von st 27.02.2015 17:56 Uhr

Bilbao und zurück – das Abenteuer eines Südtirolers

„Ich bin Pfadfinder aus Leidenschaft und Liebe die Natur und das Abenteuer!“, so beschreibt sich ein junger Brunecker, der ein großes Ziel vor Augen hat. Er will von seinem Heimatort aus nach Bilbao und zurück – zu Fuß.
Thomas Bacher - Foto: Bacher / UT24

Was bewegt den 22-jährigen Thomas Bacher dazu, diesen Wahnsinnsmarsch anzutreten? „Herausforderungen, die auf mich zukommen bewältigen, Erfahrungen sammeln, neue Leute kennenlernen und einfach mit und in der Natur leben und es einfach genießen“, erklärt der Brunecker gegenüber UT24.

Mit seinem Projekt will auf die Arbeit mit Jugendlichen aufmerksam machen. „Alle Vereine leisten sehr gute Arbeit und sie sind sehr wichtig für Kinder und Jugendlichen! Ich finde diese Organisationen sollten mehr gefördert werden, denn durch sie lernen die Kindern mit spielerischen Methoden Verantwortung gegenüber sich selbst und gegenüber anderen zu übernehmen, sich der Natur gegenüber respektvoll zu verhalten und sich in der Gemeinschaft einzubringen und gemeinsam vorgenommene Ziele erreichen“, sagt der motivierter Pfadfinder.

Bilbao und zurück

Wie genau gelangt er von Bruneck aus ins spanische Bilbao und zurück?
Am 1. April startet er von seinem Heimatort aus in Richtung Brenner. Anschließend führt ihn seine Route nach Vorarlberg, am Bodensee vorbei bis in die Mitte Frankreichs, von wo aus er dann dem Jakobsweg bis zur Grenze Spaniens folgt und sein Ziel Bilbao erreicht.

In Bilbao will Bacher eine Woche bleiben, bis er dann wieder zu Fuß nach Bruneck geht. Diesmal allerdings auf einer anderen Route: Zunächst in den Süden Frankreichs, durch die Provence über Nizza bis nach Genua und von dort aus zum Gardasee und zurück nach Südtirol.

3.000 Kilometer in drei Monaten

Insgesamt, so Bacher, werde er zwei bis drei Monate auf sich alleine gestellt sein und über 3.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben. „Schlafen tue ich im Zelt oder bei trockenem Wetter im Freien“, plant Bacher. Es sei natürlich ein großes Abenteuer und man wisse nie, welche Tücken auf einen zukommen. „Da ist dann auch Improvisationstalent gefragt“.

Derzeit gibt es allerdings noch ein Problem: Der 22-Jährige sucht nach kleineren Arbeiten, um sich Trekkingschuhe und Verpflegung leisten zu können. Hierzu hat er eine Facebook-Seite eingerichtet, bei dem Interessierte dem jungen Abenteurer Arbeiten anbieten können, aber auch Ratschläge geben oder einfach nur viel Glück wünschen können.

Sollte Geld übrig bleiben, werde es Bacher dem Pfadfinderstamm Bruneck spenden.

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