einen Nigerianer und einen Busfahrer. Der nigerianische Wanderhändler kommt ab und zu nach St. Ulrich um Bücher zu verkaufen. „Die Papiere des Mannes sind Ordnung“, bestätigt Bürgermeister Tobia Moroder gegenüber UT24.

Gestern kam es aus noch nicht bestätigter Ursache zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden. Die Ordnungskräfte mussten einschreiten.

Video aufgetaucht

Auf dem Video, dass UT24 zugespielt wurde, sieht man die Carabinieri und den Busfahrer. Eine Frau sagt in italienischer Spache: „Ich habe Angst, dass er mich angreift“. Es geht daraus aber nicht hervor, wer was getan hat.

Auf mehrmalige telefonische Nachfrage bei den Carabinieri von St. Ulrich und bei der Quästur in Bozen, wurde keine Auskunft zum Vorfall erteilt. Auch nicht als UT24 die Ordnungshüter mit der Filmaufnahme konfrontierte. Die Carabinieri von St. Ulrich dürften nichts sagen und die Quästur wisse von nichts.

Bürgermeister räumt mit Gerüchten auf

Auch mit den anderen Gerüchten über die Zuwanderer aus dem Flüchtlingsheim in St. Ulrich räumt der Bürgermeister auf: „Die Ordnungskräfte haben bestätigt, dass bis heute keine Meldung über die Flüchtlinge bekannt ist“. Auch an den Mutmaßungen, dass Flüchtlinge gestohlen und man bereits zwei von ihnen verwiesen hätte, sei laut Bürgermeister Moroder nichts dran.

In der abschließenden Debattenrunde des Weltwirtschaftsforums (WEF) zu den globalen Perspektiven sagte sie: „Das ist bescheiden, aber es ist gegenüber den 3,1 Prozent im Jahr 2015 immerhin eine Steigerung.“

Die Französin, die am Vortag in Davos ihre erneute Kandidatur für den IWF-Chefposten verkündet hatte, wies zugleich auf mehrere große Gefahren hin. Weit vorn stehen dabei nach ihrer Einschätzung Risiken durch den Umbau in China von einer exportgetriebenen zu einer vor allem auf Binnennachfrage und Konsum basierenden Volkswirtschaft.

„Das ist ein schwieriger Übergang“, sagte sie. Das Wachstum werde sich verlangsamen. Sie glaube aber, dass China keine „harte Landung“ erleben, sondern einen relativ gut kontrollierten Übergang schaffen werde. Sorgen bereiten Lagarde zufolge weiterhin die fallenden Rohstoffpreise, insbesondere der Preisverfall beim Rohöl.

Für die Wirtschaftsentwicklung in Europa konstatierte Lagarde eine leichte Erholung. Die Flüchtlingskrise sehe sie nicht nur als Risiko, sondern auch als Chance. „Wenn die Integration der Menschen funktioniert, kann dies mittelfristig sogar ein Vorteil sein.“ Für Länder wie Deutschland oder Schweden könne eine gut gemanagte Aufnahme und Integration durchaus ein Wachstumsfaktor sein.

Die Wirtschaft in Europa habe sich verglichen mit der Lage Anfang 2015 etwas erholt, der IWF rechne mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Als großes Risiko für Europa bezeichnete Lagarde die Gefahr eines EU-Austritts Großbritanniens. Sie hoffe, dass es zu einer Einigung zwischen Großbritannien und den anderen EU-Mitgliedern komme.

Der britische Finanzministers George Osborne erklärte – wie zwei Tage zuvor bereits Premierminister David Cameron – die Mehrheit der Briten würde gegen den „Brexit“ stimmen, sollte die EU-Mitglieder bei Verhandlungen in Brüssel im Februar britischen Reformforderungen nachkommen. „Wenn der Premierminister und ich mit einem glaubhaften Reformpaket zurückkommen, dann hilft uns das, für den Verbleib in der EU zu werben.“

Er sei optimistisch, dass es einen „guten Deal für Großbritannien und einen guten Deal für die EU“ geben werde. „Wenn wir das dem britischen Volk vorlegen, wird das britische Volk in einer reformierten EU bleiben wollen“, sagte Osborne. Großbritannien will unter anderem die Einwanderung auch aus Ländern der EU begrenzen und deshalb EU-Migranten Sozialleistungen erst nach vier Jahren zahlen. Dies ist in der Union umstritten und wird von einigen Mitgliedern abgelehnt.

Osborne verwies auf das Erstarken rechtspopulistischer Parteien und Organisationen in Europa. Regierungen dürften das nicht ignorieren und müssten sich der tatsächlichen Sorgen der Bevölkerung annehmen. „Im Vereinigten Königreich, und nicht nur bei uns, ist man besorgt angesichts des Zuwanderungsdrucks“, sagte Osborne. „Wir bleiben deshalb dabei, dass wir sagen, man darf nach Großbritannien reisen und dort arbeiten, aber man darf nicht sofort unsere Sozialleistungen beanspruchen.“

IWF-Chefin Lagarde verwies auch auf positive Entwicklungen des vergangenen Jahres. Die Vereinbarung der UN über nachhaltige Entwicklungsziele in Addis Abeba sowie der Klimavertrag von Paris könnten zur Ankurbelung der Weltwirtschaft beitragen. Ermutigend sei auch das starke Wachstum Indiens. „Indien blüht derzeit, während sich in China die Konjunktur verlangsamt“, sagte Lagarde. Für Russland und Brasilien seien allerdings negative Wachstumsraten zu erwarten.

Schickhofer wirkte nach der Verkündung des Ergebnisses erleichtert, galt es ja im Vorfeld die Gunst der Genossen für sich zu gewinnen. Ausgelassen freute er sich über die knapp 95 Prozent, dankte für die Stimmen und unterstrich: „Halt‘ ma zam – Freundschaft.“ Gefeiert wurde das Ergebnis zu Andreas Bouranis Lied „Auf uns“.

Zuvor hatten Kanzler Werner Faymann, Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer und Schickhofer in ihren Reden die Themen Arbeitsplatzschaffung, Flüchtlinge und Finanzmärkte aufgegriffen. Faymanns Rede wurde von einem stillen Protest des Verbands sozialistischer Studenten (VSStÖ) und der Sozialistischen Jugend begleitet. Einzelne von ihnen standen auf und hielten Schilder hoch, auf denen war zu lesen „Menschenrechte kennen keine Obergrenze“ oder „Kreisky würde sich im Grab umdrehen“. Ihre Bestrebungen wurden letztlich vom einstimmig angenommenen Initiativantrag „Menschenrechte sind unteilbar“ belohnt.

Der Kanzler wetterte in seinen Worten neuerlich gegen „Neoliberale“ und will sich als Sozialdemokrat weiterhin bei den Finanzmärkten einmischen. Denn „ohne aktives Gestalten“ würde sich eine ungerechte Gesellschaft entwickeln. Dieses Gegensteuern etwa während der Krise am Arbeitsmarkt trage einen Namen: „Rudi Hundstorfer“. Faymann hob die Bedeutung des Staatsoberhaupts hervor und machte damit Werbung für den SPÖ-Kandidaten. Er habe „ein Herz für Arbeitnehmer“ und gebe nicht nur arrogante Ratschläge.

Faymann warb aber nicht nur für Hundstorfer, sondern auch für Schickhofer: Er habe die steirische SPÖ in einer schwierigen Zeit übernommen und das herausgeholt, was die Sozialdemokratie ausmache: „Gemeinsamkeit, Geschlossenheit und Solidarität.“ Der LHStv. habe seine Aufgaben bisher mit viel Einsatz erledigt und die steirische SPÖ zusammengeführt, in einer Zeit als es leicht war, sie auseinanderzudividieren.

Gleich nach Faymann wandte sich auch Präsidentschaftskandidat Hundstorfer an die Delegierten und Gäste: Er bezeichnete als „Basis des Erfolgs“ den sozialen Zusammenhalt und tragfähige Dialoge – keine Verunglimpfungen, die das Klima vergifteten. Daher wolle er als Bundespräsident „Brücken bauen und Gemeinsames in den Vordergrund stellen.“ Er brauche den Rückhalt der steirischen SPÖ für eine „offene Hofburg und als Ort des Dialogs“. Für seine Ansprache erhielt Hundstorfer Standing Ovations.

Im Anschluss trat Schickhofer vor die Delegierten. In seiner Rede – gespickt mit erfolgreichen Projekten der vergangenen Jahre – betonte er sein „Herz für die Regionen“ und dankte seinem Vorgänger Franz Voves. Er wünschte sich eingangs einen Umgang in der steirischen SPÖ wie in der Familie: „Wir sind füreinander da und halten zusammen.“ Er forderte eine Offenheit für neue Ideen ein und erklärte, warum Spielberg als Ort des Parteitages gewählt wurde: „Es ist ein Symbol des Aufbruchs. Vor zehn Jahren, als wir noch nicht die Nummer eins im Land waren, war hier ein Trümmerhaufen. Und nun zeigt sich, was es heißt, wenn wir anpacken: Es entwickeln sich Regionen.“ Er betonte, dass die steirische SPÖ immer noch stimmenstärkste Kraft im Land sei und diese Verantwortung wahrnehme.

