Gastbeitrag von

Pius Leitner

24.04.2023

25. April

Es ist ja interessant, wie derzeit in Italien über den 25. April diskutiert wird, über die Befreiung vom Faschismus. Dabei habe ich den Eindruck, dass die Linken diesen Tag für sich vereinnahmen möchten und nicht akzeptieren wollen, dass auch im bürgerlich-rechten Spektrum Antifaschisten beheimatet sind.

Bild von JamesDeMers auf Pixabay

Leider ist es wahr, dass faschistische „Schwanzschläge“ nach wie vor sichtbar sind und der antitotalitäre Konsens schwindet. Mein Eindruck ist aber auch, dass die Masse der Bevölkerung im 25. April nicht so sehr einen antifaschistischen Gedenktag sieht, sondern vor allem einen freien Arbeitstag und im Hinblick auf den 1. Mai die Möglichkeit für längere Brückenferien (facciamo „ponte“).

Vielleicht sollte man darüber nachdenken, einen europäischen Gedenktag zur Überwindung von Faschismus und Nationalsozialismus einzuführen, um den antitotalitären Konsens wieder herzustellen. Bleibt zu hoffen, dass die Warnung von Ignazio Silone (it. Sozialist) nicht vergessen wird, der einmal gesagt hat:

„Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen, ‚Ich bin der Faschismus‘. Nein, er wird sagen ‚Ich bin der Antifaschismus‘.“

Pius Leitner
Vahrn

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