Ein Blog von

Georg Dekas

09.08.2018

Herrn Messners Ahnung von Geschichte

Der bekannte Museumsbetreiber Reinhold Messner bespricht die Presse im Sommerloch und meint, „die Südtiroler Frage lösen die Südtiroler schon selbst“, bezichtigt aber andere, keine Ahnung von Geschichte zu haben.

 

Münchhausen (Bild von Otto Herrfurth)

Doppelpass “ist ein Blödsinn”, und  die Südtirol-Frage „lösen die Südtiroler selbst“, so der  erfolgreiche Bergvermarkter. (Interview Neue S. Tageszeitung, 7.8.2018). Soso, sie ziehen sich selber aus dem Sumpf. Die UNO hat es wohl nie gebraucht. Wennschon, dann möchte er die österreichische Staatsbürgerschaft auch für alle jene haben, die in der Terra Irredenta ihre kulturelle Identität und in Österreich nach wie vor ihren Feind sehen („Non passa lo straniero!“). Macht nix, die Welschtiroler Kaiserjäger können ja als Feigenblatt herhalten. Und dieser Mann bezichtigt andere, keine Ahnung von Geschichte zu haben?

In der Sommerplauderei des früheren Medienstars setzt es neben äußerst eigenwilligen auch recht abfällige Bemerkungen in Serie. Für Messner fallen Soldaten nicht, sie werden vom Kaiser „verheizt“. Er bezeichnet eine staatstragende politische Partei in einem mitteleuropäischen Vorbild-Staat als „ein paar österreichische Rechtsradikale“. Er spottet einer souveränen Nation, wenn er sagt, „sie“ sollten nie wieder mit der Schließung der Brennergrenze drohen, und er sagt dem Kurz, er möge die Seinen zurückpfeifen – dem Sebastian Kurz, mit dem er selbst niemals auf einen Gipfel steigen würde. Als Mitwanderer von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen schaute der Schlossherr gerne aus der Zeitung. Was, sie kommt nicht mehr? Zu blöd auch.

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