Als „Fan von Lehre, Meister, Unternehmer“ unterstrich er die Wichtigkeit von Arbeitsplätzen. Er nannte als Beispiel Eisenerz, wo vor Jahren noch kaum Aussichten auf Zuwanderung waren. Nun entsteht dort das „Zentrum am Berg“. Das sei seine und die Politik der SPÖ: „Net gscheit red’n, tuan!“

Beim Thema Flüchtlinge plädierte er an Solidarität: „Ich bin überzeugt, die EU muss den Menschen Asyl gewährleisten.“ Er verwies aber auch darauf, dass Österreich schon Enormes geleistet habe. Man könne das aber nicht allein mit Deutschland und Schweden schaffen: „Wir können uns nicht für jeden Wirtschaftsflüchtling unseren wirtschaftlichen Wohlstand leisten, wir müssen an unsere Arbeitnehmer denken.“ Es brauche eine europäische Lösung. Und in Richtung Faymann machte er deutlich, dass die Steiermark keinesfalls „Pufferzone“ werden dürfe, wofür er abermals Beifall von den Delegierten bekam.

Zum Abschluss seiner Rede nannte Schickhofer noch die steirische Gesundheitspolitik als „sensibles Thema“ und versprach, Veränderungen bei den Spitalstandorten nur in Absprache mit den Regionen mitzumachen. Spezialisierungen seien notwendig, um Spitzenmedizin zu bekommen. „Es darf in der Steiermark aber nie eine Zwei-Klassen-Medizin zwischen Arm und Reich und schon gar nicht zwischen Stadt und Land geben.“

Die Pkw-Lenkerin war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von den Einsatzkräften aus dem Wagen befreit werden, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando Baden. Die Frau wurde mit dem Notarzthubschrauber ins UKH Meidling geflogen, teilte eine Sprecherin des Roten Kreuzes der APA mit. Während der Rettungs- bzw. Aufräumarbeiten mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden.

Kurz darauf rückten Feuerwehrleute zu einem ähnlichen Verkehrsunfall zwischen Altenmarkt an der Triesting und Weissenbach aus. Ein Wohnmobil kam laut Bezirksfeuerwehrkommando von der Schneefahrbahn ab und stürzte über eine steile Böschung. Die Einsatzkräfte mussten zwei Insassen aus dem umgestürzten Fahrzeug befreien. Die Personen blieben unverletzt.

Fast 50.000 Zuschauer fieberten der Abfahrt entgegen. Nach zweimaliger Verlegung der Beginnzeit um insgesamt eine Stunde wurde der Start um 12.45 Uhr bestätigt. Allerdings wegen Windes nur von oberhalb der Mausefalle, womit zum dritten Mal in Folge kein Rennen auf der Originalstrecke möglich war. Jedoch hatte der Schneefall aufgehört, bis zu 15 Zentimeter mussten stellenweise rausgerutscht werden.

Otmar Striedinger war mit Startnummer eins Testpilot, nach einem Verschneider kurz vor der roten Linie stürzte er ins Ziel, wobei sich sein Airbag öffnete und die Speed-Show eine spektakuläre Ouvertüre hatte. „Glück im Unglück, ich bin fast als Rückenschwimmer ins Ziel“, sagte der letztlich Zehntplatzierte. „Der Airbag hat sich bezahlt gemacht. Ich habe gedacht, wenn der Schwarzenegger schon da ist…“, scherzte er angesichts der Anwesenheit von Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger.

Es sollte der letzte Spaß an diesem Tag sein, denn was danach passierte, stellte vieles in Frage. Der Reihe nach stürzten Georg Streitberger sowie die Topfavoriten Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal in der Kompression vor der Einfahrt in die Traverse. Die Sicht war schlecht, zu schlecht für diese schlagige Piste.

Fürchterlich sah der Sturz des im Gesamtweltcup führenden Norwegers Svindal aus, der sich mehrfach überschlug. Doch der 33-Jährige und der einen Airbag tragende Reichelt standen bald darauf wieder. Dennoch wurde der Salzburger, bei dem eine Knochenprellung im linken Knie diagnostiziert wurde, wie zuvor auch Streitberger (ohne Airbag), der sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Außenmenikus im rechten Knie zuzog, mit dem Helikopter geborgen und zu Untersuchungen ins Spital geflogen. Svindal verließ sichtlich gezeichnet die Unfallstelle zu Fuß, er wurde zu Untersuchungen am rechten Knie nach Innsbruck gebracht.

„Nach dem Sturz von Svindal habe ich Markus Waldner angerufen und habe gesagt, man soll abbrechen. Aber es wurde nicht abgebrochen“, erzählte ÖSV-Präsident Schröcksnadel im Zielraum von seinem Gespräch mit dem FIS-Renndirektor. „Es ist eine normale Welle, aber man sieht sie nicht. Mir geht es nicht mehr gut, wenn ich mir das Abfahrtsteam anschaue. Aber die Läufer stecken natürlich auch nicht zurück. Ich hoffe, die anderen kommen gesund ins Ziel.“

Mit Startnummer 14 hatte Fill die Bestzeit aufgestellt, die schließlich zum Sieg vor den Schweizern Beat Feuz (+0,37 Sek.) und Carlo Janka (0,65) reichte, es war der zweite seiner Karriere. „Es ist eine zache Abfahrt, man muss alles riskieren. Ich hatte auch Probleme, habe es aber noch ins nächste Tor geschafft“, sagte der Südtiroler, dessen Sohn Leon am Samstag zwei Jahre alt wurde. „Die Geburt meines Sohnes war mein größter Triumph, das ist mein zweitgrößter.“

Feuz fuhr erst seine zweite Abfahrt nach Wengen und nach seinem Achillessehnen-Einriss im September. „Kitzbühel ist so brutal. Ich war heilfroh, als ich im Ziel war. Solche Stürze sind nicht schön. Das trübt das Ganze sicherlich, es sind drei Topleute gestürzt“, meinte der Schweizer. „Es gibt schwierig und extrem. Heute war es extrem“, betonte Janka.

Bester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr als Siebenter. „In Anbetracht der Umstände kann ich mit dem siebenten Platz ganz zufrieden sein. Unten habe ich nicht mehr ganz riskiert. Es ist natürlich schwer, wenn du Teamkollegen stürzen siehst, ich habe sie beide auf dem Fernseher gesehen“, sagte der 24-jährige Oberösterreicher. Romed Baumann wurde Zwölfter, Klaus Kröll schied mit Torfehler aus.

„Kitzbühel ist immer schwer, aber noch schwieriger, wenn vor dir schon drei rausgeflogen sind“, sagte Kjetil Jansrud (14.). „Wenn ich Mattia Casse wäre, wäre ich jetzt sauer“, meinte er nach dem Abbruch, der wegen der wechselnden Bedingungen mit Schneefall erfolgte. Casse hatte am Donnerstag Trainingsbestzeit und am Renntag Startnummer 45. Er durfte ebenso wie die Österreicher Patrick Schweiger und Johannes Kröll nicht mehr fahren.

Der Lokführer bekam von dem Unfall demnach nichts mit und setzte die Fahrt fort. Der Verunglückte wurde von zwei Unfallzeugen geborgen. Die Sanitäter vom Roten Kreuz Hallein versuchten ihn noch zu reanimieren. Der kurz darauf eingetroffenen Notarzt konnte nur noch den Tod von feststellen. Die Angehörigen wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Schickhofer wirkte nach der Verkündung des Ergebnisses erleichtert, galt es ja im Vorfeld die Gunst der Genossen für sich zu gewinnen. Ausgelassen freute er sich über die knapp 95 Prozent, dankte für die Stimmen und unterstrich: „Halt‘ ma zam – Freundschaft.“ Gefeiert wurde das Ergebnis zu Andreas Bouranis Lied „Auf uns“.

Zuvor hatten Kanzler Werner Faymann, Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer und Schickhofer in ihren Reden die Themen Arbeitsplatzschaffung, Flüchtlinge und Finanzmärkte aufgegriffen. Faymanns Rede wurde von einem stillen Protest des Verbands sozialistischer Studenten (VSStÖ) und der Sozialistischen Jugend begleitet. Einzelne von ihnen standen auf und hielten Schilder hoch, auf denen war zu lesen „Menschenrechte kennen keine Obergrenze“ oder „Kreisky würde sich im Grab umdrehen“. Ihre Bestrebungen wurden letztlich vom einstimmig angenommenen Initiativantrag „Menschenrechte sind unteilbar“ belohnt.

Der Kanzler wetterte in seinen Worten neuerlich gegen „Neoliberale“ und will sich als Sozialdemokrat weiterhin bei den Finanzmärkten einmischen. Denn „ohne aktives Gestalten“ würde sich eine ungerechte Gesellschaft entwickeln. Dieses Gegensteuern etwa während der Krise am Arbeitsmarkt trage einen Namen: „Rudi Hundstorfer“. Faymann hob die Bedeutung des Staatsoberhaupts hervor und machte damit Werbung für den SPÖ-Kandidaten. Er habe „ein Herz für Arbeitnehmer“ und gebe nicht nur arrogante Ratschläge.

Faymann warb aber nicht nur für Hundstorfer, sondern auch für Schickhofer: Er habe die steirische SPÖ in einer schwierigen Zeit übernommen und das herausgeholt, was die Sozialdemokratie ausmache: „Gemeinsamkeit, Geschlossenheit und Solidarität.“ Der LHStv. habe seine Aufgaben bisher mit viel Einsatz erledigt und die steirische SPÖ zusammengeführt, in einer Zeit als es leicht war, sie auseinanderzudividieren.

