Florian Stumfall

19.05.2023

„Keine Weißbrote mehr“

Leider muss man annehmen, dass die Parteien in ihre Programme nicht alles schreiben, was sie wirklich wollen, und etliche brisante, für eine fernere Zukunft geplante Vorhaben zunächst verschweigen, um das Publikum nicht zu erschrecken. Doch ist umgekehrt zweifelsfrei erkennbar, was sie nicht wollen oder geringschätzen. Nimmt man die Programme der Parteien zur Bundestagswahl 2021 als die aktuellste Standortbestimmung, so stellt man so gut wie durchgehend fest, dass die deutsche Nation, deren Träger das Volk und deren rechtliche und politische Ausgestaltung der Staat ist, keine erkennbare Rolle spielt.

Rassismus der anderen Art: Axel Steier, Vorsitzender der Organisation „Mission Lifeline“ hofft, es werde irgendwann „keine Weißbrote mehr geben“, worunter er Menschen weißer Hautfarbe versteht (Symbolbild von Wolfgang Eckert auf Pixabay).

Man möchte annehmen, dass bei einer Wahl in Deutschland und zum Deutschen Bundestag der deutsche Name eine bestimmende Rolle spielt, aber das ist keineswegs der Fall. Bei der Partei „Die Linke“ ist ohnehin ein Totalausfall festzustellen. Bei den anderen Parteien, von Grün über Rot und Gelb bis Schwarz, erscheint Deutschland hauptsächlich als eine politische Manövriermasse, deren Bestimmung es sei, möglichst bald und möglichst vollständig in einer EU aufzugehen, die so immer zentralistischer, mächtiger und autoritärer würde.
In unterschiedlicher Deutlichkeit machen all diese Parteien zudem deutlich, dass sie Deutschland als ein Zielobjekt massenweiser Einwanderung betrachten. Die Grünen sprechen von „Einwanderungsgesellschaft“, die Roten von „kultureller Vielfalt“ und „Verschiedenheit“, die Unionsparteien schieben die Verantwortung für die Immigration auf Brüssel, und die FDP schweigt dazu. Es gibt bei den etablierten Parteien keine einzige, die sich mit dem Begriff der Nation auseinandersetzen würde. Die grundlegenden Elemente von Staat und Gesellschaft, die Prägung durch Tradition und Kultur, der Wert von Sprache und Bildung – all das verschwindet wie in den hinteren Gewölben eines levantinischen Basars.

Abschied von den Wurzeln unseres Gemeinwesens

Auch die Einheit von Volk und Staat wird verworfen oder gerät in Vergessenheit, diese Einheit, welche die Grundlage des Gemeinwesens und die Rechtfertigung der öffentlichen Gewalt darstellt. Wenn, wie die linken Parteien es wollen – und hier ist eine Abgrenzung jedenfalls zur CDU nur schwer vorzunehmen –, die deutsche Staatsbürgerschaft mehr oder minder ohne Voraussetzung vergeben wird, ohne Rücksicht auf Herkommen, kulturelle Prägung und innere Beziehung zu Deutschland, dann gibt es keine Kennzeichnung des Staatsvolkes mehr, sondern nur noch eine große Beliebigkeit, die kein Merkmal mehr aufweist, an dem die Einheit mit dem Staat gemessen werden könnte. Allein die AfD wagt es noch, von einer deutschen Leitkultur zu sprechen.

Das wahre Endziel der Masseneinwanderung ist eine Kulturrevolution

Volk und Staat werden zu rein formalen Begriffen. Dass eine solche Entwicklung der linken Zielvorstellung entspricht, zeigen manche Zitate von dieser Seite, wenn etwa die grüne Claudia Roth meint, es gebe keine Deutschen, sondern nur Nicht-Migranten, oder wenn der ebenso grüne Robert Habeck erklärt, dass er Vaterlandesliebe stets „zum Kotzen“ gefunden habe. Doch wenn auch diese Aussagen weidlich bekannt sind, werden sie doch meist nur als Curiosa abgetan und nicht als Warnung verstanden.
Dabei sollte man sich hüten, derlei als linke Spinnerei abzutun, mit der man halt einmal leben müsse. Denn die Sache hat System. Die Preisgabe der deutschen Staatsbürgerschaft soll nämlich keineswegs nur zu einer Gleichstellung von Deutschen und Ausländern führen – das ist lediglich das kurzfristige Ziel. Die grundlegende Absicht aber ist, auf dem Weg des Multikulturalismus der importierten Lebensart ein Übergewicht zu verschaffen.
Bereits heute gibt es Beispiele dieser Art, etwa wenn der Neubürger in einem Dorf bei Gericht gegen eine Belästigung durch Kirchenglocken klagt. Wollte jemand dementsprechend gegen den Ruf des Muezzin Klage erheben, so wäre er ein Fall für den Staatsanwalt wegen „Hass und Hetze“. Oder aber wenn sich ein Deutscher zwei Frauen nimmt, ist er dran wegen Bigamie. Tut ein Türke in Deutschland dasselbe, dann finanziert ihm der Staat den Mehraufwand. Kulturfremde Totschläger und Vergewaltiger bekommen Strafrabatt.

Vorsätzliche Verdrängung der Europäer

Es ist also in Wirklichkeit nicht so, dass sich fremde Einflüsse immer ergänzend zu den angestammten Gewohnheiten gesellen. Das ist eher in Ausnahmen der Fall. In der Regel aber geht die Entwicklung dahin, dass das Fremde das Gewachsene verdrängt. Ihre Befürworter betrachten die multikulturelle Gesellschaft gegen allen Ausgenschein deshalb nicht als gescheitert, denn sie wollen eine Kulturrevolution.
Das geht über die Frage nach Glauben, Prinzipien und Traditionen weit hinaus, und hier kommt die sogenannte Seenotrettung ins Spiel, bei der vorwiegend Afrikaner ein paar hundert Meter vor der Küste ihres Kontinents nach Absprache von Schiffen europäischer Eigner – gegebenenfalls auch der evangelischen Kirche – aufgefischt und illegal nach Europa gebracht werden, ein kriminelles Verhalten im Namen der höheren Moral.
Einer der Frontmänner dieser Schlepperei namens Axel Steier, der den Verein „Mission Lifeline“ führt, äußert sich unumwunden zu seinen Motiven: „Die Enthomogenisierung der Gesellschaft schreitet voran. Ich unterstütze das mit meiner Arbeit.“ Also auch hier: Die Zuwanderung geschieht nicht im Sinne eines Zusätzlichen, Ergänzenden, ja, nicht einmal als Hilfe für die Geschundenen und Bedrohten, sondern zur Verdrängung der europäischen Bevölkerung zugunsten der Afrikaner und Levantiner. Irgendwann, so hofft Steier, werde es „keine Weißbrote mehr geben“, worunter er Menschen weißer Hautfarbe versteht. Und bei all dem, nicht nur bei diesem Schlepper, fragt man sich nach dem Krankheitskeim, der einen solchen Selbsthass erzeugt.
Das ist der Rassismus der anderen Art, grüner, linker, radikaler Rassismus, gekleidet ins weiche Gewand der Mildtätigkeit und Menschenliebe.

Kolumne von Dr. Florian Stumfall
Erstveröffentlichung PAZ (redaktion@preussische-allgemeine.de)

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