Gleich nach Faymann wandte sich auch Präsidentschaftskandidat Hundstorfer an die Delegierten und Gäste: Er bezeichnete als „Basis des Erfolgs“ den sozialen Zusammenhalt und tragfähige Dialoge – keine Verunglimpfungen, die das Klima vergifteten. Daher wolle er als Bundespräsident „Brücken bauen und Gemeinsames in den Vordergrund stellen.“ Er brauche den Rückhalt der steirischen SPÖ für eine „offene Hofburg und als Ort des Dialogs“. Für seine Ansprache erhielt Hundstorfer Standing Ovations.

Im Anschluss trat Schickhofer vor die Delegierten. In seiner Rede – gespickt mit erfolgreichen Projekten der vergangenen Jahre – betonte er sein „Herz für die Regionen“ und dankte seinem Vorgänger Franz Voves. Er wünschte sich eingangs einen Umgang in der steirischen SPÖ wie in der Familie: „Wir sind füreinander da und halten zusammen.“ Er forderte eine Offenheit für neue Ideen ein und erklärte, warum Spielberg als Ort des Parteitages gewählt wurde: „Es ist ein Symbol des Aufbruchs. Vor zehn Jahren, als wir noch nicht die Nummer eins im Land waren, war hier ein Trümmerhaufen. Und nun zeigt sich, was es heißt, wenn wir anpacken: Es entwickeln sich Regionen.“ Er betonte, dass die steirische SPÖ immer noch stimmenstärkste Kraft im Land sei und diese Verantwortung wahrnehme.

Als „Fan von Lehre, Meister, Unternehmer“ unterstrich er die Wichtigkeit von Arbeitsplätzen. Er nannte als Beispiel Eisenerz, wo vor Jahren noch kaum Aussichten auf Zuwanderung waren. Nun entsteht dort das „Zentrum am Berg“. Das sei seine und die Politik der SPÖ: „Net gscheit red’n, tuan!“

Beim Thema Flüchtlinge plädierte er an Solidarität: „Ich bin überzeugt, die EU muss den Menschen Asyl gewährleisten.“ Er verwies aber auch darauf, dass Österreich schon Enormes geleistet habe. Man könne das aber nicht allein mit Deutschland und Schweden schaffen: „Wir können uns nicht für jeden Wirtschaftsflüchtling unseren wirtschaftlichen Wohlstand leisten, wir müssen an unsere Arbeitnehmer denken.“ Es brauche eine europäische Lösung. Und in Richtung Faymann machte er deutlich, dass die Steiermark keinesfalls „Pufferzone“ werden dürfe, wofür er abermals Beifall von den Delegierten bekam.

Zum Abschluss seiner Rede nannte Schickhofer noch die steirische Gesundheitspolitik als „sensibles Thema“ und versprach, Veränderungen bei den Spitalstandorten nur in Absprache mit den Regionen mitzumachen. Spezialisierungen seien notwendig, um Spitzenmedizin zu bekommen. „Es darf in der Steiermark aber nie eine Zwei-Klassen-Medizin zwischen Arm und Reich und schon gar nicht zwischen Stadt und Land geben.“

Der Verdächtige soll die ihm unbekannte 20-Jährige am Dienstag ohne vorherigen Streit vor den Zug gestoßen haben. Die junge Frau wurde überrollt und getötet. Der 28-Jährige, der in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wurde, soll laut Staatsanwaltschaft an einer schizophrenen Erkrankung leiden.

Wantzen erklärte, dem Betreuungsgericht sei über eine mögliche Fremdgefährdung zuletzt nichts bekanntgeworden. „Der Unterbringungsgrund war immer Eigengefährdung.“ Allerdings habe es in der Vergangenheit einen Antrag nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) gegeben, der sich auch auf eine mögliche Fremdgefährdung gestützt habe. Eine Unterbringung nach PsychKG sei aber nicht erfolgt.

Der 28-jährige Verdächtige habe seit Jahren unter Betreuung gestanden. „Aber wenn jemand unter Betreuung steht, heißt das noch lange nicht, dass er gefährlich ist“, sagte Wantzen.

Der ehemalige Bundessprecher der Grünen zeigte sich zuversichtlich, dass Österreich nach den 90.000 Asylanträgen im Vorjahr auch heuer die Herausforderung bestehen werde, „was immer auf Österreich zukommt“. Angesichts der im Mittelmeer ertrunkenen Menschen denke er nicht an Obergrenzen, sondern daran zu helfen. Allerdings zeigt Van der Bellen auch Verständnis dafür, dass man bei dem Massenandrang von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten Sorge habe, dass die Kapazitäten auch in Österreich irgendwann erschöpft sein könnten. Grundsätzlich muss das Problem aber auch nach Ansicht Van der Bellens auf europäischer Ebene gelöst werden, weil auf Dauer könnten nicht Österreich, Deutschland und Schweden allein die Hauptverantwortung tragen.

Mit „Stand heute“ würde Van der Bellen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht als Bundeskanzler angeloben. Er hätte „größte Bedenken“, einer Partei die Kanzlerschaft zu übertragen, die das vereinte Europa untergraben wolle.

Sich selbst sieht er als einen Liberalen mit sozialem und ökologischen Gewissen. Als Bundespräsident wolle er besonnene, vernünftige Positionen einnehmen. Man solle die Rolle des Bundespräsidenten nicht gering-, aber aber auch nicht überschätzen. Seine Rolle werde angesichts des Niedergangs von SPÖ und ÖVP in der Machtbalance immer wichtiger.

Von seiner Siegeschance zeigte sich Van der Bellen jedenfalls überzeugt. „Ich habe eine Chance, die werde ich nutzen.“ In den Großparteien würden viele nicht an eine ernsthafte Chance für ihn glauben, „das soll mir nur recht sein.“

Bezüglich eines Fairnessabkommens im Wahlkampf will er demnächst Kontakt mit den anderen Bewerbern aufnehmen. Er wünscht sich, dass man die Unsitten der Tagespolitik unterlässt und einander zuhört und ausreden lässt. Auch eine Vereinbarung über eine Begrenzung der Wahlkampfkosten kann sich Van der Bellen vorstellen. Zwei bis drei Millionen Euro wären dafür „vielleicht eine gute Ausgangsbasis“. Er zweifelt aber, dass sich SPÖ und ÖVP darauf verständigen werden. Für sich selbst rechnet Van der Bellen mit rund 1,5 Millionen Euro Wahlkampfkosten.

Heftige Kritik erntete Van der Bellen indes von FPÖ und Team Stronach, etwas abgeschwächter war die Kritik der ÖVP. „Jemand, der die Interessen der EU und die Interessen der Wirtschafts-Migranten über die Interessen der eigenen Bevölkerung stellt, ist als oberstes Organ der Republik absolut ungeeignet“, meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung. Die Aussagen Van der Bellens zur Flüchtlingskrise sind für Kickl „schlicht naiv und unverantwortlich“. Und dass er FPÖ-Obmann Heinz-Christian Stache nicht als Bundeskanzler angeloben würde, nennt der Generalsekretär „selbstherrlich, arrogant und eine Gefahr für die Demokratie im Land“.

TS-Klubobmann Robert Lugar äußerte die Hoffnung, dass die Österreicher „vernünftig genug sind, niemanden in die Hofburg zu wählen, der offenkundig gegen die Interessen der Österreicher handeln will“. Der TS-Klubobmann hält es für „keine gute Ansage, wenn jemand, der unbegrenzt fremde Menschen ins Land lassen will, als Bundespräsident die Geschicke unseres Landes lenken soll“.

Wie bisher weiterzumachen und unbegrenzte Flüchtlingsströme dann irgendwie zu bewältigen, sei „keine Strategie und vermittelt Unsicherheit“, erklärte ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald in einer Aussendung. „Österreich hat einen Bundespräsidenten verdient, der keine Antworten schuldig bleibt, sondern im Sinne des Landes und der Menschen agiert und die Sorgen der Bevölkerung ernst nimmt“, richtete McDonald dem von den Grünen unterstützten Kandidaten aus.

Bei Streitberger rissen im rechten Knie das vordere Kreuzband, das Seitenband und das Innenband. Reichelt erlitt eine Knochenprellung im linken Knie. Ob und wie lange der Salzburger ausfällt, ist nicht bekannt. Aksel Lund Svindal kam an der selben Stelle wie die beiden Österreicher zu Sturz, der Norweger musste sich ebenfalls einer Untersuchung am Knie unterziehen.

„Ich habe gedacht, heute fängt unsere Glückssträhne an“, sagte der fassungslos wirkende Pum im ORF. Erklärung für die mysteriöse Sturz- und Verletzungs-Serie im ÖSV-Herrenteam fand auch er keine. Die Mannschaft ist durch zahlreiche Ausfälle bereits stark geschwächt.

Im ersten Training am Dienstag war Max Franz gestürzt, er hatte einen Kapseleinriss im linken Kniegelenk, einen Riss des vorderen Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk und eine Absprengung am Mondbein am linken Handgelenk erlitten. Im nächsten Testlauf am Donnerstag stürzte dann Florian Scheiber, die Diagnose lautete Riss des vorderen Kreuzbandes sowie Riss des inneren und äußeren Meniskus im rechten Knie. Am gleichen Tag erwischte es auch Speed-Coach Martin Sprenger in Kitzbühel, er zog sich Bänderrisse in beiden Knien (Kreuzband- und Seitenband in einem bzw. Seitenband im anderen Knie) zu.

Verzichten muss der ÖSV heuer auch auf Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer (sechster und siebenter Brustwirbel gebrochen), Joachim Puchner (Patellasehnenverletzung), Thomas Mayrpeter (Kreuzbandriss), Markus Dürager (Schien- und Wadenbeinbruch) und Daniel Danklmaier (Kreuzbandriss, Meniskusverletzungen). Zudem fiel auch Europacupfahrer Adrian Pertl diese Woche mit Kreuzbandriss aus.

Einen Akkuschrauber und einen Kartoffelschäler – mehr braucht es nicht um im Nullkommanix Äpfel von ihrer Schale zu befreien.

Der Mann im Video macht es vor, wie schnell man das erledigen kann. Frei nach dem Leitspruch des „Heimwerkerkönigs“ Tim Taylor aus der Serie „Hör mal, wer da hämmert“: „Wir brauchen mehr Power!“

Facebook-Nutzer kündigten bereits an, dasselbe auch in den eigenen vier Wänden auszuprobieren.

Lui è davvero un genio ahahaahah Seguici su Video Pazzeschi

Posted by Video Pazzeschi on Samstag, 23. Januar 2016

Hunderte von Musikgruppen hatten sich dazu vor der traumhaften Kulisse der Concha-Bucht eingefunden. Die Tamborrada hat ihren Ursprung im napoleonischen Unabhängigkeitskrieg, als die Einwohner sich über die französischen Truppen lächerlich machten, indem sie deren Trommelmärsche mit Kochtöpfen imitierten. So waren die Musiker am Samstag als Köche und Soldaten verkleidet. Andere trugen baskische Trachten. „Die Tamborrada ist Teil unserer Geschichte, unsere Identität, und heute wollen wir Europa zur Eröffnung unseres Kulturhauptstadtjahres einen Teil unser schönen Traditionen zeigen“, erklärt die 45-jährige Trommlerin Consuelo der APA.

Den ganzen Tag über finden Konzerte, Theatervorführungen und Straßenfeste statt. Auch die beiden österreichischen Musikgruppen Leyya und die bekannte Elektro-Band HVOB, die vom Österreichischen Kulturforum Madrid eingeladen wurden, werden am Samstagabend im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier des Kulturhauptstadtjahres im Innenhof der Tabakalera, dem neuen Museum für zeitgenössische Kunst, auftreten.

Das Motto von San Sebastians Kulturhauptstadtjahr ist heuer ein sehr soziales – „Kultur für das Zusammenleben“. Mit der Kultur sollen die Wunden geheilt werden, die der jahrzehntelange, gewalttätige Kampf der Terrororganisation ETA für die baskische Unabhängigkeit in der Gesellschaft hinterlassen hat.

„Aus diesem Grund ist das Kulturhauptstadtprogramm auch nicht auf große Showeffekte oder internationale Künstlergrößen fokussiert, sondern auf die aktive Beteiligung der Bürger“, erklärt Pablo Berastegui, Generaldirektor des Kulturhauptstadtprogramms im APA-Gespräch. Die rund 400 Kulturveranstaltungen ranken sich dabei um drei Leitmotive, die als „Leuchttürme“ bezeichnet werden – „Frieden“, „Leben“ und „Stimmen“.

„Um das Gemeinschaftsgefühl der Basken zu stärken und Europa unsere kulturellen Schätze zu zeigen, werden viele Veranstaltungen und Kulturevents in diesem Jahr auch auf baskische Künstler, unsere Geschichte und Traditionen konzentriert sein“, so Berastegui. Unter diesem Vorsatz wurde bereits am Freitagabend im San Telmo Museum die großartige Ausstellung „Gaur Konstelazioak“ mit Werken von weltberühmten baskischen Künstlern wie Jorge Oteiza, Eduardo Chillida, Jose Luis Zumeta und Eugenio Ortiz eröffnet. Ihre baskische Künstlergruppe „Gaurs“ bildete sich Mitte der 60er, um als eine Art künstlerisches Sprachrohr die vom Franco-Regime unterdrückte „kollektive Identität des Baskenlandes“ zu verteidigen.

Unterdessen begeisterte die ebenfalls baskische Künstlerin Maider Lopez am Samstag mit ihren Freilicht-Installationen „Iturriak“ (Brunnen) in der Nähe des Ondarreta-Strandes. Mit alten, vor Jahrzehnten abgebauten Stadtfontänen will sie die Donostiarras an ihr altes Gemeinschaftsleben erinnern, in welchem die öffentlich Brunnen immer eine große Rolle spielten.

Der baskische Schriftsteller und Künstler Jose Ignacio Diaz de Rabago beschäftige sich in seiner Installation „Babel-Bibliothek XII.“ hingegen mit dem Baskischen als untergehende Minderheitensprache. Er ließ Tausende alter Bücher an dünnen Schnüren im Eingang der Universitätsbibliothek in der Luft schweben.

Der offizielle Startschuss für San Sebastians Kulturhauptstadtjahr fällt am Samstagabend im Victoria Eugenia Theater, wo Vertreter der EU-Kommission dem Bürgermeister von Donostia, so der baskische Name der Stadt, die Plakette der EU-Kulturhauptstadt überreichen. Den krönenden Abschluss wird eine spektakuläre Freilicht-Eröffnungsshow von Hansel Cereza, Mitbegründer der weltberühmten Theatergruppe La Fura dels Baus, auf der Maria Cristina Brücke bilden.

Der ehemalige Bundessprecher der Grünen zeigte sich zuversichtlich, dass Österreich nach den 90.000 Asylanträgen im Vorjahr auch heuer die Herausforderung bestehen werde, „was immer auf Österreich zukommt“. Angesichts der im Mittelmeer ertrunkenen Menschen denke er nicht an Obergrenzen, sondern daran zu helfen. Allerdings zeigt Van der Bellen auch Verständnis dafür, dass man bei dem Massenandrang von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten Sorge habe, dass die Kapazitäten auch in Österreich irgendwann erschöpft sein könnten. Grundsätzlich muss das Problem aber auch nach Ansicht Van der Bellens auf europäischer Ebene gelöst werden, weil auf Dauer könnten nicht Österreich, Deutschland und Schweden allein die Hauptverantwortung tragen.

Mit „Stand heute“ würde Van der Bellen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht als Bundeskanzler angeloben. Er hätte „größte Bedenken“, einer Partei die Kanzlerschaft zu übertragen, die das vereinte Europa untergraben wolle.

Sich selbst sieht er als einen Liberalen mit sozialem und ökologischen Gewissen. Als Bundespräsident wolle er besonnene, vernünftige Positionen einnehmen. Man solle die Rolle des Bundespräsidenten nicht gering-, aber aber auch nicht überschätzen. Seine Rolle werde angesichts des Niedergangs von SPÖ und ÖVP in der Machtbalance immer wichtiger.

Von seiner Siegeschance zeigte sich Van der Bellen jedenfalls überzeugt. „Ich habe eine Chance, die werde ich nutzen.“ In den Großparteien würden viele nicht an eine ernsthafte Chance für ihn glauben, „das soll mir nur recht sein.“

Bezüglich eines Fairnessabkommens im Wahlkampf will er demnächst Kontakt mit den anderen Bewerbern aufnehmen. Er wünscht sich, dass man die Unsitten der Tagespolitik unterlässt und einander zuhört und ausreden lässt. Auch eine Vereinbarung über eine Begrenzung der Wahlkampfkosten kann sich Van der Bellen vorstellen. Zwei bis drei Millionen Euro wären dafür „vielleicht eine gute Ausgangsbasis“. Er zweifelt aber, dass sich SPÖ und ÖVP darauf verständigen werden. Für sich selbst rechnet Van der Bellen mit rund 1,5 Millionen Euro Wahlkampfkosten.

Heftige Kritik erntete Van der Bellen indes von FPÖ und Team Stronach, etwas abgeschwächter war die Kritik der ÖVP. „Jemand, der die Interessen der EU und die Interessen der Wirtschafts-Migranten über die Interessen der eigenen Bevölkerung stellt, ist als oberstes Organ der Republik absolut ungeeignet“, meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung. Die Aussagen Van der Bellens zur Flüchtlingskrise sind für Kickl „schlicht naiv und unverantwortlich“. Und dass er FPÖ-Obmann Heinz-Christian Stache nicht als Bundeskanzler angeloben würde, nennt der Generalsekretär „selbstherrlich, arrogant und eine Gefahr für die Demokratie im Land“.

TS-Klubobmann Robert Lugar äußerte die Hoffnung, dass die Österreicher „vernünftig genug sind, niemanden in die Hofburg zu wählen, der offenkundig gegen die Interessen der Österreicher handeln will“. Der TS-Klubobmann hält es für „keine gute Ansage, wenn jemand, der unbegrenzt fremde Menschen ins Land lassen will, als Bundespräsident die Geschicke unseres Landes lenken soll“.

Wie bisher weiterzumachen und unbegrenzte Flüchtlingsströme dann irgendwie zu bewältigen, sei „keine Strategie und vermittelt Unsicherheit“, erklärte ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald in einer Aussendung. „Österreich hat einen Bundespräsidenten verdient, der keine Antworten schuldig bleibt, sondern im Sinne des Landes und der Menschen agiert und die Sorgen der Bevölkerung ernst nimmt“, richtete McDonald dem von den Grünen unterstützten Kandidaten aus.

Noch schlechter schneidet die EU ab, deren Flüchtlingspolitik von 93 Prozent der Befragten negativ beurteilt wird. 77 Prozent sind der Meinung, Österreich sei an der Belastungsgrenze bei der Flüchtlingsaufnahme angelangt.

Die Österreicher identifizieren sich demnach in der Flüchtlingsfrage vor allem mit der FPÖ. Eine relative Mehrheit von 24 Prozent gibt an, der Standpunkt der Freiheitlichen entspreche dem eigenen. Die Position der ÖVP teilen 17 Prozent, die bisher gepflegte Willkommenskultur der SPÖ nur 13 Prozent.

Dementsprechend liegt die FPÖ auch in der Sonntagsfrage weiterhin in Führung. Falls am nächsten Sonntag Nationalratswahlen wären käme die FPÖ laut der Umfrage auf 30 Prozent (minus ein Prozentpunkt im Vergleich zur Dezember-Umfrage). Die ÖVP folgt mit 24 Prozent (+/-0) vor der SPÖ mit 23 Prozent (plus 1). Die Grünen halten bei 14 Prozent Wähleranteil (plus 1), die NEOS bei 8 Prozent (± 0). Auch bei einer fiktiven Direktwahl des Bundeskanzlers liegt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache mit 19 Prozent vor SPÖ-Vorsitzendem Werner Faymann und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner, die jeweils auf 16 Prozent kämen.

Beste Österreicherin beim diesmal wegen Windes mehrmals unterbrochenen Speed-Klassiker in Norditalien wurde unerwartet Mirjam Puchner als Neunte. Damit brachte die fünfte Saisonabfahrt aber das schwächste Saisonergebnis für die bisher so beeindruckenden, jungen ÖSV-Abfahrtsdamen, die nach Assen wie Anna Fenninger seit kurzem auch eine Nicole Schmidhofer vorgeben müssen und bei denen Ramona Siebenhofer als 14. eine gelungene Rückkehr feierte.

Bis Samstag war Cornelia Hütter nie schlechter gewesen als Vierte. Diesmal kam die Steirerin aber unmittelbar vor Elisabeth Görgl (13.) nicht über Platz zwölf hinaus und machte dafür u.a. den teils heftigen Wind mitverantwortlich. Dass sie vergangene Woche krank im Bett gelegen war, wollte sie hingegen ebenso nicht als Ausrede benutzen wie dass im ÖSV-Damenteam gerade ein Magen-Darm-Virus umgeht.

„Ich kann mir den Rückstand und die Platzierung nicht erklären. Das passt nicht zusammen, denn eigentlich habe ich mich gut gefühlt. Auch von der Linie her habe ich die meisten Passagen ganz gut erwischt“, rätselte die 23-Jährige, die in der Abfahrtswertung von Yurkiw überholt wurde und nur noch Dritte ist. „Aber so ist das eben. Es ist ein Freiluftsport, irgendwann kommt das aber alles einmal zurück“, hoffte Hütter.

Puchner war selbst etwas überrascht, beste Österreicherin geworden zu sein. Die mit Nummer zwei fahrende Salzburgerin profitierte aber etwas vom Wetter, denn bei Tina Weirather (Nr. 8) musste erstmals wegen im oberen Teil aufkommender Sturmböen unterbrochen werden. Ihre beste Weltcupplatzierung (8.) verpasste sie nur ganz knapp.

„Damit kann man natürlich nur zufrieden sein“, meinte Puchner und gestand: „Wahrscheinlich hatte ich auch ein bissl Glück mit dem Wind, da war die vordere Nummer sicher ein Vorteil. Aber das muss man auch erst einmal ausnutzen.“

Star des Tages war aber wie erwartet Vonn. Die amerikanische Topfavoritin carvte im WM-Ort 2021, wo sie vor zwölf Jahren ihren ersten Podestplatz überhaupt geholt hatte, souverän zu ihrem zehnten Cortina-Sieg. Öfter hat sie nur in ihrem „Wohnzimmer“ Lake Louise gewonnen. Mit Abfahrtstriumph Nummer 37 übertraf Vonn auch die Marke von Annemarie Moser-Pröll.

„Natürlich bin ich darüber sehr happy. Im Vorjahr habe ich hier mit meinem 63. Weltcupsieg Annemarie eingeholt, und jetzt schon wieder ein Rekord“, freute sich Vonn, die nun bei bereits 74 Weltcupsiegen hält. Schon am Sonntag im Super-G kann Vonn nachlegen und nicht nur ihren fünften Super-G in Folge gewinnen, sondern mit Götschls Podestrekord in der zweitschnellsten Disziplin (41) die nächste Rekordmarke egalisieren. Die fünf Abfahrtssiege der steirischen „Speed Queen“ in Cortina stellte Vonn bereits am Samstag ein.

Mit fast jedem Sieg stellt Vonn derzeit auch einen Rekord auf oder ein. „Das ewige Reden über Rekorde ist aber anstrengend“, warnte sie. „Es macht es nicht leichter, sie zu brechen“, meinte Vonn, die ihre Fahrt ebenfalls als nicht optimal bezeichnete. „Der Wind war komisch und wechselhaft. Er ist mal von hinten und dann von vorne gekommen. Aber am schlimmsten hat es sicher Weirather erwischt“, meinte sie fair. Ihr Motto für Sonntag: „Ich habe hier in Cortina schon so viel gewonnen, das Ziel ist daher der nächste Sieg.“

Während Einzelkämpferin Yurkiw wie im Vorjahr Zweite wurde und ihren bereits dritten Saison-Podestplatz (3-2-2) bejubelte, schmolz in der Gesamtwertung der Vorsprung der bei 810 Zählern haltenden Gut auf Vonn (800) weiter zusammen. Nur noch zehn Zähler liegt die Schweizerin voran. „Mit Platz drei kann ich aber gut leben. Und die Gesamtsituation interessiert mich nicht, wir sind erst bei Halbzeit“, wiegelte die Schweizerin ab.

Für die italienischen Medien ist es ein gefundenes Fressen:

Nachdem die Abgeordnetenkammer einen Haushaltsentwurf von fast einer Milliarde Euro vorgelegt hat und rund 9 Millionen Euro einsparen konnte (0.93%), waren die Kollegen Senatoren weniger ehrgeizig:

Sparefroh…

Von dem 540,5 Millionen Euro schweren Finanzhaushalt der zweiten italienischen Parlamentskammer, sahen sie sich lediglich in der Lage, auf rund 500.000 Euro (0.09%) zu verzichten.

Damit sind die (zusammengenommen) 945 Abgeordneten weiterhin die einzigen Akteure im Staatsgebilde, die ihr Budget selber festlegen können.

Der italienischen Tageszeitung Il fatto quotidiano liegt der Haushaltsentwurf vor, sie berichtet über erste Details:

Das Gros der Kosten häuft sich für die Bezahlung der Gewählten und Angestellten im Senat:


Senatoren

42 Millionen und 135.000 Euro gehen an Zulagen an die Senatoren (-50.000 Euro). Diese Summe könnte in Zukunft entfallen, wenn die Verfassungsreform greifen sollte.

In der Zwischenzeit kommen jedoch noch einmal 37 Millionen und 266.000 Euro an Kosten für die Gewählten hinzu, damit diese ihr Mandat ausüben können.


Angestellte

Ein gutes Stück mehr Geld brauchen jedoch die internen und externen Angestellten, sowie Berater. Hier beläuft sich die Summe auf 121 Millionen und 280.000 Euro. Darunter sind, um das letztgenannte Beispiel herauszugreifen, 3 Millionen und 550.000 Euro für Beraterhonorare.


Pensionen

Richtig bitter wird es für den Steuerzahler, wenn die Pensionsansprüche der Ex-Parlamentarier abgegolten werden müssen: Zwischen Leib- und Hinterbliebenenrenten, sowie verschiedenen Ausgleichszahlungen beansprucht der Senat alleine für dieses Jahr 82 Millionen und 890.000 Euro.

Dazu kommen noch die Angestellten des Senats in Ruhestand:

Konnten die Lohnkosten seit 2011 von ca. 141 Millionen Euro auf heute beinahe 100 Millionen Euro gedrückt werden, sind die Ausgaben für Pensionen und Hinterbliebenenrenten um 2,1 Millionen auf satte 145 Millionen Euro gestiegen.


Abrechnung

Insgesamt fließen also rund 436,5 Millionen Euro in Löhne und Pensionen von Senatoren und Angestellten. Das sind ganze 80,8% des Budgets für 2016.

Die restlichen 100 Millionen fließen in verschiedene Kanäle, u.a.:

  • 21 Millionen und 350.000 Euro in die Kassen der verschiedenen Senatsgruppierungen,
  • 751.000 Euro werden benötigt, um die Untersuchungsausschüsse funktionieren zu lassen,
  • Repräsentationsspesen und Zeremoniell verschlingen knapp unter 2 Millionen Euro,
  • Abos von Nachrichtenagenturen, welche Senatoren und Angestellte mit Informationen versorgen sollen, kosten weitere 2 Millionen und 205.000 Euro.
  • Für 1 Million und 67.500 Euro werden Dokumente kopiert.
  • 8 Millionen und 962.000 Euro kostet der laufende Betrieb des Computersystems im Senat.

Was steigt?

Doch es wird nicht nur gespart: Um rund 10% steigen die Versicherungsprämien für Senatoren und Angestellte. Diese belaufen sich nunmehr auf 3 Millionen und 280.000 Euro.

Auch beim Essen wird heuer 5% mehr ausgegeben: Die Volksvertreter speisen 2016 um 1 Million und 712.000 Euro.

Die Reinigung des Senatsgebäudes kostet schließlich 3 Millionen und 108.000 Euro.

Somit wird der Senat 2016 rund 540 Millionen Euro ausgeben müssen. Zusammen mit den 977,5 Millionen für die Abgeordnetenkammer macht das zusammen 1,5175 Milliarden Euro für den Parlamentsbetrieb in Rom.

Zur besseren Vorstellung: Das sind theoretisch 1,6 Millionen Euro pro Parlamentarier und pro Jahr.

Kein Wunder, dass alle Wege nach Rom führen…


 

Am Freitag gegen 20:50 Uhr „lieh“ sich ein 15-jähriger Tiroler das Auto eines Familienmitglieds aus.

Er und zwei weitere 16-jährige Freunde, fuhren in Wattens bei Vögelsberg auf einer Gemeindestraße bergwärts.

Das Auto kam aus noch unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und knallte gegen eine Steinmauer.

Bei Unfall verletzt

Alle drei zogen sich Verletzungen unbekannten Grades zu und wurden ins Krankenhaus Hall eingeliefert.

Am Donnerstag stellte Forschungsleiter Mario Trapp Vertretern von Land, Gemeinden und der Wirtschaft das Projekt „Digitale Dörfer“ vor.

„Die zentrale Herausforderung in ländlichen Regionen liegt in der geringen Bevölkerungsdichte und den großen Distanzen, die zum Einkaufen, Arbeiten oder der medizinischen Versorgung zurückgelegt werden müssen“, sagt Mario Trapp.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Schülerin soll seit vergangener Woche an Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gelitten haben. Nach dem Hausbesuch eines praktischen Arztes hätte dem Mädchen deshalb eine Infusion verabreicht werden sollen. Weil die Schülerin allerdings panische Angst vor Spritzen hatte, soll dies nicht erfolgt sein, berichtete die Tageszeitung.

Die Mutter soll ihre Tochter am späten Montagnachmittag leblos in ihrem Bett gefunden und sofort Alarm geschlagen haben. Das Mädchen wurde unter ständiger Reanimation ins Krankenhaus Wiener Neustadt geflogen und dort auf die Kinder-Intensivstation gebracht. Etwa eineinhalb Stunden lang habe ein Ärzteteam im Schockraum vergeblich um das Leben der Achtjährigen gekämpft.

Die vier Landtagsabgeordneten Myriam Atz Tammerle, Sven Knoll, Pius Leitner und Bernhard Zimmerhofer, sowie Christian Kollmann (Kommunikationsverantwortlicher der Süd-Tiroler Freiheit) und der ehemalige Landeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Paul Bacher, wollen die österreichische Staatsbürgerschaft. Am Freitag suchten sie dafür bei offizieller Stelle an – auch um ein Zeichen zu setzten.

„Minderheit in Südtirol mehrfach absichern“

Pius Leitner sieht in der Verleihung der Staatsbürgerschaft ein taugliches Mittel, um die österreichische Minderheit in Südtirol mehrfach abzusichern.

Gerade in dieser Zeit, in der Italien eine Verfassungsänderung beabsichtigt, welche die Interessen der Autonomien massiv beschneiden wird, ist eine Absicherung notwendig.

 

Südtiroler bald nicht mehr als österreichische Minderheit angesehen?

Sven Knoll befürchtet, dass im Zuge der Umwandlung Italiens zu einem zentralistischen Staat namhafte italienische Politiker eine Abschaffung der Südtirol-Autonomie fordern würden.

Die Südtiroler könnten hundert Jahre nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr als österreichische Minderheit angesehen werden und deshalb auch kein Anrecht mehr auf eine Autonomie haben.

Es geht darum, aufzuzeigen, dass wir Südtiroler Österreicher sind und unsere österreichische Staatsbürgerschaft zurückbekommen möchten.

 

Politische Unterstützung aus Österreich

Unterstützung für das Anliegen gibt der Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer (FPÖ):

Wir werden das politische Ziel, den Südtirolern die österreichische Staatsbürgerschaft im Parlament zu ermöglichen, nicht aus dem Auge verlieren. Wir haben aber mit dem heutigen Schritt eine zweite Ebene, die Verwaltungsebene, ebenfalls aufgetan.

Noch schlechter schneidet die EU ab, deren Flüchtlingspolitik von 93 Prozent der Befragten negativ beurteilt wird. 77 Prozent sind der Meinung, Österreich sei an der Belastungsgrenze bei der Flüchtlingsaufnahme angelangt.

Die Österreicher identifizieren sich demnach in der Flüchtlingsfrage vor allem mit der FPÖ. Eine relative Mehrheit von 24 Prozent gibt an, der Standpunkt der Freiheitlichen entspreche dem eigenen. Die Position der ÖVP teilen 17 Prozent, die bisher gepflegte Willkommenskultur der SPÖ nur 13 Prozent.

Dementsprechend liegt die FPÖ auch in der Sonntagsfrage weiterhin in Führung. Falls am nächsten Sonntag Nationalratswahlen wären käme die FPÖ laut der Umfrage auf 30 Prozent (minus ein Prozentpunkt im Vergleich zur Dezember-Umfrage). Die ÖVP folgt mit 24 Prozent (+/-0) vor der SPÖ mit 23 Prozent (plus 1). Die Grünen halten bei 14 Prozent Wähleranteil (plus 1), die NEOS bei 8 Prozent (± 0). Auch bei einer fiktiven Direktwahl des Bundeskanzlers liegt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache mit 19 Prozent vor SPÖ-Vorsitzendem Werner Faymann und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner, die jeweils auf 16 Prozent kämen.

Am Freitagabend, gegen 22:15 Uhr, zündete ein 47-jähriger Tiroler in Virgen nach einem Eishockeyspiel einen Knallkörper.

Der Böller explodierte noch bevor ihn der Mann wegwerfen konnte.

Mann verletzt

Er zog sich schwere Verletzungen im Bereich der linken Hand zu und wurde mit der Rettung in das Krankenhaus Lienz eingeliefert.

Die Gefahrenstellen seien in Tirol inzwischen recht „diffus“ verteilt, so die Experten. Vor allem im Sektor West über Nord bis Ost oberhalb von 2.000 Metern sei die Störanfälligkeit bodennaher Schwachschichten innerhalb der Schneedecke noch recht hoch. So würden immer noch Fernauslösungen von Schneebrettlawinen sowie Setzungsgeräusche und Rissbildungen gemeldet werden, teilten die Experten mit. Zudem müsse auf frischen Triebschnee speziell oberhalb der Waldgrenze geachtet werden.

Auch in Vorarlberg bestehe in höhergelegenen, steilen Schattenhängen oft noch erhebliche Gefahr. Die Schneedecke könne vor allem an schneeärmeren Stellen und an Übergangsbereichen von wenig zu viel Schnee innerhalb der Altschneeschichten gestört werden. Dadurch könnten Lawinen auch größere Ausmaße annehmen. Weitere Gefahrenstellen seien frische und ältere Triebschneepakete oberhalb von 1.800 Metern im windbeeinflussten Steilgelände sowie in eingewehten Rinnen und Mulden.

Der Lokführer bekam von dem Unfall demnach nichts mit und setzte die Fahrt fort. Der Verunglückte wurde von zwei Unfallzeugen geborgen. Die Sanitäter vom Roten Kreuz Hallein versuchten ihn noch zu reanimieren. Der kurz darauf eingetroffenen Notarzt konnte nur noch den Tod von feststellen. Die Angehörigen wurden vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Zudem sollten ab dem Nachmittag (Ortszeit) der Zugverkehr in und um die Stadt teilweise sowie der U-Bahn-Verkehr auf oberirdischen Gleisen und der öffentliche Busverkehr komplett eingestellt werden. Die Züge vereisten und blieben liegen, hieß es. Unterirdisch sollte die U-Bahn mit eingeschränktem Fahrplan aber weiterhin fahren.

Auch die Kulturwelt zog Konsequenzen: Alle Nachmittags- und Abendvorstellungen am Broadway am Samstag wurden abgesagt. Die Sicherheit der Theaterbesucher und -mitarbeiter stehe an erster Stelle, teilte die Broadway League mit. Die für Sonntag geplanten Vorstellungen sollten wie geplant stattfinden.

Insgesamt leben in dem von dem Sturm bedrohten Gebiet in 19 Bundesstaaten etwa 85 Millionen Menschen. Das entspricht knapp einem Viertel der US-Bevölkerung. Der nationale Wetterservice gab eine Blizzardwarnung heraus, die von Virginia bis vor New York City reichte.

Allein in der Hauptstadt Washington DC sollten nach Angaben des Wetterdienstes Wunderground bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen. Dort kam das öffentliche Leben weitestgehend zum Erliegen. Regierungsbehörden und Schulen hatten bereits am Freitag geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde bis Sonntag eingestellt, vom frühen Samstagmorgen an auch einschließlich des gesamten Metronetzes. Das hat es in dieser Form in DC noch nicht gegeben.

Auf den winterlichen Straßen brach vielerorts der Verkehr zusammen. Rund 1.000 Unfälle meldete die Polizei nur in Virginia, wie CNN berichtete. Ein Mensch kam dort ums Leben. Sieben weitere Tote gab es in den Bundesstaaten North Carolina und Kentucky. Viele Autofahrer hatten offizielle Mahnungen ignoriert, das Haus von Freitagnachmittag an nicht mehr zu verlassen. An der US-Ostküste sind nicht viele Fahrzeuge für Schnee und Eis ausgerüstet.

Das Winterwetter legte auch Teile des Flugverkehrs lahm. Nach Angaben der Website flightaware.com wurden von Freitag bis Sonntag mehr als 8.000 Flüge abgesagt.

Wegen des erwarteten schweren Schnees auf den Stromleitungen wurden Ausfälle in der Energieversorgung befürchtet. In Virginia kam es dazu schon früh, Zehntausende waren dort ohne Strom. Bis in die Nacht auf Samstag war der Schnee allerdings zum Beispiel in Maryland zwar reichlich, aber pulvrig und leicht. Mehrere Bundesstaaten riefen den Notstand aus, das hat aber vor allem organisatorische und finanzielle Gründe.

Während der Sturm 24 bis 36 Stunden dauern sollte, wurde für Sonntag strahlender Sonnenschein bei Minusgraden vorausgesagt: ideales Wetter für Wintersportler, Familien und Ausflügler.

Regierungschef Justin Trudeau sprach vom „schlimmsten Albtraum aller Eltern“ und von einem „tragischen Tag“. Polizeichefin Levy sagte, die Polizei sei nach einem Notruf angerückt. 45 Minuten nach den Schüssen in der Schule sei ein Verdächtiger festgenommen und seine Waffe beschlagnahmt worden. Nach Angaben von Gemeindebürgermeister Kevin Janvier handelte es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Schüler der High School. Die Opfer seien Schüler und Angestellte der Schule.

Zeugen sagten dem Fernsehsender CBC, sie hätten mindestens sechs Schüsse in dem Gebäude in der abgelegenen Stadt im Mittleren Westen Kanadas gehört. „Ich bin aus der Schule gerannt“, sagte der Schüler Noel Desjarlais CBC. Alle hätten laut geschrien. „Es sind sechs, sieben Schüsse gefallen, bevor ich draußen war – ich glaube, danach wurde noch mehrere Male geschossen.“

In der Gemeinde La Loche rund 600 Kilometer nördlich von Saskatoon leben etwa 2.500 Menschen. Die meisten von ihnen sind indianischer Abstammung. „Viele Menschen stehen unter Schock, normalerweise sieht man so etwas im Fernsehen“, sagte Teddy Clark, ein Vertreter der Ureinwohner.

Die Abgeordnete Georgina Joliebois, früher Bürgermeisterin von La Loche, zeigte sich „schockiert und traurig über die Schießerei“. Brad Wall, Regierungschef von Saskatchewan, sprach von „entsetzlichen Vorkommnissen“ und versprach Unterstützung für die Betroffenen.

Der kanadische Tennisstar Milos Raonic widmete seinen Drittrundensieg bei den Australian Open in Melbourne den Menschen in La Loche. „Ganz Kanada und – ich bin mir sicher – die ganze Welt stehen hinter euch“, sagte er.

Im Vergleich zu den USA sind Amokläufe in Kanada selten. Im Dezember 1989 hatte ein junger Mann in der Polytechnischen Hochschule von Montreal 14 Menschen, darunter zehn Studentinnen, getötet, bevor er sich selbst umbrachte. An der Concordia-Universität in Montreal gab es im August 1992 eine Schießerei mit vier Toten. Trudeau kündigte eine Überprüfung der Waffengesetze an.

Am Freitag kam es gegen Mittag zu einem Paragleitunfall in Finkenberg.

Ein 27-jähriger Paragleiterpilot brach mit einer 22-jährigen Passagierin mit einem Tandemparagleitschirm vom Skigebiet Penken zu einem Flug in Richtung Mayrhofen auf.

Unmittelbar nach dem Start prallte das Fluggerät gegen die Stütze eines Schleppliftes.

Der 27-Jährige zog sich eine Unterschenkelfraktur zu. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Schwaz geflogen. Die 22-Jährige blieb hingegen unverletzt.

Damit reagierte die Akademie auf die wachsende Kritik über die jüngste Nicht-Nominierung schwarzer Talente für die Oscars. Zum zweiten Mal in Folge hatten die Wähler der Film-Akademie Afroamerikaner in den vier Schauspielkategorien für den wichtigsten Filmpreis der Welt völlig übersehen. Unter dem Internet-Schlagwort #oscarssowhite wurde das schon 2015 heftig in Sozialen Netzwerken kritisiert.

Laut Mitteilung stimmte der Vorstand der Akademie nun für neue Regeln, mit dem Ziel, die Zahl von Frauen und Minderheiten bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln. Das bisherige lebenslange Stimmrecht soll auf zehn Jahre beschränkt werden. Eine Verlängerung ist nur dann möglich, wenn das Mitglied weiterhin aktiv im Filmgeschäft tätig ist. Bei der jährlichen Berufung neuer Mitglieder soll aus einem vielfältigeren Pool geschöpft werden.

Über die Oscar-Nominierungen und später auch Gewinner entscheiden die rund 7.000 Filmschaffenden der Oscar-Akademie. 94 Prozent seien weiß, 77 Prozent männlich, das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren, ermittelte die „Los Angeles Times“ im Jahr 2012.

Wenn man doch diese Zahl umsetzen sollte, dann befürchtet er, dass Flüchtlinge in die Illegalität gedrängt würden. Damit würde das Problem der Sicherheit noch größer werden als es jetzt sei, meinte der Regierungsberater.

Auch das Funktionieren der geplanten Hot Spots ist für Kleinschmidt eine „Illusion“. Personen, die keine Chance auf Asyl haben, würden versuchen, diese Registrierungszentren zu umgehen. Dass neuerlich Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind, ist für ihn „eine Schande für Europa“.

Wenn man doch diese Zahl umsetzen sollte, dann befürchtet er, dass Flüchtlinge in die Illegalität gedrängt würden. Damit würde das Problem der Sicherheit noch größer werden als es jetzt sei, meinte der Regierungsberater.

Auch das Funktionieren der geplanten Hot Spots ist für Kleinschmidt eine „Illusion“. Personen, die keine Chance auf Asyl haben, würden versuchen, diese Registrierungszentren zu umgehen. Dass neuerlich Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind, ist für ihn „eine Schande für Europa“.

Dem Stadtchef zufolge geht es nicht um alle Menschen mit Migrationshintergrund, sondern um eine „kleine Gruppe“. In Mödling seien 180 unbegleitete jugendliche Asylwerber untergebracht. Einige von ihnen sollen vor kurzem das Bad besucht und mit Jogging- oder Unterhosen ins Wasser gesprungen sein. Das habe Proteste von Badegästen und des Personals ausgelöst. Daraufhin sei beschlossen worden, diese Jugendlichen nur noch begleitet und mit Badekleidung – „Badehose/Bikini/Badeanzug“, wie es auf dem Aushang ebenfalls hieß – einzulassen.

„Entsetzt“ über das Plakat zeigte sich die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ, Julia Jakob, in einer Aussendung. „Menschen aufgrund von Herkunft, Religion oder Hautfarbe den Zutritt zu verwehren, erinnert an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte.“

Für eine Vorgangsweise wie nun in Mödling hat man sich vor wenigen Tagen auch im Florian Berndl Bad in Bisamberg entschieden. Bis auf Weiteres dürfen Asylwerber nur in Begleitung Ihrer Betreuer die Einrichtungen benützen. Der Grund für die Maßnahme: Flüchtlinge hätten gelärmt und die Damenduschen betreten. Zu sexuellen Belästigungen sei es aber nicht gekommen, betonte die Polizei laut „NÖN online“.

Dem Stadtchef zufolge geht es nicht um alle Menschen mit Migrationshintergrund, sondern um eine „kleine Gruppe“. In Mödling seien 180 unbegleitete jugendliche Asylwerber untergebracht. Einige von ihnen sollen vor kurzem das Bad besucht und mit Jogging- oder Unterhosen ins Wasser gesprungen sein. Das habe Proteste von Badegästen und des Personals ausgelöst. Daraufhin sei beschlossen worden, diese Jugendlichen nur noch begleitet und mit Badekleidung – „Badehose/Bikini/Badeanzug“, wie es auf dem Aushang ebenfalls hieß – einzulassen.

„Entsetzt“ über das Plakat zeigte sich die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend NÖ, Julia Jakob, in einer Aussendung. „Menschen aufgrund von Herkunft, Religion oder Hautfarbe den Zutritt zu verwehren, erinnert an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte.“

Für eine Vorgangsweise wie nun in Mödling hat man sich vor wenigen Tagen auch im Florian Berndl Bad in Bisamberg entschieden. Bis auf Weiteres dürfen Asylwerber nur in Begleitung Ihrer Betreuer die Einrichtungen benützen. Der Grund für die Maßnahme: Flüchtlinge hätten gelärmt und die Damenduschen betreten. Zu sexuellen Belästigungen sei es aber nicht gekommen, betonte die Polizei laut „NÖN online“.

Mit Faustschlägen und Stiefeltritten gegen Oberkörper und Kopf sollen die 20- bis 23-Jährigen vier ebenfalls junge Männer aus ungeklärter Ursache so malträtiert haben, dass zwei der Zusammengeschlagenen nach wie vor an den Folgen des Übergriffs leiden und sich noch immer in ärztlicher Behandlung befinden. Die Täter konnten in jener Nacht fliehen.

Nach Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera kam aus der Bevölkerung ein entscheidender Hinweis, der die Exekutive auf die Spur der Verdächtigen in den Bezirk Eferding brachte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wurden Durchsuchungsbeschlüsse ihrer Wohnungen sowie Haftbefehle erlassen, die der Polizei OÖ übermittelt wurden. Am Dienstag, 19. Jänner, klickten dann bei ihnen daheim die Handschellen.

Bei ihren ersten Einvernahmen räumten die U-Häftlinge zwar die Anwesenheit und Teilnahme an den Gewalttätigkeiten ein, schilderten jedoch zum Teil völlig andere Tatabläufe. Die Ermittlungen dauern an.

In einem Kommentar in der Tageszeitung „Dolomiten“ schreibt Mair, dass Österreich freiwillig per Landtagsbeschluss aus der Debatte zur Zukunft der Autonomie ausgesperrt worden sei.

Ich will mir die Freude römischer Zentralisten darüber gar nicht vorstellen.
– Zitat Stefan Mair „Dolomiten“ 22.01.2016

Achhammer wehrt sich

Laut Achammer finde alles, was in Sachen Autonomiepolitik gemacht werde, in enger Absprache mit Österreich statt.

Das Autonomiestatut sei ein Verfassungsgesetz, also die Ebene innerstaatlichen Rechtes. „Die Republik Österreich hat somit keine direkte Funktion bei der Verabschiedung des Verfassungsgesetzes“, sagt Achammer, „wohl aber die Schutzfunktion in Bezug auf die Einhaltung der völkerrechtlichen Verpflichtungen“.

Beim Konvent gehe es darum, Vorschläge zur Überarbeitung dieses Verfassungsgesetzes zu erarbeiten.

Vertretung der Schutzmacht in „Kapitel Südtiroler Zeitgeschichte“ unüblich?

Auf den Vorwurf der fehlenden Vertretung der Schutzmacht Österreich beim Autonomiekonvent, reagiert Achammer:

Abgesehen davon, dass die Vertreter im Konvent, der ja auf innerstaatlicher Ebene abgewickelt wird, noch gar nicht ernannt sind, ist eine unmittelbare Vertretung Österreichs im Konvent aus genannten Gründen nicht nur nicht zwingend notwendig, sondern auch völkerrechtlich unüblich.
– Phillipp Achammer Pressemitteilung SVP 22.01.2016

Kein Deuteln und kein Drehen

Die Südtiroler Grünen nutzen die letzte Umfrage des Arbeitsförderungsinstituts AFI als Munition gegen den Bozner Flughafen. Von den befragten Südtiroler Arbeitnehmern sprachen sich 69% gegen den Flughafen aus.
„Es gibt kein Deuteln und kein Drehen“ meinen die Landtagsabgeordneten Foppa, Heiss und Dello Sbarba und verweisen auf die Nähe der Flughäfen Innsbruck, München und Verona, auf die Investitionskosten, aber auch aus Umwelt- und Gesundheitsrücksichten.

Auf dem Rücken der Arbeitnehmer

„Die geballte mediale Feuerkraft“ der Landesregierung, gewisser Medien und Lobbies habe hier bislang nicht nur wenig bewegen, sondern „womöglich die Überzeugung vieler Arbeitnehmer noch gestärkt, dass hier auf ihrem Rücken geplant werde“ geben sich die Grünen kämpferisch.

Feigheit vor dem Freunde

Brigitte Foppa greift den SVP-Arbeitnehmerflügel mit ihrem wichtigsten Vertreter Helmuth Renzler frontal an und zeigt Unverständnis für sein Schweigen, das er mit seiner Befangenheit aufgrund seiner Wohnlage in der Nähe des Flughafens begründet.
Mit den ungewöhnlich harten Worten „Feigheit vor dem Freunde“ quittiert die grüne Landtagsabgeordnete Renzlers Schweigen gegenüber dem Landeshauptmann und schließt ihre Stellungnahme mit der Forderung, die Handelskammer Bozen möge den Wert der AFI-Studie nicht anzweifeln, sondern eher darüber nachdenken, ob die Pro-Flughafenkampagne nicht nach hinten losgegangen sei.

An der Universität Wien plant das Rektorat alle Fächer mit Zugangsbeschränkungen, für die es einen Aufnahmetest gibt, ab 2016/17 mit einer Gebühr von 50 Euro zu belegen, bestätigte man im Rektorat einen Bericht des „Standard“. Das sind Psychologie, Publizistik, Biologie, Ernährungswissenschaften, Pharmazie, (Internationale) Betriebswirtschaft, Volkswirtschaftslehre, das Lehramtsstudium sowie Informatik und Wirtschaftsinformatik. Für die beiden Informatikstudien waren die Aufnahmeverfahren in den vergangenen Jahren ausgesetzt – aufgrund der wachsenden Studienanfängerzahlen soll es ab heuer aber ein Aufnahmeverfahren geben.

Ganz fix sind die Gebühren noch nicht – zum Teil müssen sie noch in den universitären Gremien abgestimmt werden. Die Hochschule reagiert damit auf die mangelnde Antritts-Disziplin der Studienwerber: In den vergangenen Jahren waren zum Teil weniger als die Hälfte der für die Prüfungen angemeldeten Interessenten tatsächlich zum Test erschienen. Die Anmeldezahlen lagen dabei insgesamt bei 15.000 bis 20.000 Personen (für alle Fächer zusammen).

Fix ist die Einhebung der 50 Euro bereits an der Uni Graz, hieß es auf APA-Anfrage: Dort sind außer dem Lehramt alle Studien mit Aufnahmetest betroffen, also Betriebs- bzw. Volkswirtschaftslehre, Psychologie, Pharmazie, Biologie und Molekularbiologie. Letzteres wird gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Graz durchgeführt, womit auch für die TU-Studienwerber die Gebühr gilt. Anders ist es bei der Architektur an der TU Graz: Dort wird keine Gebühr eingehoben.

An der Uni Linz hat das Rektorat ebenfalls einen Antrag auf Einhebung der Gebühr gestellt. Darüber entscheidet der Senat Anfang kommender Woche – betroffen sind hier die Sozialwirtschaft bzw. Wirtschaftswissenschaften. Für das Medizin-Studium gilt bereits wie an den Medizin-Unis die 110-Euro-Gebühr.

An der Technischen Universität (TU) Wien wird ebenfalls eine Einhebung von 50 Euro erwogen. Praktisch fix ist, dass es – anders als bisher – analog zur Uni Wien ein Aufnahmeverfahren für die Informatik geben wird. Ein entsprechender Rektoratsbeschluss werde am Dienstag gefasst. Ob auch eine Gebühr für die Teilnahme eingehoben wird, sei aber noch offen, so Vizerektor Kurt Matyas zur APA – aller Voraussicht nach werde man sich auch hier an der Uni Wien orientieren.

Diskutiert wird die Gebühr derzeit auch der Uni Salzburg. Dort ist allerdings bereits klar, dass es heuer noch zu keiner Einführung kommt. Für das Studienjahr 2017/18 werde man sich aber voraussichtlich an die Vorgehensweise der anderen Universitäten anpassen. An der Universität Klagenfurt wird zumindest heuer ebenfalls keine Gebühr eingehoben.

Ebenfalls in Diskussion befindet sich eine Aufnahmeprüfungsgebühr an der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmeduni). Allerdings sei dazu noch keine Entscheidung gefallen, hieß es gegenüber der APA. An der Vetmeduni war eine Einführung bereits einmal am Uni-Rat gescheitert.

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) kritisiert den Plan, Gebühren für Aufnahmetests einzuheben. Für viele werde damit der Weg an Hochschulen endgültig unleistbar. Zugangsbeschränkungen fördern die Elitenbildung an Hochschulen ohnehin, wenn sie jetzt auch noch etwas kosten sollen, werde noch stärker vorselektiert. Durch zusätzliche Zahlungen würden vor allem sozial Schwache nicht nur abgeschreckt, sondern schlicht und einfach davon abgehalten zu studieren, kritisierte die ÖH Freitagabend in einer Aussendung.

Die 27-jährige Frau war mit einem 20-jährigen Mann in einem Bus unterwegs, als die Ordnungskräfte eine Kontrolle durchführten.

Heroin in der Tasche

In der Tasche der Frau fanden die Beamten 25 Gramm Heroin und stellten die Drogen sicher.

Die bereits polizeibekannte junge Frau wurde verhaftet und unter Hausarrest gestellt.